Präventionsberatung zum Thema Graffiti


Im Rahmen der Präventionsberatung wurde jetzt eine neue „Graffitisprechstunde“ ins Leben gerufen, in der sich Interessenten zur Graffitiprävention beraten lassen können. Die Beratung umfasst Informationen zum Anti-Graffiti-Projekt, für Geschädigte, für Sprayerinnen, Sprayer und ihre Eltern, aber auch Ratschläge für erfasste Täterinnen und Täter. Eine persönliche und kostenfreie Beratung ist dienstags von 10 bis 12 Uhr unter Tel. 0381 381-5452 und jederzeit per E-Mail unter graffiti@rostock.de möglich.

Hintergründe der Einrichtung dieses Angebotes sind die Etablierung des Anti-Graffiti-Projektes in der Hanse- und Universitätsstadt Rostock und die zunehmende Nachfrage nach umfassenden Angeboten zur Vandalismus-Prävention.

„Eine professionelle Beratung von Betroffenen und Antragstellenden ist im Schadensfall eine wichtige Basis für eine Entscheidungsfindung. Mit der Graffitisprechstunde wollen wir diesem umfassenden Thema und den Menschen, die sich damit im privaten oder beruflichen Kontext befassen, mehr Aufmerksamkeit schenken. Mittelfristig wünschen wir uns, dass auch legal zur Verfügung gestellte Flächen Interessierten benannt bzw. bekannter gemacht werden können. Für die Präventionsarbeit an Rostocker Schulen wird es ab 2022 ebenfalls neue Angebote aus dem Präventionsnetzwerk geben“, beschreibt Marlen Schmidt, Koordinatorin des Kommunalen Präventionsrates, die Auseinandersetzung mit dem Thema innerhalb des Präventionsrates.

Rostock - Infos des Präventionsrates zu Graffiti

Bildrechte: Kommunaler Präventionsrat


Mit dem 2014 erstmalig durchgeführten Anti-Graffiti-Projekt möchte der Kommunale Präventionsrat der Hansestadt Rostock zum einen das Stadtbild verbessern und das Sicherheitsgefühl der Rostockerinnen und Rostocker bestärken, aber zum anderen straffällig gewordenen Jugendlichen und Heranwachsenden eine Chance auf Wiedergutmachung ermöglichen.

Das Augenmerk liegt langfristig auf der schnellen Beseitigung von illegalem Graffiti durch straffällig gewordene Jugendliche bzw. Heranwachsende, die durch Vandalismus im Stadtgebiet auffällig geworden sind. Die Jugendlichen bzw. Heranwachsenden leisten an zwei bis vier Aktionstagen im Jahr ihre auferlegten Sozialstunden gemeinsam mit dem professionellen Malerteam ab. Seit 2014 wurden bereits 20 Aktionstage umgesetzt.

Neben gewerblichen sind auch die privaten Hauseigentümerinnen und -eigentümer aufgerufen, ihre Hausfassaden im Rahmen des Projektes von Graffiti reinigen zu lassen. Für eine Anfrage kann das Antragsformular genutzt werden, welches mit weiteren Informationen auf folgender Internetseite zum Herunterladen bereit steht: www.rostock.de/praevention.

Etwa 700 eingegangene Anzeigen mit einer Gesamtschadenssumme von mehr als 250.000 Euro werden jährlich bei der Polizeiinspektion Rostock registriert, Fußball bezogene oder politisch motivierte Vorgänge sind dabei noch unberücksichtigt. Grundsätzlich liegt die Zuständigkeit für die Beseitigung von Vandalismus-Schäden bei den Eigentümerinnen und Eigentümern. Zahlreiche private Eigentümer und Unternehmen nutzen aber auch die künstlerische Gestaltung von Fassaden durch professionelle Graffiti-Sprayerinnen und -Sprayer und vermeiden somit illegales Beschmieren. Diese Form der Prävention ist nachhaltig, jedoch sehr kostenintensiv. Das Erscheinungsbild wird durch diese Maßnahme verbessert und wird auch von Teilen der Bevölkerung akzeptiert.

Ansprechpartnerin des Kommunalen Präventionsrates in der Hanse- und Universitätsstadt Rostock:
Marlen Schmidt
Neuer Markt 1, 18055 Rostock
Tel. 0381 381-5450
E-Mail: praevention@rostock.de
www.rostock.de/praevention

Für Fragen rund um das Thema Graffiti:
Tel. 0381 381-5452 (dienstags von 10 bis 12 Uhr)
E-Mail: graffiti@rostock.de

Weitere Infos zum Präventionsrat und das Antragsformular für
geschädigte Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer unter: www.rostock.de/praevention

Rostock - 03.01.2022
Quelle: Pressestelle Hanse- und Universitätsstadt Rostock