Mehrwegbehältnissen im To-Go-Bereich


Rostock unterstützt Unternehmen bei Einführung von Mehrwegbehältnissen im To-Go-Bereich - Infoveranstaltung für Unternehmen am 17. Juni


Ab sofort wird Rostocker Unternehmen die Nutzung von Mehrwegbehältnissen im To-Go-Bereich leicht gemacht. Innerhalb der Initiative #MehrwegFürRostock können Bäckereien, Cafés, Eisläden, Imbisse oder andere Anbieter von Getränken und Speisen „to go“ am 17. Juni 2021 an einer digitalen Informationsveranstaltung teilnehmen, auf der verschiedene Mehrwegsysteme vorgestellt werden. Zusätzlich können die Unternehmen einen finanziellen Zuschuss für den Einstieg in die Mehrwegnutzung beantragen. Hinter der Initiative stehen die Hanse- und Universitätsstadt Rostock, die IHK zu Rostock, die Handwerkskammer Ostmecklenburg-Vorpommern, die Verbraucherzentrale Mecklenburg-Vorpommern sowie die Rostocker Unternehmensinitiative „plastikfreie Stadt“.

„Als Küstenstadt trägt Rostock beim Thema Müll eine besondere Verantwortung“, so Holger Matthäus, Senator für Infrastruktur, Umwelt und Bau der Stadt Rostock. „Wir wollen erreichen, dass Mehrwegverpackungen für Essen und Trinken To-Go zur neuen Normalität werden. Deshalb fördern wir als Stadt den Umstieg auf Mehrweglösungen auch finanziell.“ Über die Website mehrwegfürdeinestadt.de erhalten Unternehmen einen umfangreichen Überblick über die gut erprobten Mehrwegsysteme FairCup, Recup und Vytal, können diese unkompliziert vergleichen und finden Antworten auf zentrale Fragen rund um Mehrwegsysteme. Gleichzeitig werden die Rostocker und Rostockerinnen über Mehrwegangebote informiert und zu deren Nutzung motiviert. Kernstück ist hierbei eine Karte der Stadt, die alle Mehrweganbieter auf einen Blick zeigt und so die Mehrwegnutzung einfach und alltagstauglich macht.

Eine Reihe von Rostocker Unternehmen zeigt bereits, dass Mehrweglösungen im To-Go-Bereich unkompliziert sind, von den Kundinnen und Kunden gut angenommen werden und sich lohnen, darunter die Bäckerei-Kette Junge, der Ratskeller, der Eisladen VEIS, das Warnemünder Café Warnefornien, das Strandresort Markgrafenheide, die Hafenbar ROST DOCK sowie der Mecklenburger Biomarkt. Auch unter Corona-Bedingungen ist die Nutzung von Mehrwegsystemen vorteilhaft. Die Bäckerei-Kette Junge ist erst kürzlich nach umfangreichen Tests in Lübeck auch in 17 Rostocker Filialen auf Mehrwegbecher umgestiegen. „Immer mehr Getränke werden To-Go – also unterwegs – konsumiert“, so Stella Schön, Nachhaltigkeitsbeauftragte bei Junge Die Bäckerei. „Durch die Corona-Pandemie hat dieser Trend gezwungenermaßen einen Höhepunkt erreicht. Gleichzeitig wächst das Bewusstsein für Nachhaltigkeit sowohl bei den Unternehmen als auch bei den Kunden. Wir als Familienunternehmen, aber auch unsere Gäste, legen dabei großen Wert auf Abfallvermeidung.“

Der Grund für die Kampagne #MehrwegFürRostock liegt auf der Hand: In der Hanse- und Universitätsstadt werden Coffee-To-Go und andere Getränke sowie Speisen zum Mitnehmen noch viel zu häufig in Einwegbehältnisse gefüllt, die nach nur wenigen Minuten Nutzungsdauer im nächsten Abfalleimer landen. Allein in Rostock fallen pro Jahr schätzungsweise
6,8 Mio. Einwegbecher an. Das sind nicht nur rund 90.000 Kilogramm Restmüll, sondern auch verlorene Ressourcen, da Einwegbecher nur schwer recycelt werden können. „Die Reduzierung des Plastikverbrauchs im täglichen Leben und Wirtschaften ist ein wichtiger Schritt in unsere umwelt- und klimagerechte Zukunft“, so Thorsten Ries, Hauptgeschäftsführer der IHK zu Rostock. „Wir hoffen, dass sich möglichst viele Rostocker Unternehmen an der Initiative beteiligen.“

Link zur Initiative #MehrwegFürRostock: mehrwegfürdeinestadt.de (leitet weiter auf https://plastikfreiestadt.org/mehrwegrostock/ )

Rostock - 31.05.2021
Quelle: Pressestelle Hanse- und Universitätsstadt Rostock