Enkeltrick - Nein danke!


Seniorensicherheitsberaterinnen und -berater geben Tipps gegen Betrug am Telefon und Internet

Die ältere Generation gehört zu einer bedeutenden Zielgruppe in der Kriminalprävention. Fast täglich werden Versuche unternommen, um ältere Menschen mit Trickstraftaten wie dem Enkeltrick, Haustürgeschäften oder falschen Gewinnversprechen zu verunsichern und zu verängstigen. Im schlimmsten Fall wird dabei das Ersparte durch die Betrüger ergaunert. Medienberichte zeigen, dass sich Betrüger als falsche Polizisten oder Mitarbeitende des Gesundheitsamtes ausgeben, um sich schamlos Zutritt zur Wohnung zu beschaffen.

In Zeiten von Kontaktbeschränkungen nutzen mehr und mehr ältere Menschen das Internet um Informationen oder Nachrichten zu recherchieren, einzukaufen, Bankgeschäfte zu erledigen oder mit entfernten Freunden und Familienmitgliedern über die sozialen Netzwerke im Kontakt zu bleiben. Die Möglichkeiten sind vielfältig und eine Chance der Teilhabe am gesellschaftlichen Miteinander, aus dem Wohnzimmer heraus.

Enkeltrick - Nein Danke!

Seniorensicherheitsberater Klaus-Dieter Karpuschkat im Dialog mit Seniorinnen und Senioren. Bildrechte: Kommunaler Präventionsrat


Die Beraterinnen und Berater appellieren: Bitte seien Sie skeptisch und lassen Sie sich Dienstausweise zeigen. Geben Sie keine Auskunft über Ihre persönlichen und finanziellen Verhältnisse. Haben Sie Zweifel, schließen Sie die Tür bzw. beenden Sie das Telefongespräch und rufen Sie den Notruf der Polizei unter Tel. 110.

Die aktuellen Tricks der Betrüger, aber vor allem wertvolle Hinweise für ein sicheres Verhalten im Internet bieten die Seniorensicherheitsberaterinnen und -berater mit ihren abwechslungsreichen Vorträgen, die landesweit in Mecklenburg-Vorpommern buchbar sind:

„Seniorensicherheit im Alltag“
- Verhalten an der Haustür
- Betrug durch Gewinnbenachrichtigungen
- Taschendiebstahl
- Einbruchschutz für Haus und Wohnung

„Senioren im Straßenverkehr – aber sicher“
- Senioren als Fußgänger, Radfahrer und Kraftfahrer
- Senioren als Nutzer des öffentlichen Nahverkehrs

„Senioren im Internet – aber sicher“
- Grundlagen der Sicherheit im Internet
- Kommunizieren mit E-Mail und Messenger
- Im Netz einkaufen und bezahlen
- Vernetzen mit Social Media

„Meine Werte, Deine Werte – In welcher Gesellschaft wollen wir leben?“
- Rolle des Extremismus und Populismus und die Wirkung auf unsere Demokratie
- Bedeutung eines wertschätzendes Miteinanders für das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung
- Umgang mit Hate Speech und Fake News

Die Seniorensicherheitsberaterinnen und -berater sind pensionierte Polizeibeamte, die ehrenamtlich und für Teilnehmende kostenfrei über Kriminalitätsrisiken informieren. Die Dauer des jeweiligen Vortrages beträgt etwa 90 Minuten und wird für Gruppen ab fünf Personen angeboten. Die Koordination und Dokumentation der Einsätze der Seniorensicherheitsberaterinnen und -berater in den Landkreisen bzw. der kreisfreien Städte erfolgt über die Geschäftsstellen der Präventionsräte.

Ansprechpartnerin:

Marlen Schmidt
Kommunaler Präventionsrat
Neuer Markt 1, 18055 Rostock
Tel. 0381 381-5450
E-Mail: praeventionsrat@rostock.de
www.rostock.de/praevention

Rostock - 30.12.2021
Quelle: Pressestelle Hanse- und Universitätsstadt Rostock