Nasse Landwirtschaft in MV


Minister Backhaus geht mit seinem Projekt baden

In der Antwort auf eine Kleine Anfrage zum Thema „Paludikultur“ muss das zuständige Ministerium zugeben, dass die wirtschaftliche Bedeutung, dieser von Minister Backhaus wie eine Monstranz vor sich hergetragene Form der Landwirtschaft vollkommen bedeutungslos ist. Dazu erklärt der naturschutzpolitische Sprecher und Parlamentarische Geschäftsführer der AfD-Fraktion, Thore Stein:

AfD - Thore Stein

(Foto: Privat)

„Minister Backhaus hat ganze Landstriche versenkt, Kulturlandschaften unter Wasser gesetzt und wertvolle Agrarflächen aus der Produktion genommen. Dabei hat er gerne betont, dass auf diesen Flächen in Zukunft eine ganz neue Form der Landwirtschaft, die sogenannte Paludikultur, entstehen wird. Der Erfolg scheint jedoch im Sumpf steckengeblieben zu sein, denn offenbar existiert bis heute keine nennenswerte Agrarsparte, die sich mit dem Anbau von „nassen Kulturen“ beschäftigt, geschweige denn irgendeine Form der Wertschöpfung generiert wird.

Gut gedacht ist noch lange nicht gut gemacht. Die Potentiale für den Anbau nachwachsender Rohstoffe, insbesondere für die Bauindustrie, sind durchaus gegeben. Wer aber nur den Naturschutzaspekt bei der Renaturierung von Nassflächen und Mooren im Auge hat und die wirtschaftlichen Möglichkeiten dabei nicht berücksichtigt, erreicht das Gegenteil von Akzeptanz.

Mecklenburg-Vorpommern braucht eine ganzheitliche Strategie zur Gewinnung und Verarbeitung von nachwachsenden Rohstoffen, sonst geht unser Bundesland auch in diesem Bereich baden.“

Schwerin - 21.06.2022
Text: AfD Fraktion im Landtag Mecklenburg-Vorpommern