Gleichberechtigung auf Schwedisch


„Swedish Dads“

Landesweite Fotoausstellung startet am 2. März in Anklam


Mit einer Kommunikationsoffensive wollen das Landeszentrum für Gleichstellung und Vereinbarkeit in MV (LZGV) und das Sozialministerium die partnerschaftliche Aufgabenverteilung im Familien- und Berufsalltag stärker in das öffentliche Interesse rücken. Kernstück ist eine landesweite Ausstellungstournee mit dem Titel „Swedish Dads“.

Gleichstellungsministerin Stefanie Drese hat die Schirmherrschaft für das Projekt „Apropos Partnerschaft. Macht’s gemeinsam!“ übernommen und eröffnet die Ausstellung des schwedischen Künstlers Johan Bävman am 2. März in Anklam. In der Fotoschau werden Väter porträtiert, die sich entschieden haben, mindestens sechs Monate mit ihren Kindern zu Hause zu bleiben.

„Wir können uns von Skandinavien im sozialen Bereich einiges abgucken. Dazu gehört vor allem auch das gleichberechtigte Verhältnis von Mann und Frau z.B. bei der Fürsorge und Erziehung der Kinder“, verdeutlicht Drese das Anliegen des Partnerschafts-Projektes. Schweden ist weltweit das erste Land, das Mutterschaftsurlaub durch Elternzeit ersetzte. Drese: „Klar ist aber auch, die gesetzlichen Regelungen sind Rahmenbedingungen, die auch gelebt werden müssen. Die Aushandlungsprozesse zur Gleichberechtigung finden in der Familie, aber auch in den Unternehmen statt, z.B. bei der Arbeitszeitgestaltung und Unternehmenskultur.“

Die Fotoausstellung wird von März bis Juni 2019 landesweit in zwölf Städten zu besichtigen sein. Flankiert wird sie durch zahlreiche und vielfältige regionale Veranstaltungen in Mecklenburg-Vorpommern zum Thema partnerschaftliche Vereinbarkeit in Erwerbs- und Privatleben.

Alle Informationen zum Projekt und zur Ausstellung sind unter nachfolgendem Link und im Anhang zu finden.

Schwerin - 20.02.2019
Quelle: Ministerium für Soziales, Integration und Gleichstellung


Fotoausstellung „Swedish Dads“ tourt durch Mecklenburg-Vorpommern

Sozialministerin Stefanie Drese (SPD) fordert stärkere Partnerschaftlichkeit, um Familie und Beruf besser zu vereinbaren


„Eine Mehrheit von 60 Prozent der Paare wünscht sich eine gleichberechtigte Beziehung, in der Erwerbs- und Familienarbeit fair verteilt sind. Doch nur eine Minderheit lebt entsprechend dieser Wünsche“, heißt es in einer Bilanz des Bundesfamilienministeriums aus dem Jahr 2015. Lässt sich diese Kluft von Wunsch und Wirklichkeit überbrücken? Was braucht es, um das Bewusstsein für mehr Partnerschaftlichkeit zu verändern? Diese Fragen führte das Landeszentrum für Gleichstellung und Vereinbarkeit in M-V (LZGV) und den schwedischen Künstler Johan Bävman zusammen. Von März bis Juni ist die Fotoausstellung „Swedish Dads“ mit Porträts von Vätern in Elternzeit in mehreren Städten in Mecklenburg-Vorpommern zu sehen.

Gleichstellungsministerin Stefanie Drese begrüßt die damit beförderte Diskussion über die gleichberechtigte Aufgabenverteilung im Familien- und Berufsalltag. „Eine faire Aufteilung liegt nicht nur im Interesse vieler Frauen. Auch Männer wollen sich gern mehr Zeit für ihre Kinder nehmen, haben aber noch viel zu oft mit Vorurteilen und Vorbehalten zu kämpfen. Die Ausstellung zeigt, welchen Gewinn Väter durch die Elternzeit haben und wie sich ihre Beziehung zu ihren Partnerinnen und Kindern dadurch verändert hat. Ich habe deshalb sehr gern die Schirmherrschaft übernommen“, sagte Drese auf der Auftaktveranstaltung heute im Anklamer Rathaus.

Die Ausstellung beleuchtet die Sicht von schwedischen Vätern, die sich für eine mindestens sechsmonatige Auszeit vom Beruf entschieden haben, um hauptverantwortlich den Familiennachwuchs zu betreuen. Die Besucherinnen und Besucher treffen auf berührende Porträts und Gedanken. Mit der Ausstellung können sowohl werdende und zukünftige Eltern als auch Arbeitgebende in eine Diskussion darüber einsteigen, wie eine fairere Verteilung von Arbeit in Familie und Beruf zwischen Männern und Frauen gelingen kann. Drese: „Die Berücksichtigung von Vereinbarkeitswünschen von Frauen und Männern wird in einem immer stärkeren Maße zu einem wichtigen Standortfaktor für Unternehmen, um ausreichend Fachkräfte zu finden bzw. zu halten.“

Die heute eröffnete Ausstellung wird noch bis zum 15. März 2019 im Anklamer Rathaus sowie in den umliegenden Geschäften zu sehen sein. Sie ist Teil der gemeinsamen Kommunikationsoffensive von LZGV und dem Sozialministerium mit dem Slogan „Apropos Partnerschaft. Macht’s gemeinsam!“. Im Anschluss folgen elf weitere Stationen in anderen Städten und Regionen Mecklenburg-Vorpommerns, z.B. in Neubrandenburg, Stralsund, Rostock, Grevesmühlen und Ludwigslust. In nahezu jeder Ausstellungsregion wurden mit Unterstützung regionaler Kooperationspartner Begleitveranstaltungen organisiert, darunter Vorträge, Workshops und Lesungen.

Weitere Informationen unter: http://www.landeszentrum-mv.de/apropos-partnerschaft.html

Das Landeszentrum für Gleichstellung und Vereinbarkeit in M-V ist ein Projekt des Landesfrauenrates MV e.V. und wird gefördert durch das Land Mecklenburg-Vorpommern aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds.

Schwerin - 02.03.2019
Quelle: Ministerium für Soziales, Integration und Gleichstellung