Die geschmückte Stadt


Bildhauerkunst im öffentlichen Raum in Rostock und Warnemünde zwischen 1800 und 1945


Das künstlerische Antlitz einer Stadt war zu allen Zeiten vielfältigen Einflussnahmen und sich wandelnden Anschauungen unterworfen. Nur selten fanden besonders innovative, originelle und ausdrucksstarke Werke den Weg in den öffentlichen Raum. Und wenn dies, allen Widrigkeiten zum Trotz, dennoch einmal geschehen ist, so standen die Aussichten denkbar schlecht, dass ein solches Objekt einen der gravierenden politischen Umbrüche oder den Rohstoffmangel in Kriegszeiten oder dem durch Geringschätzung und Vernachlässigung geförderten Vandalismus und Verfall unbeschadet überdauerte.

In Rostock und Warnemünde sind rund drei Viertel (!) aller vor dem Zweiten Weltkrieg entstandenen Bildhauerarbeiten im öffentlichen Raum gänzlich vernichtet oder nur noch in einem rudimentären Zustand überkommen. Alexander Schacht spürt während eines Vortrags am Donnerstag, 15. Februar 2018, ab 16 Uhr im Kulturhistorischen Museum den im 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts entstandenen Kunstwerken, Denkmälern und Brunnen von Rostock und Warnemünde nach und versucht, ihre Entstehungsgeschichte und ihr Schicksal zu klären.

Anlässlich des 800-jährigen Stadtjubiläums veranstaltet die Kulturhistorische Gesellschaft Rostock e.V. Vorträge zu stadthistorischen Themen. Alexander Schacht ist seit 2001 Mitarbeiter der Denkmalschutzbehörde des Landkreises Bad Doberan und hat zahlreiche Publikationen zur regionalen Kunst-und Kulturgeschichte verfasst.

Linktipp:
www.kulturhistorisches-museum-rostock.de

Rostock - 09.02.2018
Quelle: Pressestelle Hanse- und Universitätsstadt Rostock