CHRISTIAN ROHLFS (1849-1938). Fall der Fälle


„CHRISTIAN ROHLFS (1849–1938). Fall der Fälle.“ ab 9. Juni im Kulturhistorischen Museum zu sehen


Die Kunstausstellung „CHRISTIAN ROHLFS (1849–1938). Fall der Fälle.“ ist vom 9. Juni bis 24. September 2017 im Kulturhistorischen Museum innerhalb der Ausstellungsserie Rostocks Klassische Moderne: „Entartete Kunst“ aus dem Nachlass des Kunsthändlers Bernhard A. Böhmer zu sehen.

Die farbenprächtigen Gemälde und Grafiken des facettenreichen Künstlers Christian Rohlfs eröffnen die außergewöhnliche Ausstellungsserie mit hochkarätigen Meisterwerken von Lyonel Feininger, Oskar Schlemmer, Rudolf Belling, Max Pechstein, Erich Heckel, Ernst Barlach und anderen deutschen Künstlern. Die einzelnen Ausstellungen widmen sich den Schicksalen einzelner Künstler oder Künstlergruppen und dem dubiosen Weg ihrer verfemten Kunst nach Rostock.

Um 1900 brachen avantgardistische Künstler in ganz Europa mit der traditionellen Kunst und schufen die Klassische Moderne. Christian Rohlfs war einer von diesen „eigenartigen“ Individualisten. Mit dem Fall des schleswig-holsteinischen Naturburschen vom Apfelbaum begann der märchenhaft anmutende Aufstieg zum Mitglied der Preußischen Akademie der Künste. Mit dem traditionellen Repertoire von Formen und Farben erntete Rohlfs erste Lorbeeren. Auf denen ruhte er sich nicht aus. Nie enden wollende Experimente prägten seine stilistische Entwicklung über Impressionismus zum Expressionismus. Die Zeit war aus den Fugen und er verdichtete sein Inneres zu symbolischen Zeichen. Die ungebändigte Naturverbundenheit bricht in seinem Spätwerk wieder hervor: Rohlfs‘ ganz eigener lyrischer Expressionismus betört mit farbintensiven Blumenbildern.

Die fragilen und wertvollen Kunstwerke sind nur kurzzeitig in dieser Sonderausstellung zeigen. Das Begleitprogramm zur Ausstellung ist im Internet zu finden unter www.kulturhistorisches-museum-rostock.de/sonderausstellungen/aktuell.html

Rostock - 31.05.2017
Text: Pressestelle Universitäts- und Hansestadt Rostock