Arts summer


Wie wollen wir in Zukunft miteinander leben, arbeiten, Kunst machen?

Prora, Insel Rügen - Der Koloss von Prora, ein nie fertiggestellter Nazibau. Mit etwa 4,5 km Länge das längste Gebäude der Welt. 20.000 Menschen sollten in dem „Kraft durch Freude“-Bau gleichzeitig Erholung finden. Mit Kriegsbeginn wurden die Arbeiten eingestellt. 5 Blöcke mit 6 Etagen (+ zwei unterirdische) stehen jedoch. Seit 2004 hält die Gentrifizierung Einzug. Der letzte Block ging Anfang des Jahres an einen privaten Investor. Luxuswohnungen mit Swimming Pool vor der Tür reihen sich an mehrere Luxushotels. Im Norden ist seit 2011 eine Jugendherberge mit Zeltplatz. In den kommenden Jahren werden Geschäfte, Arztpraxen und ein Sport- und Kongresszentrum folgen. Bereits seit 2000 gibt es ein Dokumentationszentrum mit Dauer- und Wechselausstellungen.

Das Doku-Zentrum in Prora verwandelt sich nun für eine Woche in ein Residenzzentrum für Künstler*innen, Kunststudierende und –interessierte, Architekt*innen, Denker*innen, Planer*innen und junge Menschen aus der Region oder dem Rest der Welt. Noch ist vieles unsaniert und nicht für die Öffentlichkeit zugänglich. In Ateliers, in Studios und auf Probebühnen, am Küchentisch, in versteckten Kellern und Hallen oder natürlich am Strand erschaffen wir Freiräume und zelebrieren das Zusammenleben und –wirken der Künste. Unser Ansatz ist experimentell, interdisziplinär, kollektiv, inklusiv und offen für alle Künste, Ausdrucksformen und Herkünfte. Inspiriert durch das Black Mountain College und das aktuell allgegenwärtiges hundertjährige Bauhaus-Jubiläum fragen wir uns: Wie wollen wir in Zukunft zusammen leben, arbeiten, Kunst machen? An Orten wie Prora oder anderswo...

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Gefördert durch das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur M-V, den Vorpommern Fonds und die Ehrenamtsstiftung M-V

Kontakt: Dörte Wolter / Tanja Pfefferlein bauhaus100@jks-vr.de