Rostocker und Wismarer Kinder-Unis


Justizministerin Katy Hoffmeister (CDU) hält Vorlesungen an Rostocker und Wismarer Kinder-Unis

Am Beispiel eines gespielten Gerichtsverfahrens erklärt Ministerin Katy Hoffmeister die Justiz: „Das Recht und die Gerechtigkeit frühzeitig verstehen, ist wichtig“

„Schon die kleinsten unserer Gesellschaft haben Rechte und Pflichten, auch sie müssen sich an die Spielregeln unseres gemeinsamen Lebens halten. Wer das in jungen Jahren verinnerlicht, wird höchstwahrscheinlich als Jugendlicher oder auch Erwachsener nicht straffällig. Daher bin ich den Kinder-Unis in Rostock und Wismar sehr dankbar, dass sie sich diesen Monat der Justiz widmen“, sagt Justizministerin Hoffmeister vor den Veranstaltungen.

In Rostock lautet das Thema heute: „Warum darf man nicht alles, was man will?“ An der Kinder-Uni Wismar ist die Ministerin am Freitag Dozentin zum Thema: „Warum ist Strafe manchmal notwendig?“

Justiz ist für viele nicht immer sofort verständlich. Denn die Zusammenhänge sind oft komplex. Urteile sind stets im Kontext der vorangegangenen Verhandlung zu sehen. Und nicht jeder, dem etwas vorgeworfen wird, ist auch schuldig. Denn wenn einer Person trotz eines Verdachts die Straftat nicht nachgewiesen werden kann, ist sie unschuldig. Und auch wenn ein Mensch im Gericht zu einer Gefängnisstrafe verurteilt wird, so ist das oberste Ziel, diesen Menschen wieder in die Gesellschaft zu integrieren. Das heißt, in den Gefängnissen wird alles dafür getan, dass der Gefangene auf seine Entlassung und ein Leben ohne neue Straftaten vorbereitet wird. Das versuche ich den Kindern zu vermitteln. Wir haben ein Rollenspiel einer Straftat und eines anschließenden Gerichtsverfahrens vorbereitet. Dafür haben sich dankenswerterweise Juristen aus dem Justizministerium bereiterklärt. Denn auch sie wissen aus ihrer beruflichen Erfahrung heraus, dass es gut ist, schon bei Kindern das Verständnis für Recht und Gerechtigkeit zu vermitteln“, so Ministerin Hoffmeister.

Schwerin - 27.03.2019
Quelle: Justizministerium