Geflügelpest bei Vögeln in Wismar nachgewiesen


Geflügelpest bei gehaltenen Vögeln in Wismar nachgewiesen: Landkreis ordnet Biosicherheitsmaßnahmen an

Der Fachdienst Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt des Landkreises informiert:

In einer privaten Vogelhaltung in Wismar mit 18 Hühnern und 9 Enten wurde am Freitag, 05.11.2021 der Ausbruch der Geflügelpest durch den Amtstierarzt amtlich festgestellt. Bis Mittwoch waren in dem Bestand 3 Enten verendet und daraufhin die Tierkörper zur Untersuchung an das Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei in Rostock (LALLF) eingesandt worden. Nachdem am Donnerstag im LALLF der Nachweis von aviärem Influenza-A-Virus des Subtyps H5 vorlag, wurden Proben an das Nationale Referenzlabor beim Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) zur Bestätigung und weiterführenden Diagnostik weitergeleitet.


Vom FLI wurde nunmehr das Vorliegen des hochpathogenen Subtyps H5N1 des Aviären Influenzavirus bestätigt. Damit war die Geflügelpest amtlich festzustellen. Die tierschutzgerechte Tötung und unschädliche Beseitigung der Tiere sowie die ersten Desinfektionsmaßnahmen sind bereits erfolgt.

Die Haltung liegt in unmittelbarer Nähe zu einem Gewässer mit Wildvogelvorkommen. Der Tierhalter berichtete, dass wilde Stockenten immer mal wieder in die Haltung eingeflogen sind um „Futter zu klauen“ und es zu einem direkten Kontakt mit den eigenen Enten gekommen sei. Über diesen Weg ist das Virus in den Bestand gelangt mit dramatischen Folgen für die Tiere.

Landrat Tino Schomann zu dem Fall: „Auch wenn wir bislang noch keinen Virusnachweis in der Wildvogelpopulation bei uns festgestellt haben zeigt uns dieser Fall eindrucksvoll, welche reale Infektionsgefahr von den Wildvögeln ausgeht. Tierhalter dürfen diese Gefahr zum Schutze ihrer Tiere und der hiesigen Geflügelbetriebe nicht unterschätzen.“ Für alle privaten Geflügelhalter im gesamten Landkreisgebiet und in der Hansestadt Wismar gilt es die Biosicherheitsmaßnahmen einzuhalten:

Wenn auf Grund der örtlichen Gegebenheiten (z.B. Hofteich, unmittelbarer Zugang zu einem Gewässer, Wildvogeleinflug) keine sichere Barriere zwischen Wildvögeln- insbesondere zu Wildenten, Wildgänse, Schwäne und aasfressende Wildvögel- und dem Hausgeflügelbestand herzustellen ist, sind die Tiere in einem geschlossenen Stall oder in einer Wildvogel sicheren Voliere zu halten.


Die entsprechende Allgemeinverfügung finden Sie auf der Internetseite des Landkreises.
https://www.nordwestmecklenburg.de/de/oeffentliche_bekanntmachungen.html

Bei fachspezifischen Fragen stehen Ihnen die Mitarbeiter des Veterinäramtes zur Verfügung (03841- 3040 3901). In Notfällen ist über die Leitstelle Westmecklenburg 0385-50000 der Bereitschaftsdienst der Amtstierärzte erreichbar. Weitere Informationen zum Thema Geflügelpest finden Sie hier: https://www.nordwestmecklenburg.de/de/tiere.html

Wismar - 05.11.2021
Quelle: Pressestelle Landkreis Vorpommern-Rügen


Weiterer Fall von Geflügelpest in einer Hobbyhaltung nachgewiesen

Der Fachdienst Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt des Landkreises informiert:

In einer privaten Geflügelhaltung in der Gemeinde Hohenkirchen im Ortsteil Alt Jassewitz mit 17 Hühnern, 28 Enten und 2 Gänsen wurde am Montag, 08.11.2021 der Ausbruch der Geflügelpest amtlich festgestellt. In den letzten Tagen waren in dem Bestand 10 Enten und 1 Gans verendet. Daraufhin wurden fünf Tierkörper am Samstag zur Untersuchung an das Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei in Rostock (LALLF) eingesandt.

Vom Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) wurde nunmehr in allen Proben das Vorliegen des hochpathogenen Subtyps H5N1 des Aviären Influenzavirus bestätigt. Die tierschutzgerechte Tötung und unschädliche Beseitigung der Tiere sowie die ersten Desinfektionsmaßnahmen sind bereits erfolgt. Auf dem Grundstück befindet sich ein Hofteich zu dem auch die eigenen Enten Zugang hatten und es so zu direktem Kontakten mit wilden Stockenten kam.

Landrat Tino Schomann zu diesem erneuten Auftreten der Geflügelpest im Landkreis: „In den letzten Wochen haben wir mehrfach vor diesem speziellen Risiko gewarnt und zur Einhaltung der Biosicherheitsvorschriften aufgefordert. Ich möchte nochmal klarstellen: direkte und indirekte Kontakte zwischen Wildvögeln und dem eigenen Geflügelbestand müssen sicher verhindert werden! Anderenfalls muss das Geflügel in den Stall bzw. in eine Voliere. Wer dagegen verstößt, riskiert die Gesundheit seiner Tiere, gefährdet damit auch andere Geflügelhalter und muss mit empfindlichen Geldstrafen rechnen.“

Auch Landeslandwirtschaftminister Til Backhaus meldet sich zu Wort und sagt voraus: „Die Fälle machen deutlich, dass das Geschehen mit Blick auf die bevorstehende kalte Jahreszeit weiter an Fahrt aufnimmt. Wir können davon ausgehen, dass uns das Thema die kommenden Monate intensiv beschäftigen wird.“

Zum Schutz vor der Geflügelpest hat der Landkreis um den Bestand eine Schutzzone (Sperrbezirk) von 3 km und eine Überwachungszone (Beobachtungsgebiet) von 10 km festgelegt. Hier gelten spezielle Vorschriften, was das Betreten der Bestände, deren Aufstallung und die Vermarktung von Produkten betreffen. Die entsprechende Allgemeinverfügung ist hier bekanntgemacht:
https://www.nordwestmecklenburg.de/de/oeffentliche_bekanntmachungen.html

Darüber hinaus gilt in der Schutzzone generell die Stallpflicht (außer für Tauben) bzw. ist nur die Haltung in Wildvogel sicheren Volieren möglich. Die Aufstallung wird mindestens 21 Tage andauern.

In der Überwachungszone und im gesamten Landkreis gilt:
Wenn auf Grund der örtlichen Gegebenheiten (z.B. Hofteich, unmittelbarer Zugang zu einem Gewässer, Wildvogeleinflug) keine sichere Barriere zwischen Wildvögeln- insbesondere zu Wildenten, Wildgänsen, Schwänen und aasfressende Wildvögel- und dem Hausgeflügelbestand herzustellen ist, dann gilt auch hier die Stallpflicht oder die Haltung in einer Wildvogel sicheren Voliere.

Zudem sind die allgemeinen Biosicherheitsmaßnahmen einzuhalten:


Allgemeine Geflügelpestsituation in Deutschland:

Mittlerweile wurde bei über 70 Wildvögeln (Wildenten, Wildgänsen, Schwäne, Möwen, Raubvögel) vornehmlich in Schleswig-Holstein, Niedersachsen und MV und in 7 Geflügelbeständen sowie in einem Tierpark die Geflügelpest nachgewiesen.

Bei fachspezifischen Fragen stehen Ihnen die Mitarbeiter des Veterinäramtes zur Verfügung (03841- 3040 3901). In Notfällen ist über die Leitstelle Westmecklenburg 0385-50000 der Bereitschaftsdienst der Amtstierärzte erreichbar. Weitere Informationen finden Sie auch hier: https://www.nordwestmecklenburg.de/de/tiere.html

Wismar - 08.11.2021
Quelle: Pressestelle Landkreis Nordwestmecklenburg


Der Fachdienst Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt des Landkreises Nordwestmecklenburg informiert:
Nunmehr auch erster Nachweis der Geflügelpest bei einem Wildvogel im Landkreis NWM

Nachdem kürzlich die Geflügelpest in 2 Hobbyhaltungen in Wismar und in der Gemeinde Hohenkirchen festgestellt wurde gab es nunmehr auch den ersten Nachweis bei einem Wildvogel im Landkreis. Bei einer am Wariner See tot aufgefundenen Graugans wurde der hochpathogene Subtyp H5N1 des Aviären Influenzavirus nachgewiesen. Landrat Tino Schomann zu der der erneuten Fallmeldung: „Wir müssen von einer weiten Verbreitung des Virus in der Wildvogelpopulation ausgehen. Geflügelhalter müssen ihre Tiere schützen und sich an die angeordneten Biosicherheitsmaßnahmen halten. „

Bei fachspezifischen Fragen stehen Ihnen die Mitarbeiter des Veterinäramtes zur Verfügung (03841- 3040 3901). In Notfällen ist über die Leitstelle Westmecklenburg 0385-50000 der Bereitschaftsdienst der Amtstierärzte erreichbar. Weitere Informationen finden Sie auch hier: https://www.nordwestmecklenburg.de/de/tiere.html

Wismar - 10.11.2021
Quelle: Pressestelle Landkreis Nordwestmecklenburg