Fluchtursachen und ihre Bekämpfung


Afghanistan 2018 Fluchtursachen und ihre Bekämpfung


Wismar - Mit den Fragen, warum Menschen aus ihren Heimatländern flüchten, worin die Ursachen liegen und wie sich das verhindern lässt, befasst sich ein Vortragsabend, zu dem die Stadtbibliothek und das Büro für Chancengleichheit einladen.

"Afghanistan 2018: Fluchtursachen und Bekämpfung - 30 Jahre Erfahrung am Hindukusch" ist der Titel des Vortrages von Dr. med. Reinhard Erös, Oberstarzt der Bundeswehr a.D. Er kennt Afghanistan seit über 30 Jahren.

In den 80er Jahren, während der sowjetischen Besatzung des Landes, hat er über fünf Jahre unter Kriegsbedingungen die Bevölkerung in den Bergen ärztlich versorgt. Nach dem Sturz der Taliban gründete er 2001 mit seiner Familie die Stiftung "Kinderhilfe Afghanistan".

Fluchtursachen

Reinhard Erös mit einem Schulmädchen (Bild Copyright: Reinhard Erös


Anders als in den 80er Jahren sind die jetzigen Flüchtlinge zumeist junge Männer. Mehr als die Hälfte der Unbegleiteten Minderjährigen Flüchtlinge sind Afghanen. Die heutigen afghanischen Flüchtlinge sind wenig gebildet, etwa die Hälfte sind faktisch Analphabeten, ohne jede Berufsausbildung. Sie drängen nach Deutschland, um hier Geld zu verdienen und damit ihre Familien zu Hause zu unterstützen.

"Will man den Flüchtlingsstrom aus Afghanistan stoppen, muss unsere Politik dafür sorgen, dass die afghanische Jugend in ihrer Heimat eine Lebensperspektive sieht, dass sie im Land bleiben kann, auch um sich am Aufbau eines geordneten Staatssystem zu beteiligen" sagt Erös.

Die Kinderhilfe Afghanistan hat seit 2002 hat genau das versucht. Über die vielen Möglichkeiten, tatsächlich zu helfen, berichtet Dr. Erös am 20. Februar um 19.00 Uhr im Zeughaus. Karten für diesen Abend gibt es ab sofort in der Stadtbibliothek für 5,00 Euro im Vorverkauf.

Vorbestellungen unter 03841 251 4020 oder stadtbibliothek@wismar.de.
Restkarten gibt es an der Abendkasse für 7,00 Euro.

Wismar - 28.01.2019
Quelle: Pressestelle Hansestadt Wismar