Digitale Infrastruktur in Nordwestmecklenburg


Digitale Infrastruktur in Nordwestmecklenburg wird ausgebaut

Der Landkreis Nordwestmecklenburg beauftragt die Wemacom Breitband GmbH mit dem Ausbau der digitalen Infrastruktur nahezu im gesamten Kreisgebiet. Die entsprechenden Verträge werden die Landrätin des Landkreises Nordwestmecklenburg, Kerstin Weiss und die Geschäftsführer der Wemacom, Martin Retzlaff und Thorsten Speth, am Montag (20.08.2018) unterzeichnen. Digitalisierungsminister Christian Pegel nimmt an der Vertragsunterzeichnung für die Umsetzung des Breitbandausbaus im Landkreis Nordwestmecklenburg teil.

Mit der Umsetzung der 14 Projekte sollen rund 35.700 Haushalte und ca. 4.900 Unternehmen an das schnelle Internet angeschlossen werden. Die Wemacom beabsichtigt, im gesamten Ausbaugebiet ein reines Glasfasernetz mit FTTB/H-Standard einzurichten, also mit Glaserfaseranschlüssen bis an die Gebäude bzw. Wohneinheiten.

Insgesamt hat der Landkreis für den Breitbandausbau 180 Millionen Euro veranschlagt. Davon trägt der Bund 113 Millionen Euro, das Land unterstützt mit Fördermitteln in Höhe von rund 43 Millionen Euro. Um die übrigen 24 Millionen Euro Eigenanteil zu stemmen, kann der Landkreis auf den Kommunalen Aufbaufonds zugreifen.

Hintergrund

Um deutschlandweit eine flächendeckende Breitbandabdeckung mit Datenraten von mindestens 50 Mbit/s zu erreichen, stellt der Bund in mehreren Etappen mehr als zwei Milliarden Euro Fördermittel bereit. Die Förderung des Bundes beträgt bis zu 70 Prozent der förderfähigen Kosten eines Ausbauprojekts. Um den verbleibenden kommunalen Eigenanteil zu verringern, stellt das Land Mecklenburg-Vorpommern ergänzend eine Kofinanzierung zum Breitbandausbau bereit. Der Eigenanteil der Landkreise beträgt zehn Prozent. Dieser wird aus dem Kommunalen Aufbaufonds finanziert und belastet deshalb nicht die einzelnen Kommunen. Das Land finanziert diese Ausgaben des Kommunalen Aufbaufonds aus der Haushaltsrücklage des Landes vor.

Sämtliche 93 Projektgebiete, mit denen Mecklenburg-Vorpommern nahezu flächendeckend für den Breitbandausbau überplant worden ist, erhielten den Zuschlag vom Bund. Damit konnten rund 832 Millionen Euro Bundesmittel nach M-V geholt werden. Das Land wird aus der Haushaltsrücklage eine knappe halbe Milliarde Euro als Kofinanzierung des Landes sowie für den kommunalen Eigenanteil beitragen. Damit stehen insgesamt ca. 1,3 Milliarden Euro für den Breitbandausbau zur Verfügung.

Schwerin - 16.08.2018
Quelle: Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung