Brutale Attacke in Wismar


Ministerin Stefanie Drese (SPD) verurteilt brutale Attacke in Wismar

Sozialministerin Stefanie Drese ist entsetzt über den brutalen und feigen Angriff von drei Tätern auf einen Zuwanderer in Wismar.

"Ich wünsche dem Opfer rasche und vollständige Genesung. Dieser abscheuliche Vorfall wird hoffentlich schnell aufgeklärt. Wir dürfen nicht zulassen, dass eine fremdenfeindliche Stimmung um sich greift, die Wegbereiterin solcher Taten ist. Das sollten wir gerade in Mecklenburg-Vorpommern aus den schrecklichen Vorkommnissen in Rostock-Lichtenhagen 1992 gelernt haben. Hier ist neben der staatlichen Ebene auch die Zivilgesellschaft gefordert, offensiv für unsere Werte von Freiheit, Weltoffenheit, Akzeptanz und Solidarität einzutreten.“

Schwerin - 30.08.2018
Quelle: Ministerium für Soziales, Integration und Gleichstellung


Erklärung des Bürgermeisters der Hansestadt Wismar, Thomas Beyer, zu fremdenfeindlichem, tätlichen Angriff auf einen Migranten am 29.08.2018 in Wismar

„Ich bin entsetzt über diese abscheuliche Tat und verurteile sie schärfstens!

Mein Mitgefühl gilt dem Opfer und ich wünsche dem jungen Mann eine schnelle und vollständige Genesung von den ihm zugefügten seelischen und körperlichen Wunden. Ich hoffe, dass die kriminellen Gewalttäter durch die Polizei schnell ermittelt werden können.

Ich halte die Tat für ein Ergebnis des unsäglichen Wirkens von Brandstiftern, die derzeit in ganz Deutschland versuchen, aus einer unentschuldbaren Straftat in Chemnitz politisches Kapital zu schlagen.

Es ist unter keinen Umständen hinnehmbar, dass Menschen in unserem Land, gleichgültig ob Bürger, Gäste, Migranten oder Asylbewerber, an Leib und Leben bedroht werden!
Ich wünsche mir, dass die Zivilgesellschaft in Wismar noch mehr Flagge zeigt, zusammensteht und dafür sorgt, dass wir eine offene Stadtgesellschaft bleiben“.

Zum Vorfall hier der Text der Pressemitteilung der Polizei:

Am 29.08.2018 um ca. 22:18 Uhr ereignete sich eine gefährliche Körperverletzung im Bereich der Käthe-Kollwitz-Promenade in Wismar. Der geschädigte 20-jährige Zuwanderer befand sich alleine auf dem Heimweg. In der Parkanlage im Bereich der Käthe-Kollwitz-Promenade wurde er durch drei deutsch sprechende Tatverdächtige angehalten und ausländerfeindlich betitelt. Zwei Tatverdächtige schlugen dem Geschädigten dann ins Gesicht. Der Dritte schlug ihm mit einer Eisenkette gegen die Schulter und Rippen. Dadurch ging der 20-Jährige zu Boden. Dort wurde er durch die drei Angreifer getreten. Anschließend flüchteten die Tatverdächtigen. Der Geschädigte erlitt u.a. eine Nasenbeinfraktur, Hämatome im Gesicht und am Oberkörper. Die Polizei hat die weiteren Ermittlungen aufgenommen. Zeugen, welche Beobachtungen zum Sachverhalt gemacht haben oder weitere sachdienliche Informationen mitteilen können, werden gebeten sich beim Polizeihauptrevier Wismar unter der Telefonnummer 03841 / 2030 zu melden.

Wismar - 30.08.2018
Quelle: Pressestelle Hansestadt Wismar