Unterrichtsausfall bleibt konstant


Unterrichtsausfall an allgemein bildenden Schulen bleibt konstant

Ministerin Birgit Hesse (SPD): Die Situation kann von Schule zu Schule unterschiedlich sein

An den staatlichen allgemein bildenden Schulen in Mecklenburg-Vorpommern ist im ersten Halbjahr des Schuljahres 2018/2019 rein statistisch genauso viel Unterricht ausgefallen wie im Vorjahreszeitraum. Das geht aus dem aktuellen Bericht zum Unterrichtsausfall und Vertretungsunterricht hervor. Der originäre Unterrichtsausfall lag im vergangenen Schulhalbjahr bei 2,2 Prozent. Seit dem ersten Halbjahr des Schuljahres 2007/2008 schwankt der Unterrichtsausfall an den allgemein bildenden Schulen lediglich gering.

„Wenn an unseren Schulen Unterricht ausfällt, ist das nie eine gute Nachricht“, betonte Bildungsministerin Birgit Hesse. „Die Situation kann von Schule zu Schule sehr unterschiedlich sein. Die landesweiten Zahlen zum Unterrichtsfall sind daher nicht mehr als ein Gradmesser. Aber die Zahlen sind wichtig, weil wir sehen, dass bei angespannter Personalsituation in den Lehrerzimmern der Unterrichtsausfall nicht weiter gestiegen ist. Ich danke den Lehrerinnen und Lehrern, die einspringen, wenn Kolleginnen und Kollegen plötzlich krank werden oder länger fehlen. Der Anteil des zur Vertretung angefallenen Unterrichts war mit 10,5 Prozent zwar hoch, entspricht jedoch etwa dem Wert des Vorjahreszeitraums“, erläuterte Hesse.

An den staatlichen beruflichen Schulen ist der Unterrichtsausfall im ersten Halbjahr des Schuljahres 2018/2019 gestiegen, wie aus dem Bericht weiter hervorgeht. Der Unterrichtsausfall an den beruflichen Schulen erreichte einen Anteil von 7,7 Prozent. Das sind 1,5 Prozentpunkte mehr als im Vorjahreszeitraum. Im ersten Halbjahr des Schuljahres 2017/2018 lag der Anteil der ausgefallenen Unterrichtsstunden bei 6,2 Prozent.

„Die Zahlen zum Unterrichtsausfall an den beruflichen Schulen betrachte ich mit Sorge“, sagte Bildungsministerin Hesse. „Krankmeldungen stellen die Schulleiterinnen und Schulleiter vor nahezu unlösbare Herausforderungen. In Phasen des Blockunterrichts ist es wegen des breiten Fächerspektrums schwer, für Ersatz zu sorgen. Auch an beruflichen Schulen verhindern Lehrerinnen und Lehrer, dass Unterricht ausfällt, indem sie Vertretungsunterricht erteilen. Wir werden diese Situation nur ändern können, wenn mehr junge Menschen den Lehrerberuf ergreifen. Dies gilt auch für berufliche Schulen. Hier gibt es zudem die Möglichkeit zum Quereinstieg über ein Referendariat“, sagte Hesse.

Der Bericht mit Angaben zur fachbezogenen Stillarbeit, zu den Zusammenlegungen von Kursen und Klassen sowie weiteren Maßnahmen zur Absicherung des Unterrichts ist auf der Internetseite des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur einsehbar.

Schwerin - 17.05.2019
Quelle: Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur