Wissenschaftler untersuchen gestrandeten Buckelwal


Wissenschaftler des Deutschen Meeresmuseums untersuchen im NAUTINEUM Stralsund gestrandeten Buckelwal

(Stralsund, 10.06.18) Bereits am Samstag, 09.06.18, wurde an der Ostseeküste vor Graal-Müritz ein Buckelwal angeschwemmt.

Deutsches Meeresmuseum

Die Wissenschaftler Linda Westphal (l.) und Dr. Vivica von Vietinghoff (r.) beim Vermessen des toten Buckelwales im NAUTINEUM Stralsund; dabei hilft Martin Lindner. (Foto: Dr. Harald Benke / Deutsches Meeresmuseum)


Mit Hilfe der Freiwilligen Feuerwehr und der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) Graal-Müritz konnte der tote Wal geborgen werden. Durch Unterstützung des Technischen Hilfswerkes (THW) Stralsund wurde der Meeressäuger ins Stralsunder NAUTINEUM auf dem Kleinen Dänholm transportiert. Dort wird das Tier derzeit von Wissenschaftlern des Deutschen Meeresmuseums seziert. Laut Museumsdirektor und Walforscher Dr. Harald Benke handelt es sich bei dem ca. 8,65 Meter großen und ca. vier Tonnen schweren Weibchen vermutlich um ein verirrtes Jungtier, das etwa seit einer Woche tot ist. Buckelwale sind sonst nicht in der Ostsee heimisch, sondern leben in den großen Ozeanen, wie Atlantik und Pazifik. Woran der Wal gestorben sei, ist derzeit noch unklar. Weitere Erkenntnisse erhoffen sich die Stralsunder Walforscher u. a. durch Untersuchungen des Mageninhalts und durch weitere Probenahmen.

Deutsches Meeresmuseum

Das tote Buckelwalweibchen bei der Bergung am Strand von Graal-Müritz, bevor es ins NAUTINEUM Stralsund gebracht wurde. (Foto: Dr. Timo Moritz / Deutsches Meeresmuseum)


Text: Deutsches Meeresmuseum (DMM)