Privatisierung kommunalen Wohneigentums


SPD Fraktion vor Ort: Vor- und Nachteile der Privatisierung kommunalen Wohneigentums

Die SPD-Kreistagsfraktion lädt am Freitag, den 23. November, ab 18.30 Uhr zu diesem Thema in das Golfhotel Strelapark in Kaschow zu einer Podiumsdiskussion ein. Bezahlbares Wohnen ist ein hochaktuelles Thema. Zum einen spitzt sich die Situation mancherorts aufgrund des Fehlens von Wohnraum dramatisch zu. Die Politik reagiert darauf mit Instrumenten wie Mietpreisbremse und Baukindergeld. Auf der anderen Seite gibt es aber auch Regionen, die geprägt sind von Einwohnerschwund, Leerstand, hohem Sanierungsbedarf öffentlicher Wohnungen bei gleichzeitig leeren Kassen. Anlässlich des anstehenden Bürgerentscheides über die Zukunft der Gemeinnützigen Wohnungsbaugesellschaft mbH Grimmen soll die Veranstaltung sich dieses Themas annehmen.

Als Podiumsteilnehmer wird Andreas Breitner erwartet. Andreas Breitner ist Direktor des Verbandes norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW) und war Innenminister in Schleswig-Holstein. Er wird unter anderem ein Gegenmodell vorstellen, das ein Zukunftskonzept beinhaltet und eine wirtschaftliche Alternative zum Verkauf darstellt.

Der Fraktionsvorsitzende der Kreistagsfraktion Mario Bauch aus Grimmen führt zur aktuellen Situation aus: „Ein Verkauf an Privatunternehmen erscheint oft als verlockender Ausweg, aber wir denken, das man nicht sein Tafelsilber verkaufen sollte, sondern dass auch andere Wege geprüft werden müssen, so dass die Kommune ihre Einflussmöglichkeiten auf den Wohnungsbestand und die Miethöhe nicht verliert.“

Stralsund - 17.11.2018
Quelle: SPD-Kreistagsfraktion im Landkreis Vorpommern-Rügen


Vor- und Nachteile der Privatisierung kommunalen Wohneigentums SPD-Kreistagsfraktion gegen Privatisierung der GWG

Am 23. und 24.11.2018 hat die SPD-Kreistagsfraktion ihre Klausurtagung abgehalten. Dabei hat sie sich eindeutig gegen die Privatisierung der GWG positioniert. Der Fraktionsvorsitzende Mario Bauch aus Grimmen führte hierzu an: „Wir haben gemeinsam mit den Grimmern, Landesbauminister Christian Pegel und Andreas Breitner vom VNW am vergangenen Freitag das Für und Wider noch einmal abgewogen. Das Ergebnis ist klar: Ein Verkauf der GWG an Privatunternehmen kommt für uns nicht in Frage. Bei einer Privatisierung der GWG ist zu befürchten, dass die Mieten steigen, die Stadt nur noch einen geringen Einfluss auf die Stadtentwicklung besitzt und einheimische Unternehmen nicht mehr beauftragt werden. Außerdem wies Andreas Breitner darauf hin, dass auch die Wohnungsgenossenschaft Grimmen erheblich in Mitleidenschaft gezogen werden wird, da der private Investor versuchen wird, diese aus dem Markt zu drängen.“

Außerdem informierte sich die SPD-Kreistagsfraktion auf ihrer Klausurtagung über die Eckdaten des Doppelhaushaltes 2018/2019 und die Situation des ÖPNV.

Stralsund - 26.11.2018
Quelle: SPD-Kreistagsfraktion im Landkreis Vorpommern-Rügen