Offensive für Ausbildung im Landkreis gefordert


SPD fordert Offensive für Ausbildung im Landkreis und Hotelfachschule nach Vorpommern


„Die SPD-Fraktion begrüßt, dass das Land an eine private Hotelfachschule denkt und fordert, dass diese im östlichen Landesteil angesiedelt wird“, so der Fraktionsvorsitzende Stefan Kerth. Gleichzeitig mahnt er eine Offensive für Ausbildung an, denn: „Es ist sehr erfreulich, dass auch die Werft wieder Aufschwung nimmt. Aber wir müssen jetzt aktiv werden, damit diese Entwicklung nachhaltig ist, indem wir beispielsweise bei den Berufsschulen Prioritäten setzen, die die Entwicklung in Stralsund flankieren. Ein schwerer Rückschlag für den Landkreis ist beispielsweise die Verlegung der Tischlerklasse von Sassnitz nach Wolgast.“

Auf diesem Feld sieht Fraktionschef Kerth Handlungsbedarf und fordert einen Runden Tisch für Ausbildung im Landkreis: „Alle betroffenen Akteure, die dafür erforderlich sind, die Nähe zwischen Schulen und Unternehmen zu aktivieren, müssen an einen Tisch, um ein Konzept für morgen zu entwickeln und zu sehen, was in fünf Jahren an Berufsfeldern und Fachkräften gebraucht wird. Die Berufsschule im Landkreis darf nicht weiter ab-, sondern muss aufgebaut werden. Auch die Aufgaben einer Hotelfachschule ließen sich mit unserer Berufsschule koordinieren. Probleme der Ausbildungsreife müssen angegangen; Praxistage für Schüler, Stärkung bestehender Berufsgänge und Erschließung neuer Berufsfelder können eine forcierte Ausbildungsoffensive im Landkreis entfachen, um für künftige Arbeitnehmer und Arbeitgeber bestmögliche Voraussetzungen schaffen. Das ist unser Ziel.“

Man darf sich auf keinen Fall auf dem Erfolg der Werft ausruhen, denn der Landkreis besteht nicht nur aus Stralsund, zum Beispiel auch der Mukran Port lege wieder zu. Und neben der Zulieferindustrie für Schiffbau und Handwerk sind der Hotel- und Gaststättenbereich und die Pflege am stärksten betroffen vom Auszubildendenmangel. „Dieses kann nur ein Baustein sein, um dem Fachkräftemangel zu begegnen. Wenn junge Leute irgendwo anders ihre Ausbildung absolvieren, bleiben sie oft auch gleich weg. Auch hohe Fahrtzeiten und -kosten zur Berufsschule wirken abschreckend“, erläutert Kerth. Strategien gegen Abwanderung motivierter Menschen und für die Sicherung von Fachkräften stehen für Stefan Kerth, der auch als Landratskandidat antritt, ganz oben auf der Tagesordnung.

Auch der Berufsbildungspakt im Sondierungspapiers der GroKo, zu dem beispielsweise eine Ausstattungsoffensive für berufliche Schulen gehört und das nicht nur die kostenfreie Ausbildung in Sozial- und Pflegeberufe vorsieht, sondern hier auch Ausbildungsvergütungen, weist in diese Richtung.

Stralsund - 26.01.2018
Quelle: SPD-Kreistagsfraktion im Landkreis Vorpommern-Rügen