Landrat Dr. Stefan Kerth zu Nordstream 2


Landrat Dr. Stefan Kerth zu Nordstream 2 im Zusammenhang mit der Europawahl

Der CSU-Politiker Manfred Weber will sich im Fall einer Wahl zum Chef der EU-Kommission für einen Baustopp der Ostsee-Pipeline Nord Stream 2 einsetzen.
Dazu äußert sich der Landrat von Vorpommern-Rügen, Dr. Stefan Kerth:

„Atom- und Kohleausstieg, hohe gesetzliche Hürden für Windparks, massiver Widerstand gegen notwendige Stromtrassen quer durch die Bundesrepublik Deutschland und nun auch noch den Gashahn zudrehen – ich mache mir große Sorgen um die künftige Energiesicherheit in Deutschland und Europa.

SPD - Dr. Stefan Kerth

(Foto: Redaktion)

Als Landrat und als Vorsitzender des Planungsverbandes Vorpommern streite ich für Rechtssicherheit. Rechtssicherheit gibt Vertragspartnern den notwendigen Vertrauensschutz und Projekte wie Nord Stream 2 werden unter planungsrechtlichen Gesichtspunkten bewertet, genehmigt oder versagt. Im Streit über die Ostseepipeline Nord Stream 2 gibt es einen von den Vertretern der EU-Staaten ausgehandelt Kompromiss. Darauf sollten alle Beteiligten vertrauen können. Auf der Insel Rügen sind im Zusammenhang mit Nord Stream 2 viele Arbeitsplätze in einem Betonummantelungswerk entstanden. In den Hansestädten Stralsund und Greifswald sowie auf der Insel Rügen werden durch Nord Stream (als Ausgleich für Eingriffe in die Natur beim Bau der Erdgas-Pipeline im Bereich des Greifswalder Boddens) jeweils mehrere Millionen Euro in Filtrationsstufen für die kommunalen Kläranlagen investiert. Auf diese Investitionen möchte ich weiterhin vertrauen können.“

Stralsund - 24.04.2019
Quelle: Pressestelle Landkreis Vorpommern-Rügen