Bodendenkmalpfleger tagen in Stralsund


Staatssekretär Schröder: Ehrenamtliche leisten Beitrag zu kulturellem Reichtum des Landes

Die 60. Regionaltagung der ehrenamtlichen Bodendenkmalpflegerinnen und -denkmalpfleger für Ostmecklenburg und Vorpommern hat Kulturstaatssekretär Sebastian Schröder heute zum Anlass genommen, diesen für ihre unermüdliche Arbeit zu danken. „Mit ihrer Ortskenntnis und ihrem Engagement tragen sie erheblich dazu bei, Bodenschätze aufzuspüren und zu erforschen. Mecklenburg-Vorpommern kann auch dank ihrer Hilfe ein reiches kulturelles Erbe vorweisen“, betonte Schröder. Gemäß Landesdenkmalschutzgesetz seien es „quasi hoheitliche Aufgaben“, die die Ehrenamtlichen wahrnähmen.

Der Staatssekretär gratulierte auch dem jugendlichen Bodendenkmalpfleger Luca Malaschnitschenko, der mit seinem Mentor René Schön nahe Schaprode den Silberschatz aus der Zeit des Dänenkönigs Harald Blauzahn entdeckt hatte. „Die überregionale Aufmerksamkeit hat ihn sicherlich zusätzlich bestätigt, was für ein herausragender Fund das ist. Ich bin sehr gespannt, welche wissenschaftlichen Erkenntnisse sich aus den Münzen und Schmuckstücken ableiten lassen“, so Schröder.

Kulturstaatssekretär Schröder nutzte die Tagung zudem, um Fehler bei der Beschaffung der 50 GPS-Geräte durch das Landesamt für Kultur- und Denkmalpflege einzuräumen, die den ehrenamtlichen Bodendenkmalpflegern zur Verfügung gestellt werden: „Man hätte im Vorfeld die zukünftigen Nutzer mit einbeziehen sollen, und der ganze Prozess hätte schneller vonstattengehen können.“ Vor allem die Entscheidung für einen bestimmten Gerätetyp hatte in den zurückliegenden Wochen für deutliche Kritik aus den Reihen der ehrenamtlichen Bodendenkmalpfleger gesorgt.

148 ehrenamtliche Bodendenkmalpflegerinnen und Bodendenkmalpfleger engagieren sich in MV. Sie werden vom Land ernannt und tragen durch ihren Einsatz vor Ort gemeinsam mit den hauptamtlich Tätigen zum Schutz des Kulturgutes Mecklenburg-Vorpommerns bei.

Schwerin - 21.04.2018
Quelle: Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur