Redefiner Hengstparaden 2018


Minister eröffnet die Redefiner Hengstparaden 2018

Das Land Mecklenburg-Vorpommern hat in den zurückliegenden 25 Jahren mehr als 30 Millionen Euro in den Erhalt und die Sanierung des Landgestüts Redefin investiert. „Mit den Investitionen in das Landgestüt haben wir nicht nur den Erhalt eines geschichtsträchtigen Schmuckstückes im Land, sondern auch den Fortbestand einer der bedeutendsten historischen Anlagen der Pferdezucht in ganz Deutschland gesichert“, sagte Landwirtschafts- und Umweltminister Dr. Till Backhaus am Sonntag zur Eröffnung der Redefiner Hengstparaden.

Das 1812 gegründete Landgestüt sei nicht nur Austragungsort gefragter Veranstaltungen, sondern habe sich in den 200 Jahren seines Bestehens vor allem einen Namen als Ort qualitativ hochwertiger Pferdezucht erarbeitet. „In den Stallungen stehen Zuchthengste der Rasse Lewitzer Schecken oder des Rheinisch-Deutschen Kaltblutes. Mit der Zucht dieser Tiere leistet das Gestüt einen Beitrag zum Erhalt dieser selten gewordenen Rassen“, so der Minister. Zudem stehe das Landgestüt Redefin für die Entwicklung des Pferdesportes und für die Aus- und Weiterbildung von Pferdesportlern. Über die Landesreit- und Fahrschule habe sich die Einrichtung zu einem Dienstleister in allen Fragen der Pferdehaltung sowie der Ausbildung von Pferden, Reitern und Fahrern entwickelt. Das Gestüt fühle sich überdies der Brauchtumspflege und dem Erhalt des kulturellen Erbes in MV verpflichtet. „In diesen Dreiklang aus Zucht, Ausbildung sowie Kultur und Tourismus reihen sich auch die Redefiner Hengstparaden ein“, so Backhaus.

Er würdigte die an drei September-Sonntagen stattfinden Hengstparaden – diesmal gehen sie am 09., am 16. und am 23. September über die Bühne – als „Aushängeschild des Landgestüts Redefin“ und als „absoluten Publikumsmagneten“.

Seit der ersten Hengstparade im Jahr 1935 seien insgesamt 1,2 Millionen Besucher zu den Hengstparadetagen gekommen. Derzeit zieht das Landgestüt mit einer Fülle von Veranstaltungen, darunter kochkarätige internationale Wettbewerbe, Messen wie die Lebensart oder Konzerte der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern, jährlich rund 80.00 Besucher an.

Schwerin - 07.09.2018
Quelle: Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt

Redefin - Hengstparade

(Foto: Landgestüt Redefin)


Minister Dr. Till Backhaus (SPD) weiht saniertes Landstallmeisterhaus in Redefin ein


Landwirtschafts- und Umweltminister Dr. Till Backhaus hat heute (23.09.2018) das sanierte Landstallmeisterhaus auf dem Landgestüt Redefin seiner neuen Bestimmung übergeben. „Erstmals in seiner 221-jährigen Geschichte wandelt sich das Landstallmeisterhaus vom Verwaltungssitz zum Veranstaltungs- und Beherbergungsort. Entstanden ist hier auf historischen Grundmauern ein zukunftsträchtiges Objekt – ein moderner, ganz besonderer Ort für Tourismus, Beherbergung und Gastronomie“, sagte der Minister m Vormittag anlässlich der Einweihung des Landstallmeisterhauses.

Saniert und umgestaltet wurde das Landstallmeisterhaus mit öffentlichen Mitteln durch die Schweriner Niederlassung des Betriebes für Bau und Liegenschaften (BBL). Knapp 6,3 Millionen Euro flossen zwischen November 2013 und August 2018 in die Sanierung des Landstallmeisterhauses; davon kamen knapp 2 Millionen Euro aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung ländlicher Räume (ELER). Von den insgesamt 71 ausgeschriebenen Aufträgen für Planung, Bau und Ausstattung des Landstallmeisterhauses war der größte Teil, nämlich 52 Aufträge, an Unternehmen aus Mecklenburg-Vorpommern vergeben worden.

Entstanden sind auf rund 2.300 Quadratmetern Gesamtfläche über zwei Etagen multifunktionale Räume für Tagungen und ein Bankettsaal für ca. 100 Personen. Dazu gibt es auf etwa 340 Quadratmetern 5 großzügig ausgestattete Ferienwohnungen sowie Gastronomie auf gut 900 Quadratmetern.

Mit der Sanierung des Landstallmeisterhauses finden Baumaßnahmen ihren Abschluss, die auf ein Investitionskonzept aus dem Jahr 2008 zurückgehen. Hintergrund war ein von der Landesregierung in Auftrag gegebenes Gutachten, das dem Landgestüt deutliche Optimierungspotenziale im touristischen Bereich bescheinigt hatte. „Das nun fertiggestellte Landstallmeisterhaus erfüllt mit seinen Tagungs-, Gastronomie- und Beherbergungsmöglichkeiten wesentliche Voraussetzungen für die weitere Entwicklung des Tourismus auf dem Landgestüt Redefin“, so Minister Backhaus.

Unter Federführung des BBL waren neben dem Landstallmeisterhaus das Rossarzthaus, das Inspektorhaus und das Gärtnerhaus saniert worden, ebenso wie die Schmiede und der Stall 3. Außerdem waren Paddocks-Anlage, Wege und Plätze an Reitbahn und Reitplatz neu angelegt, die Boxenställe 5 und 6 sowie die Strohlagerhalle neu errichtet worden. Insgesamt lagen die Kosten für die Baumaßnahmen bei rund 16,7 Millionen Euro, davon kamen gut 5,8 Millionen Euro aus dem ELER-Fonds.

HINTERGRUND:

Das Landstallmeisterhaus geht auf ein eingeschossiges barockes Fachwerkgutshaus von Bauinspektor Ernst Christian August Behrens aus dem Jahr 1797 zurück. Nachdem Herzog Friedrich Franz I. von Mecklenburg-Schwerin 1825 das Landgestüt Redefin gegründet hatte, ließ Baumeister Carl Heinrich Wünsch das Gutshaus zum repräsentativen Landstallmeisterhaus im klassizistischen Stil mit Schaufassade, Säulen und Reithallenportal als Mittelpunkt umbauen. Das Bauwerk blieb im 19. und 20. Jahrhundert fast unverändert.
Bis 1945 war das Gestüt Eigentum des Landes Mecklenburg. Danach wurde es bis 1990 als volkseigenes Gut geführt. Von 1990 bis 1993 stand es vorübergehend unter Verwaltung der Treuhandgesellschaft. Im August 1993 beschloss das Kabinett die Errichtung des Landesgestüts Redefin als Landesbetrieb. Die Entscheidungskompetenz über Angelegenheiten des Gestüts liegt seither beim Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt in Abstimmung mit dem Finanzministerium MV. Die Verwaltung des Landesgestüts hat ihren Sitz im sanierten Inspektorhaus bezogen.

Nr.334/2018 | 22.09.2018 | LM | Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt

Redefin - Hengstparade

Hengstparaden 2015 - Foto: Landgestüt Redefin


Redefiner Hengstparaden 2018 erzielen Besucherzuwachs


Die Redefiner Hengstparaden 2018 haben gegenüber dem Vorjahr einen leichten Besucherzuwachs zu verzeichnen. Insgesamt hatten an drei September-Sonntagen 9.800 Zuschauer das Programm der Hengstparaden verfolgt, 800 mehr als im Vorjahr. „Ich freue mich, dass auch Bundespräsident a. D., Dr. Joachim Gauck, am 23. September zu Gast bei der 3. Hengstparade war“, sagte Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus.

Der Minister – er hatte zuvor das sanierte Landstallmeisterhaus als neu geschaffenen Ort für Tourismus, Tagungen und Gastronomie eingeweiht – bescheinigte dem vierstündigen Showprogramm der Hengstparaden einen Qualitätssprung. Schaubilder waren zeitlich gestrafft und der Programmablauf um Gastschaubilder erweitert worden, die das Landgestüt Redefin nicht selbst liefern kann. Unter anderem begeisterte Iseulys Deslé aus Belgien mit ihrer Freiheitsdressur. Erstmals zu erleben war außerdem ein Trachten-Reigen mit Schwarzwälder Kaltblütern des Haupt- und Landgestüts Marbach, eine Show mit Pferden, Hunden und Ziegen der Familie Krüger-Degener und freilaufende Vollblutaraberherde vom Arabergestüt Ismer in Ströhen bei Diepholz.

„Die Hengstparaden haben sich einmal mehr als der absolute Publikumsmagnet auf dem Landgestüt Redefin erwiesen“, so Backhaus.

Zum Jahresende 2018 werden die Ergebnisse einer Besucherumfrage zu den Hengstparaden auf dem Landgestüt Redefin vorliegen. Die Umfrage werde für eine Masterarbeit wissenschaftlich aufbereitet, teilte das Gestüt mit.

Das Landgestüt Redefin war 1812 durch Herzog Friedrich Franz I von Mecklenburg-Schwerin gegründet worden. Seither ist es nicht nur ein Ort qualitativ hochwertiger Pferdezucht, sondern heute auch Dienstleister in allen Fragen der Pferdehaltung sowie in der Ausbildung von Pferdesportlern, Reitern und Fahrern. „Das Landgestüt ist auch dem Erhalt des kulturellen Erbes in MV verpflichtet. In den Dreiklang aus Zucht, Ausbildung sowie Kultur und Tourismus reihen sich auch die Redefiner Hengstparaden ein“, sagte Minister Backhaus.

Schwerin - 25.09.2018
Quelle: Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt