Munitionsbergungsdienst


Munitionsbergungsdienst entschärft Verdachtspunkte im Sieben-Dörfer-Moor


Sicherungsmaßnahmen im Juni betreffen auch Görries und Krebsförden

Bei einer Luftbilddetailauswertung durch den Munitionsbergungsdienst M-V wurden 2016 im Sieben-Dörfer-Moor sieben Verdachtspunkte auf Bombenblindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg ermittelt. Einer der Verdachtspunkte wurde anschließend geöffnet. Dabei bestätigte der Verdacht, als eine amerikanische 250-kg-Fliegerbombe mit Langzeitzünder gefunden wurde.
Im Juni lässt die Landeshauptstadt in Zusammenarbeit mit dem Munitionsbergungsdienst und den Versorgungsunternehmen für Strom und Gas die sechs weiteren Verdachtspunkte öffnen, um Blindgänger zu entschärfen bzw. im äußersten Fall zu sprengen. Diese Maßnahmen sind notwendig, weil sich die Verdachtspunkte in unmittelbarer Nähe zu Strom- und Gasversorgungsleitungen befinden. Die vorbereitenden Arbeiten auf der Räumstelle wurden am 2. Mai 2018 begonnen. Hierfür wurde durch den Munitionsbergungsdienst die Firma WIWA Kampfmittelbergung GmbH beauftragt.

Die Entschärfung der Bomben durch den Munitionsbergungsdienst wird im Zeitraum vom 4. bis 22. Juni 2018 durchgeführt. Für die Entschärfung muss an den festgelegten Tagen ein Sicherheitsbereich mit einem Radius von 1000 Metern um die einzelnen Verdachtspunkte eingerichtet werden. Dieser Radius umfasst zum Teil die Ortsteile Görries und Krebsförden. Die Stadt hat betroffene Bürgerinnen und Bürger sowie Gewebetreibende im Sicherheitsbereich bereits per Brief über die geplanten Maßnahmen informiert.

Im Sicherheitsbereich dürfen sich zu den unten angegebenen Zeiten keine Personen aufhalten. Außerhalb der Absperrung besteht keine Gefahr. Der Fachdienst Ordnung der Landeshauptstadt wird dazu eine Allgemeinverfügung erlassen und öffentlich bekanntgeben. Die Sicherungs- und Absperrmaßnahmen werden von der Polizei überwacht.

Eine Technische Einsatzleitung und die vor Ort benötigten Einsatzkräfte der Feuerwehr sind an den Entschärfungstagen in der Otto-Weltzin-Straße stationiert. Die Gesamteinsatzleitung wird in der Hauptfeuer- und Rettungswache der Berufsfeuerwehr durch einen Koordinierungsstab wahrgenommen. Bei Problemen oder Rückfragen an den Entschärfungstagen können sich Betroffene am Bürgertelefon unter 0385 5000-444 an den Koordinierungsstab wenden.

Die Entschärfungen sind an folgenden Tagen geplant:

Montag 04.06.2018 08.00 – 16.00 Uhr
Donnerstag 07.06.2018 08.00 – 16.00 Uhr
Montag 11.06.2018 08.00 – 16.00 Uhr
Freitag 15.06.2018 08.00 – 16.00 Uhr
Dienstag 19.06.2018 08.00 – 16.00 Uhr
Freitag 22.06.2018 08.00 – 16.00 Uhr

Folgende Adressen befinden sich in dem zu räumenden Bereich:

Baustraße 4,13,
Handelsstraße 11, 12, 14, 15, 16
Kurze Badlow 1 bis 17
Lange Badlow 1, 3, 5, 7
Otto-Weltzin-Straße 27
Eckdrift 115,116

Vollsperrung von Straßen nötig / Buslinien 5 und 16 betroffen

Während des notwendigen Zeitraums kommt es zu Einschränkungen oder zur Einstellung des öffentlichen Personennahverkehrs. Betroffen davon sind die Buslinien 5 und 16 des Nahverkehrs Schwerin.

Straßenvollsperrungen sind an folgenden Stellen zu erwarten:Lange BadlowKurze BadlowHandelsstraße Höhe südliche BaustraßeSüdlicher Teil der Otto-Weltzin-StraßeWestlicher Teil Ellerried, Eckdrift Betroffene werden gebeten, in dieser Zeit auf eventuelle Lautsprecher- und Rundfunkdurchsagen zu achten. Die Feuerwehr Schwerin informiert an den Entschärfungstagen auch über ihren Twitter-Account unter @FeuerwehrSN.

Schwerin - 03.05.2018
Quelle: Pressestelle Landeshauptstadt Schwerin