"Kita-Einstieg" zieht positive Zwischenbilanz


Projekt „Kita-Einstieg“ zieht positive Zwischenbilanz

Der Kita- Besuch wirkt sich positiv auf die Start- und Bildungschancen von Kindern aus. Für Kinder und Familien mit Fluchterfahrung sind die Zugangshürden zu solchen Angeboten wegen ihrer besonders schwierigen Lebenslagen oft besonders hoch. Das durch die Landeshauptstadt Schwerin koordinierte Projekt „Kita-Einstieg: Brücken bauen in frühe Bildung“ informiert Eltern und gibt Kindern die Chance, sich in einem verkürzten Kita-Alltag an die Strukturen dieser Betreuungsform zu gewöhnen. Caritas und Internationaler Bund setzen die Angebote in Schwerin um und stehen zudem mit Kitas in Kontakt, um Kita-Plätze an die Familien zu vermitteln. So sind die Betreuerinnen im Projekt mit beinahe komplett neuen Gruppen ins Schuljahr gestartet. Denn alle Kinder, die noch nicht eingeschult wurden, konnten in einer Kita untergebracht werden. Sie können nun in eine neue, aufregende Zeit starten.

Im Projekt werden auch Fachkräfte qualifiziert: Die Landeshauptstadt Schwerin hat dazu zusammen mit Trainer*innen des IQ Netzwerk MV, die beim Verbund für Soziale Projekte angesiedelt sind, von August bis Oktober eine Schulung zum Thema „KiTa-Alltag kultursensibel gestalten“ durchgeführt. Hier wurde unter anderem den Umgang mit herausfordernden Situationen geübt. Solche Situationen können sich z.B. durch sprachliche Barrieren oder unterschiedliche Sichtweisen und Gewohnheiten ergeben.

Nächster Programmhöhepunkt ist ein Vortrag zum Thema Traumasensibilität und Traumapädagogik in Krippe und Kita unter dem Titel „Wenn traumatisches Erleben Spuren hinterlässt“ am 19. November. Die Veranstaltung ist auf Grund der enormen Nachfrage bereits beinahe ausgebucht. Der zuständige Jugend- und Sozialdezernent Andreas Ruhl freut sich über die positive Entwicklung des Programms und betont: „Erfolgreiche Integration kann nicht früh genug ansetzen, wie die gute Annahme der Angebote durch die Familien zeigt“. Das Projekt „Kita-Einstieg: Brücken bauen in frühe Bildung“ wird durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.

Schwerin - 25.10.2019
Quelle: Pressestelle Landeshauptstadt Schwerin