Integrationspreis für erfolgreiche Sozialarbeit


Landeshauptstadt Schwerin bekommt Integrationspreis für erfolgreiche Sozialarbeit für junge Zugewanderte

Als eine von vier kreisfreien Städten erhält die Landeshauptstadt Schwerin beim Bundeswettbewerb „Zusammenleben Hand in Hand – Kommunen gestalten“ einen mit 25.000 Euro dotierten Preis in der Kategorie "Hervorragende strategische Aktivitäten". Ausgezeichnet wurde das Projekt Jugend-Integrationsmobil (JIM und JIMmine), das einen niederschwelligen Zugang durch aufsuchende Integrationsarbeit schafft.

Schwerin - JIM

Dagmar Kaselitz bei ihrem Besuch des JIM-Teams im September 2017 (Foto: SM)

„Das Jugend-Integrationsmobil hilft jungen Migrantinnen und Migranten vor Ort ganz konkret durch eine mobile Beratung und Angeboten zur Bewältigung von Problemen im Alltag. Damit hat das JIM im letzten Jahr merklich zur Deeskalation in der Landeshauptstadt Schwerin beigetragen“, betonte die Integrationsbeauftragte der Landesregierung, Dagmar Kaselitz, heute in Schwerin.

In Schwerin kam es in der Vergangenheit an einzelnen Standorten vermehrt zu Auseinandersetzungen zwischen Gruppen von Jugendlichen mit Migrationshintergrund sowie zwischen einheimischen Jugendlichen und Zugewanderten.

Mit dem Mobil werden die Jugendlichen von Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern in der Innenstadt oder auf dem Dreesch direkt aufgesucht und erhalten Unterstützung zur Orientierung im neuen Lebensumfeld. So können Wissen und Verständnis in Bezug auf die hiesige Gesellschaft aufgebaut und Konflikte präventiv entschärft werden.

Kaselitz: „Ich freue mich sehr über diese Auszeichnung. Mein Glückwunsch geht an die Landeshauptstadt Schwerin, die Stiftung Sozial-Diakonischen Arbeit – Evangelische Jugend des Kirchenkreises Mecklenburg und die Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter des JIM.“

Das Sozialministerium fördert das Projekt JIM der Stiftung Sozial-Diakonische Arbeit – Evangelische über den Integrationsfonds des Landes. Die Mittel aus dem Integrationsfonds stehen für Maßnahmen zur Förderung der gesellschaftlichen Integration und des Zusammenlebens zur Verfügung.

Weitere Infos zum Bundeswettbewerb "Zusammenleben Hand in Hand - Kommunen gestalten" und zur Begründung der Prämierung: https://kommunalwettbewerb-zusammenleben.de/

Schwerin - 03.07.2018
Quelle: Ministerium für Soziales, Integration und Gleichstellung

 


Bundesinnenministerium zeichnet Schwerin für Integrationsarbeit aus

Die Landeshauptstadt zählt zu den Preisträgern des Bundeswettbewerbs „Zusammen leben Hand in Hand – Kommunen gestalten“. Die am Montag in Berlin verliehene Auszeichnung ist mit einem Preisgeld von 10.000 € verbunden. Entgegengenommen hat den Preis der Schweriner Sozialdezernent Andreas Ruhl, der auf Einladung des Ministeriums im Rahmen der Veranstaltung auch einen Vortrag zu Integration und Jugendarbeit hielt.

Schwerin hatte sich mit einem Leuchtturmprojekt beworben, dem Jugend-Integrationsmobil, kurz: JIM. Dabei handelt es sich um ein mobiles Bildungs-, Beratungs- und Hilfeangebot des Trägers Evangelische Jugend, mit dem geschulte Fachkräfte junge Flüchtlinge gezielt aufsuchen. Eingebettet ist das JIM in ein Netzwerk von Behörden, Schulen, anderen Trägern und weiteren Anlaufstellen.

Für Andreas Ruhl bestätigt der Preis auch die Arbeit der anerkannten Träger der Jugendhilfe in Schwerin. Stadtverwaltung und die Evangelische Jugend – Sozialdiakonische Arbeit hatten Ende vergangenen Jahres die umfangreichen Bewerbungsunterlagen zusammengestellt.

Der Schweriner Träger und die Stadtverwaltung hatten bereits vor zwei Jahren die Weichen für das Projekt gestellt. Das Ministerium für Soziales, Integration und Gleichstellung fördert das Projekt seit 2017. Seitdem ist der leuchtend orange Kleinbus regelmäßig an belebten Plätzen zu finden „Pro Woche sprechen wir mit Dutzenden Menschen, die zu uns kommen“, so Sozialarbeiter Sebastian Schubert, eines der Gesichter des JIM. „Die Themen reichen von Familienproblemen, über das Verstehen des deutschen Behördensystems bis hin zu Schule und Berufswünschen“, ergänzt sein Kollege Christoph Fleischer.

Das Preisgeld soll für ein innovatives Kulturprojekt im Mueßer Holz verwendet werden, so Andreas Ruhl.

Schwerin - 03.07.2018
Quelle: Pressestelle Hanse- und Universitätsstadt Rostock