Zum Besuch der JOBAKTIV Messe gezwungen?


Landesregierung schweigt: Arbeitslose zum Besuch der JOBAKTIV Messe gezwungen?

Auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion zur JOBAKTIV Messe in Rostock kann die Landesregierung keine Antwort liefern. Mit der Anfrage sollten Hinweise aus der Bevölkerung und die Sinnhaftigkeit von Maßnahmen des Jobcenters überprüft werden. Dazu erklärt der AfD-Landtagsabgeordnete Bert Obereiner:

AfD - Bert Obereiner

(Foto: Privat)

„Das Wirtschaftsministerium scheint Schwierigkeiten mit der Beantwortung einfacher Fragen zu haben. Angesichts der sehr hohen Unterbeschäftigtenzahlen und prekären Beschäftigungsverhältnissen in Mecklenburg-Vorpommern sollte sich das Wirtschaftsministerium informieren, wie eine der größten Stellenbörsen im Land abgelaufen ist und wer dazu eingeladen wurde.

Wenn Gerüchte im Raum stehen, dass Arbeitslose teilweise aus Güstrow unter Androhung von Leistungskürzungen zu Stellenbörsen zitiert werden, dann sollte eine Landesregierung sich dazu äußern können. Ansonsten muss man davon ausgehen, dass das Land sich nicht dazu äußern möchte, da sie ungünstig antworten müssten.

Arbeitslose schnellstmöglich in Lohn und Brot zu bringen, ist eine der wichtigsten Aufgaben des Staates. Allerdings sollten Angebote vermittelt werden, die auf die Arbeitssuchenden und ihre Ausbildung zugeschnitten sind. Es ist nicht zielführend, wenn man Arbeitslose zwingt, zu Stellenbörsen in andere Städte zu fahren, wo keine Stellen angeboten werden, die die Betreffenden ausüben können.“

Redaktioneller Hinweis:
Anfrage der AfD-Fraktion zur JOBAKTIV Messe in Rostock: http://afd-fraktion-mv.de/wp-content/uploads/2018/09/Anfrage-des-Abgeordneten-Obereiner-und-Antwort-der-Landesregierung.pdf
Einladung des Jobcenters zur Messe JOBAKTIV mit Androhung der Leistungskürzung: http://afd-fraktion-mv.de/wp-content/uploads/2018/09/Schreiben-Jobcenter.pdf

Schwerin - 26.09.2018
Text: Alternative für Deutschland Fraktion im Landtag Mecklenburg-Vorpommern