Wasserwacht startet Absicherung des Badebetriebes


DRK Wasserwacht: Die Saison kann starten

Die ersten warmen Temperaturen künden ihn bereits mit voller Kraft an – den Sommer 2018. Auch die DRK Wasserwacht steht bereits in den Startlöchern. Ab dem 15. Mai bis Mitte September sorgen insgesamt rund 160 Ehrenamtliche für einen sicheren Badebetrieb in Warnemünde und Markgrafenheide. Im Laufe des Sommers werden wie gewohnt bis zu 12 Türme von 9 bis 18 Uhr geöffnet sein.

DRK Wasserwacht

Sven Hennig und Florian Müller auf einem Wachturm in Warnemünde (Foto: Griesert)


2018 hat sich viel bei der DRK Wasserwacht bewegt. Nach der Ausschreibung der Hanse- und Universitätsstadt Rostock erhielt diese im Februar einen Wachvertrag bis 2020. Zudem wurde technisch aufgerüstet: In Markgrafenheide kommt ein neues Quad zum Einsatz. Die Rettungsboote bekamen neue Sitze und Bugklappen. Darüber hinaus nimmt die DRK Wasserwacht im Rahmen eines MV-weiten DRK-Projektes drei sogenannte Rettungscopter in Betrieb – besser bekannt als Drohnen. Diese starten im Ernstfall parallel zum Rettungsschwimmer und werfen direkt bei der in Not geratenen Person eine Schwimmhilfe ab, die sich bei Wasserkontakt entfaltet.

Ebenfalls modernisiert wurden die Unterkünfte für Ehrenamtliche, die auch in diesem Jahr in vielen Fällen von außerhalb – vorrangig aus Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Brandenburg, Berlin und Bayern – kommen. Einen Teil der Unterkünfte stellt die DRK Wasserwacht Rostock in nun frisch renovierten Räumlichkeiten der „Heideperle“ in Markgrafenheide.

Im Herbst und Winter lag der Fokus auf einer fundierten Aus- und Fortbildung sowie gewissenhaften technischen Vorbereitung der neuen Saison. Im Februar endete ein erster Rettungsschwimmerkurs, den 17 Teilnehmer erfolgreich bestanden. 36 weitere Prüfungen sind für Anfang Juni geplant. Darüber hinaus wurden neue Ausbildungen wie der „Wasserretter“ oder der „Rettungsschwimmer im Wasserrettungsdienst“ durchgeführt. Für viele aktive Mitglieder stand die theoretische und praktische Auffrischung der Reanimations- und Rettungstechniken auf dem Lehrplan oder Training der körperlichen Fitness.

DRK - Wasserwacht

Wasserwachtleiter Lars Hennig und Koordinator Manuel Brumme auf Rettungsboot Wotan (Foto: DRK / Kasch)


„In den Herbst- und Wintermonaten haben wir das gesamte medizinische Equipment geprüft“, verrät der stellvertretende Wasserwachtkoordinator Lukas Knaup, der das Team seit September 2017 unterstützt. Er ist während der Saison Hauptansprechpartner auf Turm 3 in Warnemünde. Als Ausbilder weiß er: „Die meisten Badeunfälle ereignen sich aufgrund von Unwissenheit der Baderegeln. Daher ist für uns die Prävention jedes Jahr ein Dauerbrenner. In diesem Jahr haben wir im Vorfeld auch im Rahmen unserer Projektarbeit für Schulsanitätsdienste bereits großen Wert auf dieses Thema gelegt.“ Matthias Fromm Tourismusdirektor der Hansestadt Rostock betont: „Die bewährte Zusammenarbeit mit der DRK Wasserwacht wird sich auch in diesem Jahr fortsetzen. Mit Beginn der Badesaison werden wir zusätzlich Informationsmaterialien zu den Baderegeln an den Rostocker Schulen verteilen. Damit weisen wir auch noch mal auf das Badeverbot an der Mole hin. Darüber hinaus wird die Beschilderung am Strand neben der Mole mit den entsprechenden Warnhinweisen erneuert."

Im Schulterschluss mit der Tourismuszentrale sind erneut Aufklärungs-veranstaltungen unter dem Titel „Rette sich – wer’s kann“ geplant. Ebenso wichtig sind Hinweise in Sachen Umweltschutz, die unter dem Kampagnendach der Tourismuszentrale „Kein Plastik bei die Fische!“ zusammengefasst werden. „Die Entsorgung des eigenen Mülls sollte für jeden selbstverständlich sein. Auch darauf werden wir achten“, so Lukas Knaup.

Rostock - 09.05.2018
Quelle: Deutsches Rotes Kreuz Kreisverband Rostock e.V.