Tag der Männergesundheit


Patientenforum in Rostock

Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU): Selbsthilfe ergänzt die professionellen Angebote der Gesundheitsversorgung

Einen „Tag der Männergesundheit“ hatte die Prostatakrebs-Selbsthilfe-Gemeinschaft Rostock am Sonnabend (06.10.) in Rostock organisiert. Zu der Veranstaltung mit einem wissenschaftlichen Teil und der Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch kamen rund 200 Mitglieder von Selbsthilfegruppen für Prostatakrebs und ihre Angehörigen. „Selbsthilfe spielt im Gesundheitssystem eine wichtige Rolle und ergänzt in vielfältiger Weise die professionellen Angebote der Gesundheitsversorgung. Betroffene und ihre Angehörigen unterstützten sich gegenseitig, leisten praktische Lebenshilfe und spenden oftmals neuen Lebensmut. Mit dem Tag der Männergesundheit ist ein wichtiges Forum geschaffen worden, um über neue medizinische Erkenntnisse zu informieren und zugleich von den Erfahrungen anderer Erkrankter zu lernen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort. Gesundheitsminister Glawe hatte die Schirmherrschaft der Veranstaltung übernommen.

Medizinische Behandlung, gesunde Lebensführung und stabiles persönliches Umfeld unterstützen den Heilungsprozess

Das Patientenforum findet in diesem Jahr zum zweiten Mal statt. Neben Vorträgen zum Thema Prostatakrebs geht es unter anderem auch um die Bedeutung von Sport nach der Erkrankung und die Ernährung während der Chemo- und Strahlentherapie. Prostatakrebs ist bei Männern nach Angaben des Gemeinsamen Krebsregisters (GKM) die häufigste Krebserkrankung. In Mecklenburg-Vorpommern erkranken daran jedes Jahr über 1.200 Männer neu (Durchschnitt der Diagnosejahre 2013 bis 2015). Die meisten von ihnen sind im Alter zwischen 70 und 75 Jahren. Ungefähr 72 Prozent sind zum Zeitpunkt der Diagnose älter als 65 Jahre. An Prostatakrebs versterben pro Jahr in Mecklenburg-Vorpommern 280 Männer. Damit ist Prostatakrebs als Todesursache fast genauso häufig wie Darmkrebs (9 bzw. 11 Prozent aller Krebstodesfälle). „Im Laufe einer Krebsbehandlung geht es um mehr als nur die medizinische Betrachtungsweise. Vor allem eine gesunde Lebensführung und ein stabiles persönliches Umfeld unterstützen den Heilungsprozess“, sagte Glawe.

Informationen zu Selbsthilfegruppen in Mecklenburg-Vorpommern

In Mecklenburg-Vorpommern gibt es derzeit fünf Prostatakrebs-Selbsthilfegruppen, die als Ansprechpartner für Betroffene und deren Angehörige tätig sind. Beratungspunkte sind Schwerin, Rostock, Wolgast mit Greifswald, Neubrandenburg und Vellahn bei Boizenburg/Hagenow. Diese Gruppen sind Mitglieder des Bundesverbandes Prostatakrebs Selbsthilfe e.V. (BPS) in Bonn. Ebenso gehören sie dem Regionalverband (RNBPS) Neue Bundesländer und Berlin an. Zudem haben sich die Gruppen zur „Prostatakrebs-Selbsthilfe-Gemeinschaft-MV (PSG-MV)“ zusammengeschlossen. Betroffene, Angehörige und Interessierte finden unter www.psg-mv.de aktuelle Informationen und Ansprechpartner. Dort wird auch „hellMut“ angeboten, eine „Erste Hilfe Hotline“ für Männer, die gerade die Diagnose „Prostatakrebs“ bekommen haben (Tel. 038848/170998 oder Tel. 0163/6965108).

Schwerin - 06.10.2018
Quelle: Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit