Start der MeLa


Minister zum MeLa-Start: Immer mehr Landwirte nehmen an Umwelt- und Klimaprogrammen teil

Die Verwaltungsvereinbarung zur Auszahlung der Dürrehilfen zwischen Bund und Ländern ist nahezu ausgehandelt und muss nun der EU-Kommission vorgelegt werden. „Ich gehe davon aus, dass die Vereinbarung bis Ende September von allen Beteiligten unterzeichnet werden kann. Dann sind die 50 Millionen Euro aus dem Bund-Land-Dürrehilfsprogramm abrufbereit. Ich werde alles daran setzen, dass das Geld schnellstmöglich in den Betrieben ankommt, die Hilfe beanspruchen können“, sagte Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus zum heutigen Auftakt der 28. Mecklenburgischen Landwirtschaftsmesse MeLa in Mühlengeez.

„Die Verhandlungen mit dem Bund waren langwierig, aber immer konstruktiv. Das Ergebnis kann sich sehen lassen, auch wenn mancher meint, es sei alles zu kompliziert. Aber Pauschalzahlungen und Unterstützung nach dem Gießkannenprinzip kann es nicht geben. Ich bin sicher, das Geld aus dem Programm kommt bei denjenigen Betrieben an, die es tatsächlich brauchen, um bis zur nächsten Ernte über die Runden zu kommen. Und genau das war das Ziel“, so der Minister.

Laut Backhaus ist davon auszugehen, dass gut 10 Prozent der landwirtschaftlichen Betriebe in MV einen Antrag auf Hilfen aus dem Programm stellen. Bei Nachweis der Existenzgefährdung kann der durch die Dürre entstandene Schaden bis zu 50 Prozent ausgeglichen werden. Je nach Standort, Bodenbeschaffenheit und Art der Bewirtschaftung hatte es in der Getreideernte in MV eine breite Streuung der Ergebnisse gegeben. Hingegen fiel die Obsternte landesweit deutlich besser aus als in den Vorjahren.

„Dennoch müssen sich die Landwirte darauf einstellen, aufgrund des Klimawandels immer öfter mit schwierigeren Witterungsverhältnissen klarzukommen“, sagte der Minister. Wege dazu seinen eine größere Vielfalt im Anbau oder die Züchtung neuer Sorten.

Auch die Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen (AUKM) und der ökologische Landbau seien ein Beitrag zum Klimaschutz, so der Minister. „In vielen Betrieben hat bereits ein Umdenken hin zu mehr Umwelt- und Klimaschutz eingesetzt. Das ist aus meiner Sicht der richtige Weg zum Erhalt und zur Steigerung der biologischen Vielfalt, zur Verbesserung der Bodenstruktur, zu sauberem Wasser und damit zum Erhalt unserer Ressourcen für die kommenden Generationen.“

In diesem Jahr waren nach Erweiterung der Fördermöglichkeit für Blühflächen und -streifen von 5 auf 20 Hektar je Betrieb rund 5.300 Hektar Blühflächen neu beantragt worden. „Damit hat sich die Antragsfläche gegenüber dem Vorjahr explosionsartig um 220 Prozent erhöht“, freute sich der Minister. Zudem waren für die Maßnahme „Vielfältige Kulturen im Ackerbau“ in diesem Jahr Neu- und Erweiterungsanträge im Umfang mehr als 36.000 Hektar gestellt worden. Insgesamt liegt die über AUKM geförderte, ressourcenschonend bewirtschaftete Fläche im Land damit derzeit bei 141.000 Hektar.

Weitere 150.000 Hektar landwirtschaftliche Fläche im Land werden ökologisch bestellt. Allein bis zum 30. Juni 2018 hatten Landwirte auf weiteren 20.000 Hektar auf den Ökolandbau umgestellt. „Durch den diesjährigen Flächenzuwachs haben wir unser Ziel aus dem Koalitionsvertrag, bis 2020 auf 150.000 Hektar ökologisch zu wirtschaften, schon im Juni 2018 erreicht“, so Backhaus.

„Bereits zum jetzigen Zeitpunkt sind die für die aktuelle Förderperiode bereitgestellten rund 168 Mio. Euro zur Förderung von Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen ausgeschöpft“, berichtete Backhaus. Das zeige, wie gut die Programme für eine umweltverträglichere Landwirtschaft von den Landwirten angenommen werden. Aktuell wird in MV etwa jeder 4. Hektar landwirtschaftliche Fläche freiwillig mit erhöhten Umweltstandards bewirtschaftet. Das verstärkte Abrufen der Fördermittel aus dem Entwicklungsprogramm für den ländlichen Raum (EPLR) bedeute allerdings auch, dass nur noch die bestehenden Verpflichtungen aus dem EPLR durch Umschichtungen innerhalb des Programms fortgeführt werden können. „Wir wollen aber die erfolgreiche Entwicklung im ökologischen Landbau nicht abbrechen. Deshalb haben wir uns entschlossen, für dieses Programm – aber eben nur für dieses Programm – im Herbst 2018 Erweiterungs- und im Frühjahr 2019 auch Neuanträge zuzulassen“, erklärte Minister Backhaus.

HINTERGRUND:

Die 28. MeLa öffnet vom 13. bis zum 16. September auf dem Gelände des MAZ Messe- und Ausstellungsgelände Mühlengeez ihre Pforten. Am morgigen Freitag um 10.00 Uhr wird der Landesbauerntag eröffnet. Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus und der Präsident des Landes-Bauernverbandes, Detlef Kurreck werden mit den Mitgliedern des Bundestages, Gero Hocker (FDP) und Claudia Müller (B90/Grüne), die „Landwirtschaft im Spannungsfeld zwischen Umweltverantwortung und Wirtschaftlichkeit“ debattieren. Interessenten sind willkommen.

Schwerin - 13.09.2018
Quelle: Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt


Waldarbeiter treten auf Mela bei forstlichen Landesmeisterschaften an

Mit Unterstützung der Landesforstanstalt Mecklenburg-Vorpommern finden im Rahmen der Mela an allen drei Tagen jeweils ab 9 Uhr auf der Aktionsfläche Forst (Block E) die Landesmeisterschaften der Waldarbeiter statt.

„Bei den Waldarbeitermeisterschaften geht es um das präzise Beherrschen und sichere Handhaben eines der wichtigsten Arbeitsmittel im Wald, der Motorkettensäge“, erklärt Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus. „Sie stellen den Zuschauern also sehr lebensnahe Tätigkeiten wettkampfgerecht vor und regen die Teilnehmer zum Erfahrungsaustausch untereinander an.“

Den Anfang machen heute die Nachwuchs-Meister­schaften (U24) mit 29 Teilnehmern, am Samstag findet die Landesmeisterschaft mit 13 Profis statt und den Abschluss bildet am Sonntag die Forwarder-Meisterschaft mit 14 Teilnehmern. Die Siegerehrungen sind jeweils unmittelbar nach Abschluss der Wettkämpfe gegen 17.30 Uhr vorgesehen. Die Teilnehmer der Waldarbeitermeisterschaften üben sich in den Disziplinen Sägekettenmontage, Holzschnitt, Baumfällen und Entasten eines Stammes. Bei der Forwarder-Meisterschaft steuern Maschinenführer ihre Fahrzeuge durch einen engen Parcours und bauen mit dem Kran einen Turm aus sieben Holzklötzen.

Zudem fordert der Landesforst Mecklenburg-Vorpommern an seinem Messestand in der Halle 1 die Besucher zu Bewegungen im Wald auf. Dazu wurde ein Wald-Mikado entwickelt. Beim Balance-Spiel sind verschiedene Holzarten, Zapfen, Saatgut und Holzprodukte auf eine Kreisscheibe zu platzieren. In diesem Jahr unterstützt das Kompetenzzentrum Forstliche Nebenproduktion (KfN) den Messeauftritt der Forst.

Schwerin - 14.09.2018
Quelle: Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt

Veranstaltung - MeLa

Minister Dr. Backhaus eröffnet die MeLa - Foto: LU


Minister auf dem Bauerntag zur 28. MeLa: Landwirte sorgen für Wertschöpfung, Arbeit und soziales Miteinander


Landwirtschafts- und Umweltminister Dr. Till Backhaus bezifferte die Einnahmeverluste durch Dürreschäden und die über den Futterzukauf entstandenen Mehrkosten für die Landwirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern auf eine geschätzte Gesamtsumme von ca. 530 Millionen Euro.

„Im dritten schlechten Jahr in Folge lagen die Erträge bei Mähdruschfrüchten im Landesdurchschnitt um 25 bis 28 Prozent unter dem langjährigen Mittel. Bei Wintergerste und Winterweizen liegt der Minderertrag jeweils bei mehr als 25 Prozent, beim Raps bei 21. Prozent. Auch für Mais und Hackfrüchte werden die Ernteergebnisse aufgrund des Wassermangels niedriger als im langjährigen Mittel ausfallen. Für Silomais wird nur noch mit Erträgen von 40 bis 60 Prozent im Vergleich zum langjährigen Mittel gerechnet. Aus dem 50-prozentigen Ertragsverlust beim Grünland resultiert ein erheblicher Futtermangel im Land, der durch teure Zukäufe kompensiert werden muss.“ Diese Bilanz gab Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus heute aus Anlass der Pressekonferenz zum Landesbauerntag auf der 28. Mecklenburgischen Landwirtschaftsausstellung (MeLa) in Mühlengeez.

Backhaus sicherte den existenzgefährdend von Einnahmeverlusten betroffenen landwirtschaftlichen Betrieben erneut rasche Hilfe zu. „Ich gehe davon aus, dass die Anträge auf Schadenshilfe ab Anfang Oktober gestellt werden und wir schnellstmöglich Abschlagszahlungen in Höhe von 70 Prozent des ermittelten Schadens anweisen können“, sagte er.
Um die ohnehin geringen Tierbestände im Land nicht weiter zu dezimieren, sollen die Anträge von Tierhaltern vorrangig beschieden werden. Diese Betriebe seien maßgeblich für die Ernährungswirtschaft im Land. „Wir brauchen jeden bezahlten Arbeitsplatz in der Land- und Ernährungswirtschaft. Diese Betriebe sorgen für Wertschöpfung und für soziales Miteinander im ländlichen Raum.“

Backhaus berichtete, dass seit 1991 an die knapp 5000 landwirtschaftlichen Betriebe in MV EU-Agrarbeihilfen in Höhe von insgesamt 13 Mrd. Euro ausgezahlt wurden. Hinzu kommen Fördermittel in Höhe von knapp 4 Mrd. Euro für Investitionen der Land- und Ernährungswirtschaft und für die ländliche Entwicklung. Damit wurden im ländlichen Raum Investitionen von rund 11 Mrd. Euro ermöglicht.

Angesichts der nach 2020 geringer werdenden Zuwendungen aus dem EU-Haushalt für die Landwirtschaft verwies der Minister auf sein Modell für eine künftige Gemeinsame europäische Agrarpolitik (GAP). „Es ist möglich, die Landwirtschaft der Zukunft wirtschaftlich zu machen, gerade weil sie Umweltleistungen für die Gesellschaft erbringt. Mein Ziel ist es, dass Landwirte künftig mit Umweltleistungen vernünftig Geld verdienen können“, sagte er. „Ich freue mich, dass ein Teil der Landwirte die Zeichen der Zeit erkannt hat und verstärkt auf Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen, beispielsweise auf das Anlegen von Blühstreifen und -flächen setzt“, so der Minister.

Backhaus stellte zudem den im August veröffentlichten Bienenweidekatalog als Teil der Insektenschutz-Strategie „Mehr Respekt vor dem Insekt“ vor. Der Katalog enthält Anregungen für Land- und Forstwirte, Haus- und Kleingärtner, Gemeinden und Einzelpersonen zum Anbau heimischer Pflanzenarten, die Bienen und Wildinsekten nektar - und pollenreiche Nahrung liefern.

Auf dem 378.000 Quadratmeter umfassenden Gelände der MeLa – davon 171.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche – präsentieren sich bis zum 16. September mehr als 1000 Aussteller aus 12 Nationen, darunter erstmals Indien und Irland, Verbrauchern und Fachpublikum. Auf der größten Tierschau im Norden sind 1142 Tiere 161 verschiedener Rassen zu sehen, darunter neben Rindern, Schweinen, Schafen und Ziegen auch Pferde, Rassekaninchen und Rassegeflügel. Am Stand des Ministeriums für Landwirtschaft und Umwelt MV in Halle 1 sind auch Landesforst, Landesforschungsanstalt und das Landesamt für Lebensmittelsicherheit und Fischerei sowie das Agrarmarketing vertreten.

Schwerin - 13.09.2018
Quelle: Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt


Preise in Anerkennung für langjähriges und engagiertes Handeln


Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus hat heute (14.9.) die diesjährigen Preise für hervorragende Leistungen und besondere Verdienste um die Tier- sowie die Pflanzenzucht in Mecklenburg-Vorpommern überreicht. Den Tierzuchtpreis 2018 erhielt die Geschäftsführerin des Hybridschweinezuchtverband Nord/Ost, Renate Schuster, den Pflanzenzuchtpreis 2018 der ehemalige Produktionsleiter des Betriebs Bocksee der Saatzucht Steinach GmbH & Co. KG, Bernd Schachler. Beide hatten schon zu DDR-Zeiten verantwortliche Positionen in Schweine- bzw. Saatzuchtbetrieben im damaligen Bezirk Neubrandenburg inne.

Renate Schuster engagierte sich ab 1990 beim Aufbau des Hybridschweinezuchtverbandes Nord/Ost e.V., für den sie seit 2006 Geschäftsführerin ist. Zuvor leitete sie die Zucht des Verbandes. Ziel ihrer Arbeit war und ist eine länderübergreifende Kooperation der verbandsgetragenen Schweinezucht in Deutschland. So erreichte sie zunächst die Zusammenarbeit mit den Brandenburger Schweinezüchtern bis hin zu einem gemeinsamen Zuchtverband sowie auch eine Zusammenarbeit mit der bayrischen Schweinezucht.

Auch dank ihres Engagements trägt heute der Hybridschweinezuchtverband Nord/Ost die Verantwortung für die Erhaltungszucht des Deutschen Sattelschweins und der Leicoma in Deutschland. „Auch wenn sie sagt, sie habe doch nur ihre Arbeit getan, werden in ihrem Auftreten die Sachkenntnis und höchstes Engagement deutlich, die maßgeblich zur Erhaltung der bodenständigen Rassen Deutsches Edelschwein, Deutsche Landrasse, Deutsches Sattelschwein und seit kurzem auch der Leicoma im Norden der Bundesrepublik beigetragen haben“, würdigte Backhaus ihre Leistung.

Bernd Schachler oblag von 2002 bis 2018 die Vermehrungswirtschaft am Standort Bocksee der Saatzucht Steinach GmbH & Co KG. Während seiner aktiven Tätigkeit arbeitete er im Fachausschuss Saatguterzeugung des Saatgutverbandes Mecklenburg-Vorpommern und im Netzwerk „Lupine" mit. Auf Bundesebene war er neben seiner Tätigkeit in der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft und im Bundesverband der Deutschen Pflanzenzüchter viele Jahre lang als 1. Vorsitzender der Gesellschaft zur Förderung der Lupine tätig. Er setzte sich für den Anbau der Lupine nicht nur als Eiweißlieferant, sondern vor allem in einer nachhaltigen Fruchtfolge ein. Lupinen fixieren Stickstoff im Boden und bereiten so einen Acker optimal für anspruchsvollere Pflanzen wie Getreide vor, verringern deren Düngerbedarf.

Das mit dem Deutschen Zukunftspreis ausgezeichnete Forschungs- und Technikvorhaben Prolupin ist maßgeblich von Bernd Schachler mitentwickelt und begleitet worden. „Aufgrund seiner umfangreichen fachlichen und gesellschaftlichen Leistungen auf dem Gebiet der Züchtung von Getreide und Leguminosen hat Bernd Schachler diese Auszeichnung zum Abschluss seiner 40-jährigen Züchtertätigkeit mehr als verdient“, hob Backhaus hervor.

Schwerin - 14.09.2018
Quelle: Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt


„Für diesen Moment geben wir alles“ – Tag des Handwerks auf der Messe MeLa in Mühlengeez

Staatssekretär Dr. Stefan Rudolph: Ein neues Produkt, ein gelöstes Problem, ein zufriedener Kunde – Handwerk bietet täglich Erfolgserlebnisse


Noch bis Sonntag ist das Handwerk auf der Messe MeLa - der Fachausstellung für Landwirtschaft, Ernährung, Fischwirtschaft, Forst, Jagd und Gartenbau - in Mühlengeez (Landkreis Rostock) mit einer Sonderschau vertreten. Anlässlich des bundesweiten „Tag der Handwerks“ (15.09.) informierte sich Wirtschaftsstaatssekretär Dr. Stefan Rudolph auf einem Rundgang bei den Ausstellern. Unter dem Motto „Für diesen Moment geben wir alles“ findet der Tag des Handwerks in diesem Jahr zum achten Mal bundesweit statt. „Die tägliche Arbeit der Handwerker weist eine Besonderheit auf: Am Ende des Tages steht immer ein Erfolgserlebnis - sei es ein neues Produkt, ein gelöstes Problem, eine zufriedener Kunde. Das trifft genau das Motto des Ehrentages. Diese Leistungen und vieles mehr präsentieren die Betriebe in Mühlengeez. Sie zeigen zudem eine beeindruckende Vielfalt ihres Handwerks und laden junge Menschen ein, im Handwerk ihren beruflichen Einstieg zu finden“, sagte der Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Dr. Stefan Rudolph vor Ort.

Mehr als 1.500 Ausbildungsplätze im Land neu besetzt

Die Handwerkskammer Schwerin hat die „Straße des Handwerks“ auf einer Gesamtfläche von rund 785 Quadratmetern organisiert. 23 Aussteller bieten Mitmach-Stationen, Info-Veranstaltungen und Wettbewerbe. Auch die Berufsberater der Handwerkskammer sind vor Ort und klären Interessierte über die Ausbildungsmöglichkeiten im Handwerk auf. In Mecklenburg-Vorpommern werden insgesamt rund 5.000 junge Menschen im Handwerk ausgebildet - damit kommt jeder vierte Auszubildende landesweit aus dem Handwerk. Nach Angaben der Handwerkskammer Schwerin sind zum diesjährigen Ausbildungsstart 587 (533 im Vorjahr) neue Ausbildungsverträge geschlossen worden (Stand 10.09.2018). Im Bereich der Handwerkskammer Ostmecklenburg-Vorpommern sind 985 (952 im Vorjahr) Ausbildungsplätze neu besetzt worden (Stand 10.09.2018). Das ist eine Steigerung zum Vorjahr von sechs Prozent. „Unser Handwerk ist innovativ, vielseitig und vor allem regional fest verankert. Das zeigt sich in kompakter Form auf der Straße des Handwerks. Wichtig ist, dass die Messebesucher auf die Bedeutung der Branche für die wirtschaftliche Entwicklung Mecklenburg-Vorpommerns aufmerksam werden. Denn als Ausbilder und Arbeitgeber sind die Betriebe ein wichtiges Element auf dem Arbeitsmarkt“, sagte Rudolph.

Die Aussteller auf der „Straße des Handwerks“

Wirtschaftsstaatssekretär Dr. Rudolph dankte den Beteiligten für ihr Engagement auf der Messe: „Die Messe bietet eine ideale Plattform für die Präsentation des Handwerks innerhalb Mecklenburg-Vorpommerns. Auf Initiative der Handwerkskammer Schwerin und dank der Bereitschaft der Unternehmen ist es zum 16. Mal gelungen, eine Straße des Handwerks in Mühlengeez zu organisieren. Die handwerklichen Unternehmen aus dem ganzen Land sollten diese Chance stärker nutzen und sich noch aktiver beteiligen“, sagte Rudolph.
Die Aussteller: Dachdecker GmbH Pahl aus Tarnow, Manfred Harm Tischlerei aus Groß Wokern, HFK Haustechnik GmbH aus Krassow, Zurow Bau GmbH aus Krassow, Metallbau & Sanierung Thorsten Fichtler aus Krassow, Waffen Poltier OHG aus Grabow, Daniel Amlow MKA aus Parchim, Sattlerei Del Kägebein aus Parchim, Bernstein Galerie E aus Ribnitz-Damgarten, Töpferhof Brigitte Dix aus Satow, von STICKwitz aus Bredenfelde, Schafwollverarbeitung R. Traber aus Poserin, Schiffszubehör Eckhard Knoll aus Bützow, Keramik Arts aus Ziesendorf, Landesinnungsverband des Dachdeckerhandwerks Mecklenburg-Vorpommern, Schornsteinfegerinnung Mecklenburg-Vorpommern, Grabower Backhus aus Grabow, Jörg Dargel Fleischerei aus Dorf Mecklenburg, Innungskrankenkasse Nord, Müller & Zi GmbH aus Bad Doberan, Auto-Service-Mulsow e. K. aus Parchim, Kreishandwerkerschaft Güstrow, Handwerkskammer Schwerin, Landesinnung Steinmetzen und Steinbildhauer Mecklenburg-Vorpommern.

Das Handwerk in Mecklenburg-Vorpommern

Derzeit sind über 20.200 Betriebe bei den Handwerkskammern verzeichnet. Diese beschäftigen über 112.000 Menschen und 5.003 Lehrlinge, die einen jährlichen Umsatz von neun Milliarden Euro erwirtschaften. Gemessen an den gesamtwirtschaftlichen Eckdaten können dem Handwerk in Mecklenburg-Vorpommern etwa zehn Prozent der Bruttowertschöpfung, rund 14 Prozent der Erwerbstätigen und etwa 25 Prozent des Ausbildungsmarktes zugerechnet werden.

Schwerin - 15.09.2018
Quelle: Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit


71.800 Menschen sahen die 28. MeLa: Agrarmesse legt in Besuchergunst zu


„Die MeLa 2018 hat einmal mehr gezeigt, dass die Land- und Ernährungswirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern leistungsfähig, innovativ und gut aufgestellt ist. Davon konnten sich die Verbraucher und das Fachpublikum ausgiebig überzeugen. Die hohe Besucherzahl auf der MeLa ist ein Beleg dafür, dass die Menschen hinter ihren Landwirten stehen. Dass auf der Messe eine Menge junger Leute anzutreffen waren, hat mich besonders gefreut. Das lässt auf weiteren Berufsnachwuchs hoffen, denn noch sind Ausbildungsplätze in der Land- und Forstwirtschaft und im Gartenbau frei“, sagte Landwirtschafts- und Umweltminister Dr. Till Backhaus zum heutigen Ausklang der 28. Mecklenburgischen Landwirtschaftsausstellung in Mühlengeez.

Die Agrarmesse mit der größten Tierschau im Norden und ihrer umfänglichen Technikschau sei nicht nur Präsentationsort für mehr als 1000 Aussteller aus 12 Nationen. „Sie bietet zugleich ein Podium für den agrarpolitischen Dialog. Gemeinsam mit dem Bauernverband haben wir auf der MeLa 2018 die Verantwortung der Landwirtschaft für Gesellschaft und Umwelt debattiert. Unser Ziel ist eine leistungsfähige Landwirtschaft und eine intakte Umwelt. Beides ist nicht zum Nulltarif zu haben. Die Gesellschaft muss endlich bereit sein, vernünftige Erzeugerpreise zu zahlen“, sagte der Minister weiter. „Das ist der Schlüssel für eine zukunftsfähige Landwirtschaft.“

Außerdem müsse die Gemeinsame europäische Agrarpolitik nach 2020 die Weichen stellen für eine umweltverträgliche Landwirtschaft, die es den Betrieben ermöglicht, mit Agrarumwelt- und Klimaleistungen ihre Einnahmen aufzustocken. Damit wären die Landwirte betriebswirtschaftlich unabhängiger von extremen Klimaereignissen wie dem Dürresommer 2018.
„Zugleich bedarf es schnellstmöglich eines Modells für eine Mehrgefahrenversicherung in der Landwirtschaft. Dazu wird MV auf der Agrarministerkonferenz Ende September Vorschläge einbringen. Außerdem werde ich alles daran setzen, weitere Bodenkäufe durch außerlandwirtschaftliches Kapital zu verhindern. Auch dazu wird es Vorschläge aus meinem Haus geben. Den Dialog zu diesen Themen werden wir mit dem Bauernverband fortsetzen. Denn nur im Dialog finden wir Lösungen, um die Landwirtschaft an den Klimawandel anzupassen, die Artenvielfalt zu erhalten, Gewässer und Boden zu schützen und die ländlichen Räume lebensfähig zu halten, erhalten“, erklärte Backhaus.

DIE MELA 2018 IN ZAHLEN:

Mit der Zahl von 71.800 Besuchern knüpft die MeLa an den Besucherrekord aus dem Vorjahr an. Absolute Publikumsmagneten waren wiederum die Vorführungen von mehr als 80 landwirtschaftlichen Technik-„Veteranen“ sowie die Tierschauen. Insgesamt waren auf der MeLa 1142 Tiere 161 verschiedener Rassen zu sehen, darunter 317 Pferde, 136 Rinder, 98 Schweine und 112 Schafe und Ziegen, dazu Rassekaninchen und Rassegeflügel.

An den vier Ausstellungstagen wurden 15 Tonnen Wurstwaren über den Tresen gereicht und 1.500 Brote verkauft. Hinzu kamen ca. 6.500 Liter Bier und 15.000 Liter Wasser und Säfte.
Die 29. Mecklenburgische Landwirtschaftsausstellung wird vom 12. bis 15. September 2019 in Mühlengeez über die Bühne gehen. Tier der MeLa wird im nächsten Jahr das Rheinisch-Deutsche Kaltblut sein, ein kräftig gebautes Zug- und Arbeitspferd. Die Rasse ist inzwischen vom Aussterben bedroht und steht in Deutschland auf der Roten Liste der gefährdeten einheimischen Nutztierrassen.

Schwerin - 16.09.2018
Quelle: Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt