Erntedankfest in Dummerstorf


Minister Dr. Till Backhaus (SPD) lädt zum Erntedankfest nach Dummerstorf ein

"Kommen Sie nach Dummerstorf und seien Sie dabei, wenn ein ganzes Dorf sich schmückt und mit seinen Gästen feiert“, lädt Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus ein, das Landeserntedankfest am 7. Oktober in Dummerstorf zu besuchen.

„Auch wenn in diesem Jahr vielerorts der Dank für die eingebrachte Ernte von Sorgenfalten über das schlechte Ergebnis infolge der Dürre überschattet ist, mit dem Erntedankfest danken wir auch den Landwirten für die geleistete Arbeit“, sagt der Minister. Unter dem Motto „Der Ähre zur Ehre“ haben die Dummerstorfer Akteure mit großem Einsatz ein Jahr lang ein abwechslungsreiches Programm auf die Beine gestellt.

Neben den traditionellen Eckpfeilern, dem Ökumenischen Gottesdienst in der Kirche Kavelstorf, dem Festumzug durch das Dorf sowie der Übergabe der Erntekrone, ist ein buntes Programm auf den Festbühnen am Rathaus und im Park sowie den drei Ausstellungsflächen mit Landtechnik und Kinderunterhaltung im Ort vorbereitet.

Website der Veranstaltung: https://dummerstorf.de/landeserntedankfest-2018.php

Dummerstorf ist der Landwirtschaft insbesondere durch das Forschungsinstitut für die Biologie landwirtschaftlicher Nutztiere verbunden. Auch diese Einrichtung wird sich auf einer Ausstellungsfläche vorstellen.

Erstmals im Rahmen des Landeserntedankfestes werden 27 Plaketten „Natur im Garten“ übergeben. Die Ausgezeichneten hatten im zweiten Halbjahr dieses Jahres den Nachweis erbracht, dass sie ihren Garten nach den Kriterien der Aktion gestalten und ohne Gifte, Kunstdünger und Torf bewirtschaften.

Für ihre Gäste hat die Gemeinde drei Parkplätze nordöstlich des Ortes (in der Nähe des neuen Norma-Logistikzentrums an der L 191) mit Shuttleverkehr eingerichtet. Die Deutsche Bahn verdichtet ihr Angebot auf der S-Bahnlinie S3 Rostock Hbf - Kavelstorf - Güstrow, so dass in der Zeit von 9 - 20 Uhr alle 60 Minuten Züge von Rostock, Güstrow oder Laage zum Bahnhof Kavelstorf fahren. Von dort fährt ein kostenloser Busshuttle zum Veranstaltungsgelände in Dummerstorf.

Schwerin - 28.09.2018
Quelle: Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt


Minister Dr. Till Backhaus (SPD): Landwirte zum Erntedank ins Blickfeld der Verbraucher rücken

„Seit Menschengedenken ist das Ende der Ernte Anlass, für die eingefahrenen Gaben zu danken. Das Fest gibt Anlass, uns darauf zu besinnen, wie viel Arbeit für einen reich gedeckten Tisch notwendig ist. Und es ruft uns ins Gedächtnis, dass es nicht allein in der Hand des Menschen liegt, über ausreichend Nahrung zu verfügen. Das haben wir in diesem Jahr wieder deutlich zu spüren bekommen“, sagte Landwirtschafts- und Umweltminister Dr. Till Backhaus im Vorfeld des für Sonntag (07. Oktober) in der Gemeinde Dummerstorf bevorstehenden 28. Landeserntedankfestes.

Backhaus erinnerte an die nassen Herbst- und Wintermonate, die dem trockenen Hochsommer 2018 vorausgegangen waren. „Das Wetter hat vielen Landwirten ordentlich zugesetzt und einige in eine wirtschaftliche Schieflage gebracht. Existenzgefährdeten Betrieben können wir jetzt finanziell unter die Arme greifen. Ich bin froh, dass die Bund-Länder Vereinbarung zur Gewährung von Schadensausgleichszahlungen endlich vorliegt. Sie ist die Voraussetzung dafür, dass wir im Land aktiv werden können. Ab Dienstag können landwirtschaftliche Betriebe Anträge auf finanzielle Unterstützung aus dem Bund-Länder-Dürrehilfsprogramm stellen. Damit gehört in Mecklenburg-Vorpommern zu den ersten Bundesländern, die das Antragsverfahren eröffnen. Wir setzen jetzt alles daran, die Abschlagszahlungen so schnell wie möglich an die Betriebe auszureichen“, betonte Backhaus.
Der Minister erinnerte daran, dass die landwirtschaftlichen Betriebe in MV durch die langanhaltende Trockenheit Einnahmeverluste von insgesamt rund 530 Millionen Euro hinzunehmen hatten. „Im dritten schlechten Jahr in Folge lagen die Erträge bei Mähdruschfrüchten im Landesdurchschnitt um 25 bis 28 Prozent unter dem langjährigen Mittel. Bei Wintergerste und Winterweizen liegt der Minderertrag jeweils bei mehr als 25 Prozent, beim Raps bei 21 Prozent. Auch für Mais und Hackfrüchte liegen die Ernteergebnisse aufgrund des Wassermangels niedriger als im langjährigen Mittel. Aus dem 50-prozentigen Ertragsverlust beim Grünland resultiert ein erheblicher Futtermangel im Land, der durch teure Zukäufe kompensiert werden muss und schlimmstenfalls das weitere Schrumpfen der Tierbestände zur Folge hat“, resümierte Backhaus.

„Bedauerlich ist, dass die Verbraucher in Zeiten des globalen Handels und des hart umkämpften Lebensmittelmarktes davon scheinbar wenig zu spüren bekommen. Auch deshalb ist es wichtig, mit dem Landeserntedankfest diejenigen deutlicher ins Blickfeld zu rücken, die hinter der Vielfalt an Lebensmitteln stehen. Die Landwirte sind an 365 Tagen für Tiere und Ackerkulturen im Jahr im Einsatz. Jeder einzelne Landwirt ernährt heute 145 Menschen; vor 100 Jahren waren es nur 4“, so der Minister weiter.

In Mecklenburg-Vorpommern arbeiten 23.900 Menschen in rund 4900 landwirtschaftlichen Betrieben. Hinter jedem Arbeitsplatz in der Landwirtschaft stehen weitere sieben Arbeitsplätze in den vor- und nachgelagerten Wirtschaftsbereichen. Das zeige, dass die Landwirtschaft einer der wichtigsten Stützpfeiler für den ländlichen Raum sei, erklärte Backhaus.
„Seit 1990 investierte Mecklenburg-Vorpommern knapp 24 Milliarden Euro in seine Land- und Ernährungswirtschaft sowie in die ländlichen Räume. Entscheidend für die Zukunft des ländlichen Raumes ist allerdings neben der finanziellen Ausstattung das Engagement der Menschen vor Ort“, unterstrich der Minister.

Er dankte vorab den Organisatoren des 28. Landeserntedankfestes aus der Gemeinde Dummerstorf. Das Fest beginnt am Sonntag um 10.00 Uhr in der Kirche Kavelstorf mit einem Ökumenischen Festgottesdienst. Um 12.30 Uhr startet an der Festbühne am Rathaus in Dummerstorf der große Festumzug mit etwa 60 Bildern. Dazu gibt es unter anderem eine Künstlermeile, einen Marktplatz der Regionen und eine Schau historischer und moderner Landtechnik. Um 15.00 Uhr werden Erntekrone und Staffelstab an die Gemeinde Hiddensee übergeben, die das Landeserntedankfest 2019 ausrichten wird.

Schwerin - 05.10.2018
Quelle: Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt


Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) lobt Arbeit Landwirte und fordert mehr Wertschätzung für sie


„2018 war für die landwirtschaftlichen Betriebe ein besonders hartes Jahr – auch bei uns in Mecklenburg-Vorpommern. Dürre und hohe Temperaturen haben den Bäuerinnen und Bauern auch wirklich alles abverlangt. Davon habe ich mich bei meiner Erntebereisung überzeugen können. Ich habe aber auch gespürt, dass niemand den Kopf in den Sand gesteckt hat und mit welchem großen Engagement alle dabei waren, um das bestmögliche Ernteergebnis einzufahren. Dafür gilt allen Landwirtinnen und Landwirten ein großes Dankeschön“, erklärte Ministerpräsidentin beim diesjährigen Landeserntedankfest in Dummerstorf im Landkreis Rostock.

Es sei richtig, das Erntedankfest auch in schwierigen Situationen zu feiern. „Es ist ein besonderes Fest und eine gute Tradition, die uns bewusst macht, dass gesunde Lebensmittel nicht selbstverständlich sind, dass der Kreislauf von Saat über Ernte bis zur Verarbeitung schwere Arbeit ist, die von vielen Faktoren beeinflusst wird. So haben wir in diesem Sommer besonders eindrucksvoll erlebt, wie auf der einen Seite die Tourismusbranche zugelegt hat, während die Landwirtschaft mit Hitze und Trockenheit kämpfen musste.“

Es sei richtig und wichtig, dass Bund und Land schnell geholfen haben. „Wir haben verschiedene Sofortmaßnahmen ergriffen: den Aufschub für Steuern, oder der Stundung von Raten bei öffentlichen Darlehen und bei den Pachten für Landesflächen. Und gemeinsam mit dem Bund gibt es finanzielle Unterstützung“, betonte Schwesig und verwies auf das Schadensausgleichsprogramm der Länder, an dem sich der Bund mit bis zu 170 Millionen Euro beteiligt. MV stehen davon rund 25 Millionen zur Verfügung. Nochmal 25 Millionen hat der Finanzausschuss des Landtags einstimmig bewilligt. „Das ist eine wichtige Unterstützung für unsere Landwirte.“

Die Regierungschefin forderte mehr Respekt für die Arbeit der Bäuerinnen und Bauern: „Leider fehlt oft die Wertschätzung für das, was die Landwirte für uns alle leisten. Ein Bauer ernährt 145 Menschen. Das müssen wir uns immer wieder bewusst machen. Die in der Landwirtschaft Beschäftigten leisten hervorragende Arbeit. Darauf können sie stolz sein – auch in Zukunft.“

Schwerin - 07.10.2018
Quelle: Staatskanzlei / Ministerpräsidentin