Erklärung von Wolgograd


Städte für aktiven Beitrag zur Stärkung des Friedens

Oberbürgermeister Roland Methling besuchte Wolgograd und Wolschski


Im Rahmen der Mitgliedschaft Rostocks in der International Association of Peace Messenger Cities (Internationale Vereinigung der Städte als Friedensbotschafter - IAPMC) nahm Oberbürgermeister Roland Methling an der 29. Generalversammlung und der Vorstandssitzung vom 29. Oktober bis 2. November 2018 in Wolgograd (Russland) teil. Auf dem Tagungsprogramm standen auch eine Kranzniederlegung an der Ewigen Flamme auf dem Platz der gefallenen Kämpfer, der Besuch des Mamajew-Hügels und das Museumspanorama „Schlacht um Stalingrad“. Oberbürgermeister Roland Methling vertrat Rostock während einer Podiumsdiskussion zum Thema „Städte als Friedensbotschafter: Frieden schaffende Projekte der Kommunen im 21. Jahrhundert“.

Begleitend veranstaltete die Regionalregierung Wolgograd das Internationale Forum „Dialog auf der Wolga: Frieden und gegenseitiges Verständnis im 21. Jahrhundert". Repräsentanten von Städten und Gemeinden aus 20 Ländern der Erde nahmen daran teil, um über den Erhalt des Friedens und die mögliche Rolle der Kommunen zu diskutieren.

Wolgograd / Rostock

Oberbürgermeister Roland Methling bei der Podiumsdiskussion "Städte als Friedensbotschafter" (Foto: Pressestelle Hanse- und Universitätsstadt Rostock)


Ein Kulturprogramm rundete das Programm des Städtetreffens ab. Als Höhepunkt fand am 31. Oktober auf Einladung der Stadt Wolgograd und der Tanzakademie „Volzhanochka“ das internationale Tanzfestival „Volzhanochka lädt Freunde ein“ statt. Tanzgruppen aus aller Welt wurden mit ihren Choreografien und Folkloretänzen in dem Symphoniehaus aufgetreten. Rostock wurde dabei von acht Tanzschülerinnen des Tanzland Rostock e.V. zusammen mit ihren Lehrerinnen Franziska Kretz und Brit Bauermeister vertreten. Sie führten Stücke zu den Themen „Moderne Technologie - Fluch oder Segen?" und "Gedanken zum Krieg aus der Perspektive eines Kindes" auf. Dabei sind die Tänzerinnen auch wieder auf das Ensemble getroffen, das bereits im Mai 2018 in Rostock anlässlich des Symposiums „Städte der Erinnerung“ in Rostock ein Gastspiel absolvierte.

„Wolgograd war damit für eine Woche das weltweite Zentrum für die Förderung des Friedens und diplomatischer Beziehungen auf kommunaler Ebene“, unterstreicht Oberbürgermeister Roland Methling. „Nur wer seine Geschichte kennt, kann auch die Zukunft erfolgreich gestalten. Vertrauen und Wahrheit helfen aber auch, um heutige Entscheidungen besser treffen zu können und zu ihrem Verständnis beizutragen.“

Zum Abschluss der Veranstaltung wurde eine gemeinsame Entschließung verabschiedet, mit der Städte in der ganzen Welt ermuntert werden sollen, einen aktiven Beitrag zur Stärkung des Friedens in den internationalen Beziehungen zu leisten.

Während seines Aufenthalts in Wolgograd besuchte Oberbürgermeister Roland Methling auch die benachbarte Stadt Wolschski am Mündungsarm Achtuba der Wolga. Dort besuchte er das größte Wasserkraftwerk Europas und ein Weingut. Die über 310.000 Einwohnerinnen und Einwohner zählende Stadt wurde erst 1951 gegründet. Nicht nur wegen einiger Parallelen wie archäologischer Funde aus der Wikingerzeit und der Herstellung von Großröhren, zum Beispiel für die Gazprom-Erdgasleitung Nord Stream 2 in der Ostsee, gibt es in Wolschski großes Interesse an einer weiteren Zusammenarbeit mit Rostock.

Rostock - 06.11.2018
Quelle: Pressestelle Hanse- und Universitätsstadt Rostock