3 zentrale Projekte für Rostock


Landesregierung und Stadt Rostock vereinbaren 3 zentrale Projekte

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig, der Minister für Inneres und Europa Lorenz Caffier, Oberbürgermeister Roland Methling und Finanzsenator Dr. Chris Müller-von Wrycz Rekowski haben sich heute in der Schweriner Staatskanzlei über drei zentrale Projekte in der Hanse- und Universitätsstadt Rostock verständigt. Konkret ging es um die Bundesgartenschau, das Archäologische Landesmuseum und den Neubau des Volkstheaters.

„Rostock ist die größte Stadt und das wirtschaftliche Zentrum unseres Landes. Deshalb ist es für das gesamte Land wichtig, dass sich Rostock gut entwickelt. Die BUGA ist eine große Chance für die Stadt. Wir wollen dazu beitragen, dass sie gelingt. Das Volkstheater bereichert das kulturelle Leben in Rostock und im ganzen Land. Deshalb machen wir den Weg frei für den Neubau und unterstützen das Projekt stärker als ursprünglich geplant. Schließlich haben wir uns beim Archäologischen Landesmuseum geeinigt. Es soll im Stadthafen entstehen, mit einem realistischen Finanzkonzept und Zeitplan“, erklärte Ministerpräsidentin Schwesig im Anschluss an das Gespräch.

„Wir haben heute wichtige Entscheidungen für die Stadtentwicklung und die Kulturpolitik in der Hanse- und Universitätsstadt Rostock getroffen“, so Oberbürgermeister Roland Methling. „Dass wir für diese Entwicklung gemeinsam die Verantwortung übernehmen, schätze ich sehr!“

"Die heutigen Gesprächsergebnisse sind ein gutes Signal für die Hansestadt Rostock, die aufgrund der wirtschaftlichen Entwicklung und der finanziellen Unterstützung des Landes ihre Schulden abgebaut hat. Ich habe die Erwartung an die Hansestadt, dass sie mit den geplanten Projekten diesen Weg des Haushaltsausgleichs im Interesse künftiger Generationen nicht gefährdet", erklärte Innenminister Caffier.

„Mit der hohen Verbindlichkeit unserer heutigen Absprachen steht die Ampel zur Entwicklung des Stadthafens jetzt auf Grün“, unterstreicht Senator Dr. Chris Müller-von Wrycz Rekowski.

Die Vergabe der Bundesgartenschau 2025 an die Hansestadt Rostock wird von Land und Stadt gleichermaßen als große Chance für eine umfassende stadtplanerische Entwicklung gesehen. Nach den derzeitigen Planungen und Kalkulationen wird ein Investitionsvolumen von rund 113 bis 120 Mio. Euro veranschlagt. Das Land hat heute seine Bereitschaft bekräftigt, die BUGA im Rahmen der bestehenden Landesprogramme zu unterstützen. Ziel ist es, die Hälfte der Investitionskosten durch Zuschüsse von Land und Bund abzudecken. Über die konkrete Umsetzung wollen sich Stadt und Land im Laufe des Jahres weiter verständigen.

Das neue Archäologische Landesmuseum soll in Rostock am Standort Stadthafen errichtet werden. Das Land wird für die Planungen, den Bau, inklusive Baukostensteigerung sowie die Erstausstattung des Museums 40 Millionen Euro bereitstellen. Die Stadt wird im Rahmen der BUGA die notwendigen Investitionen zur Gestaltung der Außenanlagen und für die notwendige Landgewinnung für einen ins Wasser ragenden Standort übernehmen. Für beide Bereiche stellt sie rund 15 Mio. Euro zur Verfügung. Das Archäologische Landesmuseum wird zur Bundesgartenschau 2025 nicht fertig sein, kann aber in seiner Entstehung für die Gartenbauausstellung genutzt werden.

Die Landesregierung stockt außerdem den Anteil der Landesmittel für den Theaterneubau des Volkstheaters Rostock von 25 Mio. Euro auf maximal 51 Mio. Euro auf. Sofern es zu weiteren Kostensteigerungen kommen sollte, werden diese ausschließlich von der Hansestadt Rostock getragen. Der Gesamtzuschuss für den laufenden Betrieb des Volkstheaters Rostock wird ab 2019 mit 2,5% pro Jahr dynamisiert. Damit ist der Weg für eine tarifgerechte Entlohnung am Theater geebnet.

Darüber hinaus einigten sich die Vertreter des Landes und der Hanse- und Universitätsstadt Rostock darauf, auch bei weiteren Projekten, wie zum Beispiel dem Eltern-Kind-Zentrum Südstadt, dem Aufbau eines digitalen Start-Up-Zentrums oder der Landstromanlage im Hafen Warnemünde vertrauensvoll und konstruktiv zusammenzuarbeiten.

Schwerin - 14.05.2019
Quelle: Staatskanzlei