Neue Tourismusabgaben


Neue Tourismusabgaben kaschieren das Verschlafen des Wirtschaftsministeriums

Laut einem Medienbericht stößt die vom Wirtschaftsministerium geforderte Tourismusabgabe für Unternehmen in der Wirtschaft auf Widerspruch. Dazu erklärt der tourismuspolitische Sprecher der AfD-Fraktion, Thomas de Jesus Fernandes:

AfD - Thomas de Jesus Fernandez

(Foto: Privat)

„Mit der zusätzlichen Tourismusabgabe bezahlen die Bürger das jahrzehntelange Rumdümpeln der Regierung. Hier fehlt der wirtschaftliche Weitblick: es entstehen neue Wirtschaftshemmnisse für Unternehmen, die Kosten werden am Ende auf die Bürger und Touristen übertragen.

Das Wirtschaftsministerium kaschiert damit aufgeschobene und vernachlässigte Investitionen im Bereich der staatlichen Daseinsvorsorge. Es fehlt nach wie vor eine umfassende digitale Infrastruktur. Die vorhandene Verkehrsinfrastruktur ist vielerorts dermaßen kaputtgespart worden, dass eine Reparatur kaum noch möglich ist. Und dies alles trotz der höchsten Gewerbesteuereinnahmen in Mecklenburg-Vorpommern seit der Wende.

Aber auch das unrentable „Strandkorb-Marketing“ des Wirtschaftsministeriums und des Tourismusverbandes ist veraltet und schlichtweg langweilig. Es fehlt an Standards wie peppigem Erlebnistourismus oder aufregenden Angeboten für junge Leute. Das Handy ist heutzutage der Reiseführer und in Mecklenburg-Vorpommern als solcher nicht nutzbar. Dazu gehört auch WLAN und Lademöglichkeiten für elektronische Geräte z.B. in den Bussen und Bahnen. Andere Bundesländer und Städte sind uns da weit voraus.

Mehr Vertrauen in die Wirtschaft statt staatlicher Abgaben schaffen eine gute Zukunft. Wenn bessere Rahmenbedingungen geschaffen werden, entwickelt sich Mecklenburg-Vorpommern zu einem attraktiveren Tourismus- und Wirtschaftsland.“

Schwerin - 11.07.2018
Text: Alternative für Deutschland Fraktion im Landtag Mecklenburg-Vorpommern