Wildmahlzeit für Schüler am Carolinum


Minister reicht Wildmahlzeit für Schüler am Carolinum aus

„Wild essen“ ist eine Mottowoche am Neustrelitzer Gymnasium Carolinum überschrieben, die am Montag (01.Oktober 2018) ihren Anfang nimmt. „Die Wildwoche soll bei Schülern, Lehrern und Eltern das in den Landesforsten produzierte Wildbret als gesundes, hochwertiges Nahrungsmittel bekannter machen“, erklärt Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus.
An vier Tagen wird in der Schulküche des Gymnasiums Reh-, Rot-, Dam- und Schwarzwild zubereitet – seit 2014 bereits zum fünften Mal.

Am Abschlusstag der Wildwoche wird Minister Backhaus eigenhändig an der Essenausgabe für die Schüler beteiligt sein.

Schwerin - 28.09.2018
Quelle: Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt


Minister Dr. Till Backhaus (SPD): Landwirte zum Erntedank ins Blickfeld der Verbraucher rücken


„Seit Menschengedenken ist das Ende der Ernte Anlass, für die eingefahrenen Gaben zu danken. Das Fest gibt Anlass, uns darauf zu besinnen, wie viel Arbeit für einen reich gedeckten Tisch notwendig ist. Und es ruft uns ins Gedächtnis, dass es nicht allein in der Hand des Menschen liegt, über ausreichend Nahrung zu verfügen. Das haben wir in diesem Jahr wieder deutlich zu spüren bekommen“, sagte Landwirtschafts- und Umweltminister Dr. Till Backhaus im Vorfeld des für Sonntag (07. Oktober) in der Gemeinde Dummerstorf bevorstehenden 28. Landeserntedankfestes.

Backhaus erinnerte an die nassen Herbst- und Wintermonate, die dem trockenen Hochsommer 2018 vorausgegangen waren. „Das Wetter hat vielen Landwirten ordentlich zugesetzt und einige in eine wirtschaftliche Schieflage gebracht. Existenzgefährdeten Betrieben können wir jetzt finanziell unter die Arme greifen. Ich bin froh, dass die Bund-Länder Vereinbarung zur Gewährung von Schadensausgleichszahlungen endlich vorliegt. Sie ist die Voraussetzung dafür, dass wir im Land aktiv werden können. Ab Dienstag können landwirtschaftliche Betriebe Anträge auf finanzielle Unterstützung aus dem Bund-Länder-Dürrehilfsprogramm stellen. Damit gehört in Mecklenburg-Vorpommern zu den ersten Bundesländern, die das Antragsverfahren eröffnen. Wir setzen jetzt alles daran, die Abschlagszahlungen so schnell wie möglich an die Betriebe auszureichen“, betonte Backhaus.

Der Minister erinnerte daran, dass die landwirtschaftlichen Betriebe in MV durch die langanhaltende Trockenheit Einnahmeverluste von insgesamt rund 530 Millionen Euro hinzunehmen hatten. „Im dritten schlechten Jahr in Folge lagen die Erträge bei Mähdruschfrüchten im Landesdurchschnitt um 25 bis 28 Prozent unter dem langjährigen Mittel. Bei Wintergerste und Winterweizen liegt der Minderertrag jeweils bei mehr als 25 Prozent, beim Raps bei 21 Prozent. Auch für Mais und Hackfrüchte liegen die Ernteergebnisse aufgrund des Wassermangels niedriger als im langjährigen Mittel. Aus dem 50-prozentigen Ertragsverlust beim Grünland resultiert ein erheblicher Futtermangel im Land, der durch teure Zukäufe kompensiert werden muss und schlimmstenfalls das weitere Schrumpfen der Tierbestände zur Folge hat“, resümierte Backhaus.

„Bedauerlich ist, dass die Verbraucher in Zeiten des globalen Handels und des hart umkämpften Lebensmittelmarktes davon scheinbar wenig zu spüren bekommen. Auch deshalb ist es wichtig, mit dem Landeserntedankfest diejenigen deutlicher ins Blickfeld zu rücken, die hinter der Vielfalt an Lebensmitteln stehen. Die Landwirte sind an 365 Tagen für Tiere und Ackerkulturen im Jahr im Einsatz. Jeder einzelne Landwirt ernährt heute 145 Menschen; vor 100 Jahren waren es nur 4“, so der Minister weiter.

In Mecklenburg-Vorpommern arbeiten 23.900 Menschen in rund 4900 landwirtschaftlichen Betrieben. Hinter jedem Arbeitsplatz in der Landwirtschaft stehen weitere sieben Arbeitsplätze in den vor- und nachgelagerten Wirtschaftsbereichen. Das zeige, dass die Landwirtschaft einer der wichtigsten Stützpfeiler für den ländlichen Raum sei, erklärte Backhaus.
„Seit 1990 investierte Mecklenburg-Vorpommern knapp 24 Milliarden Euro in seine Land- und Ernährungswirtschaft sowie in die ländlichen Räume. Entscheidend für die Zukunft des ländlichen Raumes ist allerdings neben der finanziellen Ausstattung das Engagement der Menschen vor Ort“, unterstrich der Minister.

Er dankte vorab den Organisatoren des 28. Landeserntedankfestes aus der Gemeinde Dummerstorf. Das Fest beginnt am Sonntag um 10.00 Uhr in der Kirche Kavelstorf mit einem Ökumenischen Festgottesdienst. Um 12.30 Uhr startet an der Festbühne am Rathaus in Dummerstorf der große Festumzug mit etwa 60 Bildern. Dazu gibt es unter anderem eine Künstlermeile, einen Marktplatz der Regionen und eine Schau historischer und moderner Landtechnik. Um 15.00 Uhr werden Erntekrone und Staffelstab an die Gemeinde Hiddensee übergeben, die das Landeserntedankfest 2019 ausrichten wird.

Schwerin - 05.10.2018
Quelle: Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt