Lärmaktionsplanung 2018


Aufruf zur Öffentlichkeitsbeteiligung - Lärmaktionsplanung 2018

Vom Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie (LUNG) wurden der Stadtverwaltung Neubrandenburg neu berechnete Lärmkarten übergeben, auf deren Basis der Lärmaktionsplan bis zum Juli 2018 fortzuschreiben ist.

Auf Grundlage dieser Lärmkarten ist durch die Stadt Neubrandenburg für die betroffenen Straßenabschnitte bis zum 18. Juli 2018 eine Fortschreibung des Lärmaktionsplanes nach § 47 d Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG) aufzustellen. An der Lärmaktionsplanung 2018 können sich alle Bürgerinnen und Bürger Neubrandenburgs bereits im Planungsprozess beteiligen. Es besteht die Möglichkeit, zum Inhalt der Lärmkarten bis 31. März 2018 Hinweise zu geben, diese werden in die weitere Bearbeitung einbezogen.

Mit dem „Gesetz zur Umsetzung der EG-Richtlinie über die Bewertung und Bekämpfung von Umgebungslärm“ vom 25. Juni 2005 wurde die EG-Umgebungslärmrichtlinie in nationales Recht umgesetzt. Ziel dieser Richtlinie ist es, ein gemeinsames Konzept zur Bewertung und Bekämpfung von Umgebungslärm zu realisieren. Wichtigste Kernpunkte dabei sind die Ausarbeitung strategischer Lärmkarten zur Belastungsermittlung, die Ausarbeitung von Lärmaktionsplänen (LAP) mit Maßnahmen zur Lärmreduzierung und die Information und Beteiligung der Öffentlichkeit. Ziel der Lärmaktionsplanung ist es letztendlich, in allen schutzwürdigen Gebieten die Lärmbelastung so weit zu vermindern, dass definierte Zielwerte eingehalten werden.

Gemäß § 47 d BImSchG war die Lärmminderungsplanung in zwei Stufen durchzuführen und ist danach im Fünf-Jahres-Rhythmus zu überprüfen und fortzuschreiben.

In einer ersten Stufe wurden 2008 alle Bundesstraßen mit einer Verkehrsbelegung von mindestens 6 Millionen Kraftfahrzeugen betrachtet. In Neubrandenburg waren das Straßenabschnitte mit einer Gesamtlänge von ca. 13 Kilometern. In der 2. Stufe waren 2013 alle Hauptverkehrsstraßen mit mindestens 3 Millionen Kfz/a zu kartieren. Das galt jedoch nur für Bundes- und Landesstraßen.
Um die Auswirkungen von Maßnahmen auf das umliegende Netz prüfen zu können, wurde auf Drängen der Kommunen auch ein Teil des untergeordneten Netzes kartiert. Diese als Ergänzungsnetz genannten Straßen weisen zum Teil ebenfalls hohe Lärmbelastungen auf. Insgesamt wurden in der zweiten Stufe ca. 62 km Straßen kartiert.

Die Lärmkarten und weitere Informationen zur Umgebungslärmrichtlinie sind auf
der Internetseite des LUNG www.lung.mv-regierung.de/insite/cms/umwelt/laerm/
laerm_eu.htm bzw. auf der Internetseite der Stadt Neubrandenburg www.neubrandenburg.de
unter dem Stichwort „Lärmaktionsplan“ abrufbar.

Sie können uns Ihre Hinweise unter dem Stichwort „Lärmaktionsplan“ per E-Mail an laerm@neubrandenburg.de oder per
Post an die Adresse:

Stadt Neubrandenburg
Abteilung Ordnung, Verkehr und Gewerbe
Immissionsschutzbehörde
Friedrich-Engels-Ring 53
17033 Neubrandenburg

senden.

Neubrandenburg - 25.01.2018
Quelle: Pressestelle Vier-Tore-Stadt Neubrandenburg am Tollensesee