Krautziehplatz Wotenick


Das Staatliche Amt für Landwirtschaft und Umwelt Mecklenburgische Seenplatte (StALU MS) hat, nachdem alle notwendigen Genehmigungen und Zustimmungen vorlagen, die Befestigung des Krautziehplatzes Wotenick in Auftrag gegeben. Der bisher unbefestigte Krautziehplatz an der Wotenicker Brücke muss entsprechend arbeitsschutzrechtlicher Anforderungen eingerichtet und eine Einsatzstelle für Mähboote geschaffen werden. Es wird eine 20 m lange Spundwand parallel zum Ufer gerammt. 16 waagerechte Anker sollen den teilweise 14 m langen Spundbohlen den erforderlichen Halt geben. Nach dem Austausch der nicht tragfähigen Bodenschichten erfolgt die Befestigung der Oberfläche des Krautziehplatzes mit einer Schottertragschicht, um ein sicheres Arbeiten mit Baggertechnik in unmittelbarer Gewässernähe zu ermöglichen. Die Bootseinsatzstelle wird mit Betonstraßenplatten gesichert.

Die Ertüchtigung des Krautziehplatzes ist erforderlich, um bestehende Gewässerunterhaltungspflichten erfüllen zu können. Die Gewässerunterhaltung besteht zurzeit in einer jährlich wechselseitigen Mahd der Uferböschung, die im September durchgeführt wird. Im Vorfeld der Investitionsentscheidung wurde der Bedarf vor allem vor dem Hintergrund der großflächigen Renaturierung des Trebeltales sowie an Hand der Erfahrungen einer Aussetzung der Krautung von 2009 bis 2011 geprüft. Im Ergebnis wird die Eingriffsmöglichkeit zur Sicherstellung des Wasserabflusses benötigt, insbesondere weil der Standort Wotenick durch einen talquerenden Damm mit Brücke gekennzeichnet ist.

Zum Krautziehplatz gehört ein Absperrbalken, der während der Unterhaltungsarbeiten über die gesamte Gewässerbreite ausgelegt wird. Hier fängt sich das Kraut und wird am befestigten Platz aus dem Wasser gezogen. Das Mähgut wird gemäß Bioabfallverordnung verwertet.

Die Bauarbeiten für den Krautziehplatz werden voraussichtlich in der 41. KW 2018 beginnen und je nach Witterungsbedingungen Ende März 2019 abgeschlossen sein.

Neubrandenburg - 19.09.2018
Quelle: Staatliches Amt für Landwirtschaft und Umwelt Mecklenburgische Seenplatte