Historische Bibliothek kehrt zurück


Historische Bibliothek kehrt nach Neubrandenburg zurück


Zwei herausragende Kirchenbibliotheken mit Wurzeln im Mittelalter und in der Reformationszeit kehren in diesen Tagen in ihre Heimatregion zurück: die Kirchenbibliotheken von St. Marien Neubrandenburg und der Nachbarstadt Altentreptow.

Am Freitag, 30. November, werden die Bücher aus St. Marien Neubrandenburg in der Regionalbibliothek Neubrandenburg der Öffentlichkeit vorgestellt. Interessierte Medienvertreter sind dazu um 10 Uhr in die Bibliothek eingeladen.

Neubrandenburg - Kirchenbibliothek

Druck aus der Kirchenbibliothek Neubrandenburg, Einband mit dem Wappen des Heiligen Römischen Reiches von Steffan Rabe, Wittenberg, Wirkungszeit 2. Hälfte 16. Jh. (Foto: Universitätsbibliothek Rostock)


Die Universitätsbibliothek Rostock führt gemeinsam mit der Nordkirchenbibliothek ein Projekt zur Erhebung des Zustands des reichen Bibliothekserbes in Mecklenburg und Vorpommern durch. Das Projekt wird maßgeblich von der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung gefördert und hat das Ziel, kirchliche Buchbestände nach Möglichkeit in ihrem regionalen Kontext benutzbar und erlebbar zu machen. Die Arbeiten werden außerdem vom Bildungsministerium gefördert.

Trotz der Zerstörung der Stadt und der Kirche überlebte die Kirchenbibliothek den Zweiten Weltkrieg unversehrt. Weil geeignete Aufbewahrungsmöglichkeiten vor Ort bisher fehlten, wurde sie seit den 1970er Jahren in einem Depot der Landeskirche in Rostock kaum zugänglich aufbewahrt. Mit der Sanierung der Bibliothek in Neubrandenburg kehrt die Kirchenbibliothek an ihren Entstehungsort zurück. Die Originale werden künftig im gemeinsamen Lesesaal der Regionalbibliothek und des Stadtarchivs Neubrandenburg sowohl für interessierte Bürgerinnen und Bürger als auch für Forscherinnen und Forscher aus aller Welt zugänglich sein.

Neubrandenburg - 27.11.2018
Quelle: Pressestelle Vier-Tore-Stadt Neubrandenburg am Tollensesee