Gegen Islamismus und Radikalisierung


Neues Beratungsangebot beim CJD Nord

Ministerin Birgit Hesse (SPD): Mitarbeiter klären über religiös begründeten Extremismus auf

In Mecklenburg-Vorpommern gibt es eine neue Fachstelle zur Prävention von religiös begründetem Extremismus. „Bidaya“ (arab.: Start, Neuanfang), so der offizielle Name, ist beim Christlichen Jugenddorfwerk (CJD) Nord in Waren an der Müritz angesiedelt. Das Land unterstützt die Präventionsarbeit in diesem Jahr mit 130.000 Euro über die Landeskoordinierungsstelle „Demokratie und Toleranz“ in der Landeszentrale für politische Bildung. Die Fördermittel stammen aus dem Bundesprogramm „Demokratie leben!“.

„Über religiös motivierten Extremismus wird immer dann intensiv diskutiert, wenn er sich in Form von Gewalt äußert und etwas Schlimmes passiert ist“, sagte Bildungsministerin Birgit Hesse bei ihrem Besuch in Waren. „Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Bidaya setzen aber schon viel früher an. Sie kümmern sich um Menschen, die Gefahr laufen, sich zu radikalisieren und klären über religiös motivierten Extremismus auf. Die Arbeit, die hier geleistet wird, halte ich deswegen für sehr wichtig“, betonte die Ministerin.

Das CJD Nord ist in Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Hamburg aktiv und verfügt mit dem Projekt JUMP bereits über viele Erfahrungen in der Einstiegsprävention sowie der Ausstiegs- und Distanzierungsarbeit im Bereich Rechtsextremismus. Bei der Islamismusprävention geht es hauptsächlich um Beratung und die Fortbildung von Fachkräften. „Bidaya ist eine landesweite Fachstelle und steht staatlichen Einrichtungen und zivilgesellschaftlichen Trägern beratend zur Seite. Hier können sich auch Einzelpersonen melden, also alle, die Fragen zur Präventionsarbeit haben und Unterstützung brauchen“, sagte Hesse.

Schwerin - 06.04.2018
Quelle: Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur