Dahlemann erinnert an 8. Mai in Demmin


„Demmin hat eine besondere Geschichte. Der Massenselbstmord zum Ende des Krieges verstört bis heute. Es ist wichtig, dass die Erinnerung an die Ereignisse im Mai 1945 wach gehalten wird. Sie mahnen uns, dass Frieden wichtiger ist als alles andere“, erklärte der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann anlässlich der heutigen Aufführung des Requiems von Wolfgang Amadeus Mozart in der St. Bartholomaei-Kirche.

„Zur besonderen Geschichte von Demmin gehört auch, dass Rechtsextremisten alle Jahre wieder die Erinnerung an den 8. Mai 1945 für ihre Zwecke zu missbrauchen versuchen. Ich bin sehr dankbar, dass die Hansestadt Demmin, die evangelische und die katholischen Kirchengemeinde in der Stadt, die demokratischen Parteien sowie zahlreiche Verbände und Einzelpersonen den Rechtsextremen seit Jahren entschieden entgegentreten“, lobte der Staatssekretär. „Die Akteure erinnern mit diesem Konzert in angemessener und würdiger Form an die schrecklichen Ereignisse zum Kriegsende. Sie zeigen hier und heute: Wir überlassen den Rechtsextremen nicht die Deutungshoheit. Wir arbeiten die Geschichte unserer Stadt selbst auf.“

„Nach dem im März vorgestellten Dokumentarfilm „ÜBER LEBEN IN DEMMIN“ von Martin Farkas sei das Konzert ein weiterer Baustein zur Aufarbeitung der Stadtgeschichte. „Die Landesregierung unterstützt diese Veranstaltung mit 5.000 Euro aus dem Vorpommern-Fonds. Wir stehen an der Seite der Stadt Demmin und ihrer Bürgerinnen und Bürger“, sagte Dahlemann bei der Übergabe der Förderbescheides an den Demminer Bürgermeister Michael Koch.

Schwerin - 05.05.2018
Quelle: Staatskanzlei