Ausbau B 96


Zweites Baulos der Ortsumfahrung Neubrandenburg ist beauftragt

Der Auftrag für das zweite Baulos der Ortsumfahrung (OU) Neubrandenburg ist erteilt. Eine Firma aus Cottbus wird die Maßnahme umsetzen, die im Wesentlichen aus der Beseitigung des Bahnübergangs Sponholzer Straße sowie dem Ersatzneubau einer Brücke über die Bahngleise im Zuge der B104n besteht.

Laut der für den Bau verantwortlichen Projektmanagementgesellschaft Deges wird das beauftragte Unternehmen wie bei solchen Bauwerken üblich zunächst eine Ausführungsplanung erstellen. Dies nimmt voraussichtlich ca. zwei Monate in Anspruch. Die ersten bauvorbereitenden Maßnahmen erfolgen zum Jahresbeginn 2019. Voraussichtlich im Frühling kann dann mit den ersten Brückenbauarbeiten wie der Baugrubenherstellung für die Fundamente begonnen werden.

Die OU Neubrandenburg ist Bestandteil des Ausbaus der Bundesstraße 96 von der A 20 bis zur brandenburgischen Grenze. Sie ist im Bundesverkehrswegeplan (BVWP) 2030 als „Vordringlicher Bedarf“ eingeordnet.

„Die B 96 ist als kürzeste Anbindung der Metropolregion Berlin an die beiden größten deutschen Urlaubsinseln Rügen und Usedom touristisch sehr bedeutsam. Sie verbindet die Hauptstadt außerdem über den Fährhafen Sassnitz mit dem skandinavischen Raum und gehört damit zu den wichtigen internationalen Fernstraßenverbindungen“, unterstreicht Verkehrsminister Christian Pegel die Bedeutung der gesamten Strecke. Aus diesem Grund haben Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern ein gemeinsames Um- und Ausbaukonzept für die B 96 vom Berliner Ring bis zur A 20 erarbeitet und dem Bundesverkehrsministerium vorgestellt.

„Vorrangiges Ziel des Ausbaus vor allem zwischen Neubrandenburg und der Landesgrenze ist es, den Verkehr sicherer zu machen“, sagt Christian Pegel. Dazu sollen u. a. die Zahl der Knotenpunkte reduziert, Überholmöglichkeiten und Sichtverhältnisse verbessert werden. Zudem sollen Ortschaften vom Durchgangsverkehr und der damit einhergehenden Lärm- und Schadstoffbelastung befreit werden. „Nach dem Ausbau der B 96 in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern gehen wir zudem von einer Zeitersparnis und einer Entspannung des Verkehrs vom Berliner Ring bis zur A 20 aus“, nennt Christian Pegel einen weiteren Effekt, den der Ausbau der Bundesstraße bewirken soll.

„Alle Abschnitte von Neubrandenburg bis zur A 20 und von der Landesgrenze bis nach Neubrandenburg sind mit unterschiedlichen Arbeitsständen in der Bearbeitung“, so der Minister. Neben den bereits im BVWP aufgeführten Ortsumgehungen für Weisdin, Usadel und Warlin sind mehrere Streckenabschnitte zwischen Neubrandenburg und Neustrelitz für einen dreistreifigen Ausbau vorgesehen. Diese OU sowie der Ausbau der freien Strecke zwischen Neubrandenburg und Neustrelitz soll durch die Projektgruppe Großprojekte geplant und umgesetzt werden. Diese 2018 speziell für den Neubau von Fernstraßen gegründete Projektgruppe der Landesstraßenbauverwaltung übernimmt die Aufgabe vom bisher zuständigen Straßenbauamt Neustrelitz.

Die Deges ist an zwei Streckenabschnitten beteiligt. Neben der OU Neubrandenburg ist dies der Abschnitt Neustrelitz-Neubrandenburg. Für diesen plant die Deges zurzeit den Verlauf. Sobald dieser feststeht, übernimmt die Projektgruppe die weitere Planung.

Mit Abschluss des zweiten Bauloses voraussichtlich Ende 2020 soll die OU Neubrandenburg fertig sein. Christian Pegel sieht dem Bauende erwartungsvoll entgegen: „Die Umfahrung bringt einerseits eine große Erleichterung für die Anwohner der bisherigen Ortsdurchfahrt. Auf der anderen Seite wird damit ein Nadelöhr im Zuge der B96 beseitigt und der Verkehr sicherer und flüssiger."

Weitere Infos finden Sie auf der Webseite der Deges

Schwerin - 11.11.2018
Quelle: Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung