Angriff auf Eritreer in Friedland


Integrationsbeauftragte verurteilt Angriff auf Eritreer in Friedland

Dagmar Kaselitz (SPD): „Abscheuliche Tat muss umgehend und umfassend aufgeklärt werden“

Am gestrigen Donnerstag, dem 19. April 2018, kam es in Friedland (Kreis Mecklenburgische Seenplatte) zu einem Überfall durch eine sechsköpfige Gruppe auf zwei Asylbewerber aus Eritrea.

Die Integrationsbeauftragte der Landesregierung, Dagmar Kaselitz, reagiert auf diesen Vorfall mit Bestürzung und fordert, dass die Verantwortlichen mit allen rechtsstaatlichen Mitteln zur Rechenschaft gezogen werden.

„Ich verurteile diese Tat aufs Schärfste und hoffe, dass der feige, offensichtlich fremdenfeindliche Vorfall lückenlos aufgeklärt wird. Ich begrüße deshalb, dass der Staatsschutz die Ermittlungen zu diesem menschenverachtenden Übergriff aufgenommen hat“, sagte Kaselitz.

Schwerin - 20.04.2018
Quelle: Ministerium für Soziales, Integration und Gleichstellung


Integrationsbeauftragte des Landes, Dagmar Kaselitz: „Reaktionen aus Friedland sind wichtiges Signal für unser Land“

Anlaufpunkte für Einheimische und Zugewanderte stärker nutzen


„Ich freue mich über die geplanten Maßnahmen zur Stärkung der Integration der Stadt Friedland im Nachgang zu den Übergriffen an zwei Afrikanern, die letzten Donnerstag stattgefunden haben“, erklärte Dagmar Kaselitz, die Integrationsbeauftragte der Landesregierung, heute in Schwerin. Gleichzeitig dankte Kaselitz für das Engagement der Anwohnerinnen und Anwohner sowie dem Bürgermeister Wilfried Block. Kaselitz: „Das ist ein starkes Zeichen gegen Gewalt und Ausländerfeindlichkeit.“

„Sich um Migrantinnen und Migranten zu kümmern, hat in Friedland eine lange Tradition“, so Kaselitz. „Ich besuche die ortansässige Gemeinschaftsunterkunft regelmäßig.“ Alljährlich wird hier ein Aktionstag zur Interkulturellen Woche mit der Stadt und der Gemeinschaftsunterkunft organisiert.

Kaselitz betonte, dass die Gemeinde erst vor wenigen Wochen ein Zuwendungsbescheid vom Sozialministerium zur Durchführung des neuen Projektes „Nachbarschaftshaus Friedland“ erhalten hat. Mit Fördermitteln in Höhe von knapp 48.000 Euro wird hier zukünftig ein Ort geschaffen, der Anlaufpunkt für Einheimische und Zugewanderte sein wird.

„Durch die Realisierung niedrigschwelliger Angebote wie z.B. Sportkurse, eine Fahrradwerkstatt und allgemeine Beratungen sollen sich die alten und neuen Einwohner Friedlands besser kennenlernen. Ziel ist es, den gegenseitigen Austausch und damit die Integration zu befördern“, erklärte Kaselitz.

Schwerin - 25.04.2018
Quelle: Ministerium für Soziales, Integration und Gleichstellung