Naturnahe Gewässer: Gemeinden in der Verantwortung


Für naturnahe Gewässer stehen auch die Gemeinden in der Verantwortung

Umweltminister Dr. Till Backhaus lädt die Öffentlichkeit ein, sich am kommenden Dienstag am Beispiel der kürzlich in Betrieb genommenen Fischaufstiegsanlage Tempzin über Möglichkeiten der Gemeinden zu informieren, in die Wiederherstellung eines gesunden Zustandes der Fließgewässer Mecklenburg-Vorpommerns zu investieren.

Anschließend stellt der Minister die gerade fertig gestellte Broschüre „Fische müssen wandern können“ vor. In dieser Publikation werden die verantwortungsvolle Aufgabe der Gemeinden bei der Umsetzung der WRRL erläutert und Möglichkeiten einer Unterstützung durch das Land aufgezeigt.

Über ihre Erfahrungen beim Bau der Fischaufstiegsanlage Tempzin werden der Wasser- und Bodenverband Obere Warnow, das StALU Westmecklenburg als Bewilligungsbehörde und das Planungsbüro berichten.

HINTERGRUND:
Die EU-Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) verlangt von den EU-Mitgliedsstaaten, spätestens bis 2027 ihre Fließ­gewässer in einen guten chemischen und ökologischen Zustand zu versetzen. Auch in Mecklenburg-Vorpommern wurden Maßnahmenpläne erarbeitet, um dieses Ziel zu erreichen.

Ein Schwerpunkt für die nächsten Jahre besteht darin, die ökologische Durchgängigkeit für Fische und andere Wasserorganismen wieder herzustellen. 85 Prozent der Fließgewässer, die nach WRRL berichtspflichtig sind, sind Gewässer zweiter Ordnung, für deren Ausbau laut Landeswassergesetz die Gemeinden zuständig sind.

Die Ausbaumaßnahmen der Gemeinden können zu 90 Prozent gefördert werden. In der derzeitigen Förderperiode stehen für Maßnahmen zur naturnahen Gewässerentwicklung ca. 60 Mio. Euro zur Verfügung. Diese werden nach der „Richtlinie zur Förderung wasserwirtschaftlicher Vorhaben“ (WasserFöRL) ausgereicht.

Schwerin - 25.10.2018
Quelle: Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt