Keine Gülle auf gefrorenem Boden ausbringen


Bußgeld droht: Keine Gülle auf gefrorenem Boden ausbringen

Das Ausbringen von Gülle auf gefrorenem Boden ist ein Verstoß nach Düngeverordnung und zugleich CC-relevant. Darauf weist aus aktuellem Anlass Landwirtschafts- und Umweltminister Dr. Till Backhaus hin. „Der Boden ist nach dem Dauerfrost der vergangenen Tage zentimetertief durchgefroren und kann die Nährstoffe nicht aufnehmen. Ein Abschwemmen der Gülle ins Oberflächenwasser ist nicht auszuschließen“, so der Minister. „Landwirten, die Wirtschaftsdünger auf den gefrorenen, unbewachsenen Acker bringen, droht nach einer Anzeige ein Bußgeld und die Kürzung ihrer EU-Direktzahlungen“, sagte Minister Backhaus.

Trotz Auslaufens der Sperrfrist für stickstoffhaltige Düngemittel am 31. Januar bleibt das Ausbringen von Gülle, Jauche, Gärresten aus Biogasanlagen, Geflügelkot und Mineraldünger verboten, wenn der Boden gefroren, wassergesättigt oder schneebedeckt ist. Auf bewachsenen Böden kann das Ausbringen dennoch an solchen Tagen erlaubt sein, für die der Deutsche Wetterdienst eine Auftauschicht prognostiziert, wenn der Boden nach dem Auftauen nicht wassergesättigt und ein Abschwemmen nicht zu befürchten ist

Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes ist der Boden im Land derzeit zwischen 9 und 20 Zentimeter tief gefroren. Karten zu Bodenfrosttiefe und Auftauschichten können auf den Seiten des DWD abgerufen werden: https://www.dwd.de/DE/leistungen/bodenfrost_bl/bodenfrostbl.html

Hinweise zur Errichtung von Notlagern für Gülle und Gärreste sind einer Fachinformation der Stelle für landwirtschaftliches Fachrecht und Beratung unter www.lms-beratung.de zu entnehmen.

Schwerin - 09.02.2018
Quelle: Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt