Jurorin für den Marie Simon Pflegepreis


Sozialministerin Stefanie Drese (SPD) ist Jurorin für den Marie Simon Pflegepreis

Um innovative Ansätze zur Versorgung der zunehmenden Zahl älterer und pflegebedürftiger Menschen aufzuzeigen, zeichnen spectrumK und der Deutsche Städte und Gemeindebund im Rahmen der Berliner Pflegekonferenz jährlich die besten und innovativsten Projekte in Deutschland aus. Die hochrangige Expertenjury des Preises wird jetzt durch Mecklenburg-Vorpommerns Sozialministerin Stefanie Drese verstärkt.

Als Flächenland mit einer ländlich geprägten Struktur ist Mecklenburg-Vorpommern im besonderen Maße von den Folgen einer zunehmend älter werdenden Gesellschaft betroffen. Die Zahl der Pflegebedürftigen im Land ist im bundesweiten Vergleich jetzt schon sehr hoch. Daher entstanden hier bereits vielzählige Projekte und Ansätze, mit denen der Situation begegnet wird. Besonders liegt es Sozialministerin Stefanie Drese am Herzen, dass die Menschen ihren Lebensabend solange wie möglich im eigenen Umfeld verbringen können. „Diesen Wunsch möchten wir in Mecklenburg-Vorpommern noch stärker als bisher berücksichtigen. Dafür benötigen wir einen intelligenten Mix aus professioneller, familiärer und ehrenamtlicher Pflege für Pflegebedürftige und ihre Angehörigen,“ begründet Drese ihr Engagement. „Genau darauf zielt der Marie Simon Pflegepreis ab. Deshalb möchte ich mich auch persönlich gerne einbringen.“

Yves Rawiel, Geschäftsführer von spectrumK und Initiator der Berliner Pflegekonferenz, zeigte sich erfreut über die Zusage von Ministerin Drese. „Es bestärkt uns darin, unser Hauptaugenmerk weiterhin auf die Menschen zu richten, die jeden Tag mit der Pflege zu tun haben. Ich bin überzeugt, dass Beispiele guter Praxis immer noch die besten Anstöße zur Entwicklung neuer kreativer Lösungen liefern, um eine menschenwürdige Versorgung von Hochbetagten oder Pflegebedürftigen zukunftssicher zu gestalten.“ Anregungen zur Nachahmung zu geben, ist das erklärte Ziel sowohl des Marie Simon Pflegepreises als auch der Berliner Pflegekonferenz, die am 9. und 10. November mit etwa 600 Teilnehmern zum vierten Mal in Berlin stattfand. Mit Mecklenburg-Vorpommern wurde in diesem Jahr erstmalig ein Bundesland aktiv in die Berliner Pflegekonferenz eingebunden, um über separate Angebote und Fachforen den spezifischen regionalen Besonderheiten besser Rechnung zu tragen.

Im Rahmen der feierlichen Preisverleihung am Abend des ersten Konferenztags wurde die Alzheimer Gesellschaft Schleswig-Holstein e.V. mit dem Marie Simon Pflegepreis ausgezeichnet, die in Kooperation mit der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein Bauernhöfe zu Orten für Menschen mit Demenz umgestaltet. Der Sonderpreis der Jury ging an die Caritas-Konferenzen im Dekanat Linzgau, die den dort beschäftigten Haushaltshilfen und Pflegehelferinnen aus Osteuropa aus der sozialen Isolation helfen. Im Jahr davor ging der Preis an die Initiative „Wege aus der Einsamkeit e. V.“, die sich u. a. dafür engagiert, Menschen über 65 die digitale Welt näherzubringen. Zu den weiteren Preisträgern der vergangenen Jahre gehört zudem die „Seniorengemeinschaft Kronach Stadt und Land e. V.“, bei der sich die Mitglieder in der Gestaltung und Bewältigung des Alltags, wie z. B. Hilfe beim Einkaufen, im Haushalt oder bei der Gartenarbeit, gegenseitig unterstützen. Die Initiative „Konfetti im Kopf e. V.“, war die erste Preisträgerin und richtet sich mit ihrem Projekt „KONFETTI-Café“ vornehmlich an Menschen mit Demenz und ihre Angehörige, um den Stereotypen von Trostlosigkeit durch neue Sichtweisen auf das Thema Demenz entgegenzuwirken.

Bewerbungen für den Marie Simon Pflegepreis 2018 sind bis zum 2. Juli 2018 möglich. Benannt wurde der Preis nach Marie Simon, der 1824 geborenen „deutschen Florence Nightingale“ und tatkräftigen Pionierin auf dem Gebiet der Pflege in Deutschland.

www.marie-simon-preis.de, www.berliner-pflegekonferenz.de

Schwerin - 09.01.2018
Quelle: Ministerium für Soziales, Integration und Gleichstellung