Internationale Grüne Woche


MV wirbt für den Wert von Lebensmitteln


Vom 18. bis 27. Januar präsentiert sich Mecklenburg-Vorpommern zum 28. Mal auf der 84. Internationalen Grünen Woche in Berlin, der weltgrößten Messe für Ernährung, Landwirtschaft und Gartenbau – zum 20. Mal mit einer eigenen Länderhalle.

„Ich freue mich ganz besonders, dass zu diesem Jubiläum erstmals alle Landkreise an der Messe beteiligt sind und wir mit Fug und Recht davon sprechen können, dass wir auf der IGW Werbung für das ganze Land, seine einzigartige Natur und die unverwechselbaren Produkte machen. Dafür reisen insgesamt 70 Unternehmen nach Berlin – so viele wie nie, seit MV in 2009 begann, den Länderauftritt auf einer Fläche von rund 1.800 Quadratmetern zu gestalten. Für mich ist die rege Teilnahme ein Zeichen dafür, dass Unternehmergeist, Umsetzungswille und die Liebe zum Land unter den Ausstellern auch nach so vielen Jahren nicht erschöpft sind“, betonte Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus heute im Rahmen der Landespressekonferenz in Schwerin.

Das Land möchte die jährlich mit rund 400.000 Besucherinnen und Besuchern stark frequentierte MV-Halle in diesem Jahr dazu nutzen, um noch stärker auf die Herkunft und den Wert von Lebensmitteln aufmerksam zu machen: „Noch immer ist der Welthunger das zentrale Thema in den vielen Fachveranstaltungen rund um die Messe. Für die westliche Welt ist dieses Problem aber oftmals weit weg. Wir erleben stattdessen, dass Lebensmittel zuhauf weggeworfen werden. Doch auch in den Industrieländern gibt es Menschen, die an Hunger leiden. Und die Weltbevölkerung wächst weiter an: Im Jahr 2050 werden voraussichtlich 9,7 Milliarden Menschen auf der Erde leben. Sie zu ernähren, wird die dringendste globale Herausforderung“, führte der Minister aus.

Junge Menschen seien die wichtigsten Adressaten, wenn es darum geht, diese Zukunftsthemen anzugehen, sagte Backhaus. In der MV-Halle werde es deshalb wieder verschiedene Mitmach-Aktionen für Kinder geben. Schon jetzt hätten sich fast 900 Schülerinnen und Schüler angemeldet, um aus Äpfeln unter Anleitung sortenreinen Saft herzustellen. Das sei ein Rekordstand. Vor zwei Jahren waren es noch 350 Anmeldungen. Die Äpfel stammen vom Obstgut Coorßen in Boddin (LK LUP). In Zusammenarbeit mit der Kräuterpädagogin Jana Schäfer aus Luplow bei Rosenow (LK MS) würden Kinder mit auf eine Reise durch die Welt der Kräuter mitgenommen.

Ein wichtiger Schlüssel für die Ernährungssicherheit seien die Chancen, die Innovationen und Technologien im Rahmen der Digitalisierung bieten, so Backhaus. Sie seien in Teilen kostengünstig, leicht verfügbar und nahezu weltweit einsetzbar. Bereits heute böten digitale Lösungen den Landwirtinnen und Landwirten Möglichkeiten, ressourcen- und umweltschonender zu wirtschaften, Verluste zu reduzieren, Ertrage zu steigern oder leichteren Zugang zu Beratungsleistungen zu erhalten. „Für MV ist natürlich die Frage besonders spannend, inwieweit digitale Lösungen die Strukturen der ländlichen Räume verändern“, sagte er weiter. Offene Fragen zu Nutzen und Auswirkungen für Umwelt, Wirtschaft und Gesellschaft werden vom 17. bis 19. Januar 2019 auf dem 11. Global Forum for Food and Agriculture (GFFA) unter dem Leitthema „Landwirtschaft digital – Intelligente Lösungen für die Landwirtschaft der Zukunft“ erörtert.

„In der MV-Halle machen Landkreise und Unternehmen aber nicht nur auf Produkte und Themen der Land- und Ernährungswirtschaft aufmerksam. Auch der touristische Bereich, die Gastronomie inbegriffen, wird wieder eine zentrale Rolle spielen. Mit mehr als 30 Millionen Übernachtungen in 2018 sind wir Deutschlands beliebtes Reiseziel für Touristen. Diese Führung gilt es weiter auszubauen. Mit dem Landkreis Rostock, der sich in diesem Jahr mit zwölf Unternehmen zum ersten Mal auf der IGW präsentiert, haben wir eine starke Urlaubsregion hinzugewonnen und können unser Image als Urlaubs- und Gesundheitsland konsequent weiterentwickeln“, erklärte Minister Backhaus. Als Vertreter für den Landkreis Rostock begleitete ihn die Schokoladerie de Prie aus Rostock in die Landespressekonferenz.

Auch Finnland, erstmals Partnerland der Grünen Woche, stellt unter dem Motto „Aus der Wildnis“ hochwertige Produkte auf Hafer- und Roggenbasis sowie Fisch-, Fleisch- und Milcherzeugnisse und die naturverbundene finnische Lebensart in den Fokus. „Finnland wird im Herbst 2019 den Ratsvorsitz in der EU übernehmen und die IGW sicherlich auch dazu nutzen, um Gespräche über die europäischen Landwirtschaftspolitik nach 2020 zu führen“, so Backhaus. Eine Delegation von 15 Vertreterinnen und Vertretern aus Landwirtschaft, Verarbeitung, Wissenschaft und Verwaltung wird sich am Montag, dem 21. Januar (ab 10 Uhr) auch mit Minister Backhaus dazu austauschen. Darüber hinaus wird es um die Organisation gemeinsamer Messeauftritte oder absatzfördernden Aktivitäten gehen.

Aussteller aus MV: https://www.virtualmarket.gruenewoche.de/de/mecklenburg-vorpommern

Schwerin - 15.01.2019
Quelle: Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt


Zukunftstrends der Ernährung erkennen und Wertschöpfung im Land weiter erhöhen

Staatssekretär Dr. Stefan Rudolph: Internationale Grüne Woche dient auch als Testmarkt für neue Produkte und Dienstleistungen aus Mecklenburg-Vorpommern


Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsstaatssekretär Dr. Stefan Rudolph hat sich am Freitag auf der Internationalen Grünen Woche (IGW) in Berlin über die heimische Ernährungswirtschaft und Innovationen informiert. „Ich erwarte zum Beispiel vom Verbundforschungsvorhaben der Bäckerei & Konditorei Reichau (Landkreis Vorpommern-Greifswald) aus Grambin und dem Zentrum für Ernährung und Lebensmitteltechnologie gGmbH (ZELT) aus Neubrandenburg neue Produktionsverfahren für neue marktfähige und hoch innovative Produkte. Die Internationale Grüne Woche eignet sich hervorragend für unsere heimische Ernährungswirtschaft auch als Testmarkt für neue Produkte und Dienstleistungen, für mehr Wertschöpfung und Wirtschaftswachstum. Hier werden Zukunftstrends vorgestellt und traditionelle regionale Highlights der Ernährungswirtschaft präsentiert. In Kombination mit den touristischen Ausstellern zeigt sich Mecklenburg-Vorpommern auf der Messe auch als attraktives Urlaubsland mit großem wirtschaftlichem Potenzial“, sagte der Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Dr. Stefan Rudolph vor Ort.

Bäckerei & Konditorei Reichau aus Grambin entwickelt mit wissenschaftlicher Unterstützung durch das Zentrum für Ernährung und Lebensmitteltechnologie gGmbH (ZELT) aus Neubrandenburg neue Produktionsverfahren - Wirtschaftsministerium unterstützt

Insgesamt sind 72 Betriebe der Land- und Ernährungswirtschaft sowie Verbände, Vereine und Institutionen aus dem Land unter dem Motto „Genieß Mecklenburg-Vorpommern“ auf der IGW. Die Projektpartner Bäckerei & Konditorei Reichau aus Grambin und das Zentrum für Ernährung und Lebensmitteltechnologie gGmbH (ZELT) aus Neubrandenburg entwickeln gemeinsam ein Verfahren zur Aufbereitung und zum Einsatz von Amaranth in veganen, glutenfreien, eiweißreichen Backwaren. Amaranth gilt als sogenanntes „Pseudogetreide“. Das bedeutet, obwohl es botanisch nicht zu den Süßgräsern gehört, lassen sich die feinkörnigen Samen für die menschliche Ernährung nutzen und wie Getreide verarbeiten. „Amaranth enthält kein Gluten, daher ist es als Getreideersatz für Personen geeignet, die auf glutenfreie Nahrungsmittel angewiesen sind oder diese bevorzugen. Amaranthmehl ist für die Ausbildung großvolumiger Teigstrukturen, wie sie bei Brot nötig sind, nicht geeignet. Deshalb wird Amaranth zur Proteinanreicherung in Backwaren oft nur in geringeren Anteilen eingesetzt. Die Entwicklung eines spezifischen Verfahrens zum Backen mit Amaranthmehl und den dafür notwendigen Verfahrensumstellungen in Rohstoffvorbehandlung und Teigbereitung ist Kern des Vorhabens. Das Wirtschaftsministerium unterstützt aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) in Höhe von knapp 422.000 Euro die Arbeit. Die Gesamtkosten betragen knapp 547.000 Euro. Das ist ein gutes Beispiel für die Zusammenarbeit für Wirtschaft und Wissenschaft. Aus steigenden Kundenwünschen nach glutenfreiem Essen heraus entwickelt ein Handwerksbetrieb mit wissenschaftlicher Unterstützung ein innovatives Produkt, das hier im Land auch produziert werden soll. So wird Wertschöpfung geschaffen. Unternehmen und Hochschulen sollten noch stärker in der Ernährungswirtschaft in Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten zusammenarbeiten“, betonte Rudolph.

Überblick Förderung der Forschung, Entwicklung und Innovation in Mecklenburg-Vorpommern

Im Zeitraum 2014 bis 2020 stehen in Mecklenburg-Vorpommern insgesamt 236,3 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) für den Bereich Forschung, Entwicklung und Innovationen (FuEuI) zur Verfügung. Im Zeitraum von 2014 bis 2018 hat das Wirtschaftsministerium Zuschüsse von insgesamt 140,5 Millionen Euro für 423 Vorhaben bewilligt. Auf das Jahr 2018 entfielen davon 17,9 Millionen Euro für 69 Projekte. Im Bereich Ernährung wurden im Jahr 2018 sechs Projekte mit einem Zuschuss von insgesamt knapp 1,6 Millionen Euro bewilligt. „Die Branche der Ernährungswirtschaft ist im stetigen Wandel – ein höheres Gesundheitsbewusstsein, der Wunsch nach regional produziertem Essen und möglichst naturbelassenen Lebensmitteln bestimmen derzeit die Ernährungstrends. Hier sehe ich viel Potential für unsere heimischen Unternehmen, mit Unterstützung des Wirtschaftsministeriums innovative Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln und am Markt anzubieten“, sagte Rudolph abschließend.

Informationen zur Ernährungswirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern

In Mecklenburg-Vorpommern zeichnet sich die Ernährungsindustrie durch eine große Zahl leistungsfähiger mittelständischer Unternehmen sowie ein qualitativ hochwertiges und vielfältiges Produktsortiment aus. Derzeit sind in den 88 Betrieben mit mehr als 50 Mitarbeitern insgesamt über 15.000 Mitarbeiter beschäftigt. Die Branche erwirtschaftete dabei einen Jahresumsatz von rund 4,7 Milliarden Euro. Der Anteil der Ernährungsindustrie am Gesamtumsatz des verarbeitenden Gewerbes beträgt etwa 33 Prozent. Die Ernährungswirtschaft ist damit innerhalb des verarbeitenden Gewerbes sowohl gemessen an der Zahl der Beschäftigten als auch nach dem Umsatz der größte Industriezweig des Bundeslandes.

Zu den bedeutendsten Produktionsbereichen gehören die Backwarenindustrie, die Fleischverarbeitung, die Milchverarbeitung, die Fischverarbeitung und die Getränkeherstellung. Zudem sind im Land wichtige Tochterunternehmen von internationalen Konzernen ansässig, z. B. die Dr. Oetker Tiefkühlprodukte GmbH in Wittenburg und die Pfanni GmbH & Co. KG in Stavenhagen. Dazu kamen in den letzten Jahren regelmäßig weitere Ansiedlungen und Investitionen von Unternehmen der Ernährungsbranche. Dazu zählen insbesondere der Bau einer Betriebsstätte für Lebensmittelzusatzstoffe der SternMaid GmbH in Wittenburg, die Errichtung eines Edeka-Fleischwerkes in Valluhn, die Ansiedlung der Süßwarenhersteller Toffee Tec GmbH und Sweet Tec GmbH in Boizenburg oder des Nescafé Dolce-Gusto-Werkes in Schwerin. Viele Unternehmen der Ernährungsindustrie haben eine lange Tradition in Mecklenburg-Vorpommern, wie zum Beispiel die Mecklenburgische Brauerei Lübz GmbH, die Mecklenburger Kartoffelveredelung GmbH und die Mecklenburger Backstuben GmbH.

Informationen zur Internationalen Grünen Woche in Berlin

Die Internationale Grüne Woche (IGW) findet noch bis zum 27. Januar zum 84. Mal statt. Sie gilt als weltweit größte Messe für Ernährung, Landwirtschaft und Gartenbau. Veranstaltet wird die Grüne Woche von der Messe Berlin GmbH. Ideelle Träger sind der Deutsche Bauernverband (DBV) sowie die Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE). Nach Veranstalterangaben sind über 1.700 Aussteller mit mehr als 100.000 Produkten aus Deutschland und der Welt vor Ort vertreten. Die Messe ist für Fach- und Privatbesucher täglich von 10.00 bis 18.00 Uhr, am „langen Freitag“ (25.1.) von 10.00 bis 20.00 Uhr geöffnet. Mecklenburg-Vorpommern präsentiert seine Aussteller zum 20. Mal in einer eigenen Länderhalle auf 1.800 Quadratmetern mit 40 Verkaufs- und Präsentationsständen sowie rund 60 Ausstellern.

Schwerin - 18.01.2019
Quelle: Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit


Minister Dr. Till Backhaus (SPD) eröffnet Länderhalle auf der Grünen Woche

Das gab es noch nie: Erstmals präsentieren sich alle Landkreise in der Mecklenburg-Vorpommern-Halle auf der 84. Internationalen Grünen Woche in Berlin. Die Länderhalle wurde heute durch Dr. Till Backhaus, Minister für Landwirtschaft und Umwelt, eröffnet – und das inzwischen zum 20. Mal. Insgesamt präsentiert sich Mecklenburg-Vorpommern bereits zum 28. Mal auf der weltgrößten Messe im Bereich Land- und Ernährungswirtschaft.

„Unsere Länderhalle hat von Anfang an mit konstanter Qualität überzeugt. Natürlich haben wir in den vergangenen 20 Jahren viele Erfahrungen gesammelt und sind immer weiter gewachsen. Mit der erstmaligen Teilnahme des Landkreises Rostock sind in diesem Jahr alle sechs Landkreise mit insgesamt 70 Ausstellern in der Länderhalle vertreten. Damit präsentiert sich unser Land in Berlin so umfassend und facettenreich wie nie“, betonte Minister Backhaus bei der Eröffnung.

„Die Teilnahme aller Kreise zeigt den Stellenwert der Internationalen Grünen Woche für Mecklenburg-Vorpommern. Die Kreise haben das Marketingpotenzial der Messe erkannt. Nicht nur die einschlägigen Urlaubsregionen an der Ostseeküste oder der Mecklenburgischen Seenplatte haben verstanden, die Verbindung von regionaler Wertschöpfung und Tourismus für sich zu nutzen. Alle Aussteller bieten Produkte oder Dienstleistungen an, die Lust auf Genuss und Urlaub in der jeweiligen Region machen“, führte der Minister aus.

Von Anfang an in der Länderhalle dabei sind Unternehmen wie die Mecklenburger Kartoffelveredlung aus Hagenow, die Mecklenburgische Brauerei Lübz, die LFW Ludwigsluster Fleisch- und Wurstspezialitäten, aber auch Landkreise wie der ehemalige Uecker-Randow-Kreis und Ostvorpommern (jetzt gemeinsam als Vorpommern-Greifswald), Ludwigslust und Parchim (jetzt gemeinsam als Ludwigslust-Parchim), Nordwestmecklenburg oder aber Produzenten der Insel Rügen.

„Die Aussteller zeigen eindrucksvoll, dass wir eben nicht nur mit unserer beeindruckenden Naturlandschaft bei den jährlich mehr als 7,5 Mio. Übernachtungsgästen punkten können, sondern dass unser Land auch für eine starke Land- und Ernährungswirtschaft mit qualitativ hochwertigen Produkten steht“, so Backhaus.

Insgesamt sind hierzulande fast 15.000 Menschen im Ernährungsgewerbe beschäftigt, davon ca. 13.600 im Bereich Herstellung von Nahrungs- und Futtermitteln und etwa 1.200 in der Getränkeherstellung (statistisch erfasst werden nur Personen in Unternehmen > 50 Personen).

Stimmen aus den Kreisen: Kerstin Weiss, Landrätin des Landkreises NWM

„Der Landkreis Nordwestmecklenburg ist in diesem Jahr bereits zum 21. Mal auf der Grünen Woche dabei. Ich denke, das allein spricht für sich. Wir kommen immer wieder gern nach Berlin und das hat gleich mehrere Gründe. Zum einen präsentieren wir natürlich gern die kulinarischen Köstlichkeiten unserer Region und zum anderen ist es eine gute Gelegenheit, auf unsere touristischen und kulturellen Höhepunkte aufmerksam zu machen. Darüber hinaus wollen wir in diesem Jahr noch stärker darauf hinweisen, dass man in Nordwestmecklenburg sehr gut leben, arbeiten und sich erholen kann. In der Mecklenburg-Vorpommern-Halle gehören wir zu den „Stammgästen“ und fühlen uns sehr wohl. Ein Besuch auf der Grünen Woche hat auch für mich immer einen festen Platz im gut gefüllten Kalender. Und es freut mich sehr von unseren Ausstellern zu erfahren, dass sie als tolle Gemeinschaft auftreten und insbesondere der Kontakt zu den Besuchern ihnen sehr wichtig ist.“

Heiko Kärger, Landrat des Landkreises MS

„Eine Grüne Woche ohne die Mecklenburgische Seenplatte kann ich mir nicht vorstellen. Als Landkreis bieten wir den ganz kleinen Unternehmen die Möglichkeit, sich auf einer ganz großen internationalen Messe zu präsentieren. Das ist mein Verständnis von Wirtschaftsförderung für unsere ländlich geprägte Region. Auch für mich persönlich hat die IGW schon immer einen festen Platz im Terminkalender. Mein traditioneller Besuch unserer Aussteller ist für sie nicht nur moralische Unterstützung, sondern vor allem ein Zeichen meiner Wertschätzung ihrer Arbeit.“

Sebastian Constien, Landrat des Landkreises ROS

„Der Kreis präsentiert sich mit 11 Unternehmen; einer anspruchsvollen Mischung aus kleinen und mittleren Betrieben, die sowohl biologisch als auch konventionell, aber immer in handwerklicher Tradition produzieren. Sie stellen edle Süßwaren von Pralinés und Schokoladen über Torten und Kuchen bis hin zu regionalen Spirituosen und schmackhaften Spezialitäten wie Wurst, Schafskäse oder Fischwaren her. Wir wollen mit unserem Auftritt Lust auf Genuss und Urlaub im Landkreis Rostock machen. Ermöglicht wird der Messeauftritt durch die Wirtschaftsförderung des Landkreis Rostock.“

Frank Soßnowski, Vorsitzender des Rügen Produkte Verein e.V.

„Die Kombination aus gesunden Produkten und tollen Badeorten ist eine wichtige Botschaft der „Marke“ Rügen, die wir seit 20 Jahren erfolgreich am Stand der Insel Rügen Gästen aus ganz Deutschland präsentieren. Die Finanzierung war in keinem der 20 Jahre leicht und gelang immer nur, weil alle Akteure vor Ort an einem Strang gezogen haben. Diese sind neben den Produzenten auch die Tourismusorganisationen und die Kreisverwaltung. Für uns bestand nie ein Zweifel an der Notwendigkeit, regionale Produkte und Tourismus miteinander zu verknüpfen. Mit einem Relaunch unter der Überschrift „Rügen schmecken und genießen“ erfolgt der Auftritt seit 2015 vor einer wunderbaren kulinarischen Messewand.“

Michael Sack, Landrat Landkreis VG:

„Unsere bezaubernde Region zwischen Peene, Ostsee und Stettiner Haff genießt man am besten mit Leib und Seele. Einheimische und Urlauber erleben die Schönheit Vorpommerns deshalb idealerweise ganzheitlich – kulinarisch und landschaftlich – mit allen Sinnen. Aus diesem Grunde ist es für den Kreis ein Muss, mit ausgewählten heimatlichen Spezialitäten alljährlich bei der „Internationalen Grünen Woche“ vertreten zu sein.“

Dr. Ulrich Vetter, Geschäftsführer der Förder- und Entwicklungsgesellschaft Vorpommern-Greifswald:

„Produzenten und Touristiker aus dem Landkreis Vorpommern-Greifswald bringen ein kleines Feuerwerk für Augen und Geschmacksknospen mit nach Berlin: Rosmarin- und Fenchelsalami, duftende glutenfreie Backwaren vom Stettiner Haff sowie Schmalzgebäck aus Meiersberg wetteifern mit Bieren und dem edlen Torfkopp Whisky aus Loitz an der Peene darum, dem Gaumen Freude zu bereiten. Erleben und schmecken Sie die Welt Vorpommerns!“

Stefan Sternberg, Landrat des Landkreises LUP:

„Der Landkreis Ludwigslust-Parchim ist ein Landkreis mit Biss! Das zeigen wir auch auf der Grünen Woche. Wir sind seit Bestehen der Länderhalle MV ununterbrochen dabei. In diesem Jahr präsentieren sich wieder elf Unternehmen aus unserem Landkreis. Die Ernährungsbranche ist einer unserer wichtigsten Wirtschaftszweige. Wir haben viele unterschiedliche regionale Unternehmen, die außergewöhnliche Produkte anbieten. Dieser Mix zeichnet den Landkreis Ludwigslust-Parchim aus und diesen Mix zeigen wir auch auf der Grünen Woche. Für uns ist die Grüne Woche seit jeher eine wichtige Plattform, um zu schauen, wie neue Produkte beim Kunden ankommen und um für den Landkreis Ludwigslust-Parchim als Tourismusregion zu werben. Ich freue mich auf meinen Besuch in der Länderhalle MV und auf die Gespräche mit unseren Ausstellern.“

weitere Infos zum Auftritt von MV auf der IGW:
https://www.mecklenburg-vorpommern.de/natur-ernaehrung/aktuelles/internationale-gruene-woche/

Schwerin - 18.01.2019
Quelle: Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt


Minister Dr. Till Backhaus (SPD) besucht in MV ansässige Bundeseinrichtungen FNR und KIWUH


Der Minister für Landwirtschaft und Umwelt Mecklenburg-Vorpommern, Dr. Till Backhaus, wird am Samstag­nachmittag (16 Uhr) die Präsentation der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) in der Halle 4.2 besuchen. Die FNR untersteht dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) und hat ihren Sitz in Mecklenburg-Vorpommern (Gülzow bei Güstrow). Erstmals stellt sich auf der IGW auch das Kompetenz- und Informationszentrum Wald und Holz (KIWUH), das seit dem 1. Januar 2019 bei der FNR angesiedelt ist, der Öffentlichkeit vor.

„Eine umfassende Nutzung nachwachsender Rohstoffe und Bioenergie sind tragende Säulen einer klimaneutralen Wirtschaft“, so der Minister. „Die FNR als Projektträger für Forschung und Öffentlichkeitsarbeit zu diesen Themen ist deshalb nicht nur für den Klimaschutz in Deutschland, sondern in Europa und der Welt von Bedeutung. Wir können stolz sein, dass die FNR ihren Sitz bei uns hat“, so der Minister weiter. „Ganz besonders freue ich mich, dass nun auch das Kompetenz- und Informations­zentrum Wald und Holz bei der FNR aufgebaut wird.“

Die FNR stellt am Stand 300 Einsatzmöglichkeiten von Biowerkstoffen und Bioenergie vor. So zeigt ein echter Porsche-Rennwagen, welche Möglichkeiten die Naturfasern für die Automobilindustrie der Zukunft mitbringen. Karosserie­teile des Autos bestehen aus Flachsfasern und Biokunst­stoffen. Porsche setzt die Ergebnisse des von der FNR betreuten Projektes bereits in einer Kleinserie um.

Des Weiteren zeigt die FNR anhand eines interaktiven Modells, wie sich ein ganzes Dorf mit Strom und Wärme aus Bioenergie selbst versorgen kann. Auch in Mecklenburg-Vorpommern können sich sieben Kommunen als Bioenergiedörfer bezeichnen, drei sind auf dem Weg dorthin. 2016 gehörte die Stadt Neustrelitz zu den Gewinnern im Bundeswettbewerb Bioenergie-Kommunen.

Das KIWUH macht am Stand 601 den Einsatz von Harvestern erlebbar. Mittels eines Simulators zeigen Forstleute aus Brandenburg, wie diese modernen Holzerntemaschinen arbeiten. Besonderes Interesse hat Backhaus an den Informationen des Standes zum Waldklimafonds des Bundes, der jetzt vom KIWUH betreut wird. Mecklenburg-Vorpommern ist an Projekten beteiligt, die aus diesem Fonds finanziert werden, so beim bundesweiten Verbundprojekt AdaptForClim.

weitere Infos zum Auftritt von MV auf der IGW:
https://www.mecklenburg-vorpommern.de/natur-ernaehrung/aktuelles/internationale-gruene-woche/

Schwerin - 18.01.2019
Quelle: Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt


Bio aus MV: Minister Dr. Till Backhaus (SPD) brutzelt mit Spitzenkoch auf der IGW

„So viel Bio wie möglich!“ – Das ist das Motto des Spitzenkochs Alfred Fahr. Der Allgäuer hat bereits für Nelson Mandela gekocht und wird am Samstag, dem 19. Januar, ab 13.45 Uhr, gemeinsam mit Mecklenburg-Vorpommerns Landwirtschafts- und Umweltminister Dr. Till Backhaus in der Bio-Halle (Halle 1.2b, Stand 215) auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin ein schmackhaftes Gericht aus Bio-Zutaten zubereiten. Auf der Speisekarte steht unter anderem Salat von der Bio-Gärtnerei Watzkendorf (LK Mecklenburgische Seenplatte), verfeinert mit Joghurt von der Gläsernen Molkerei in Dechow (Landkreis Ludwigslust-Parchim) und Käse von der Gläsernen Molkerei Münchehof in Brandenburg.

„Das Gute liegt meist so nah – gerade, wenn es ums Essen geht. Wir in Mecklenburg-Vorpommern produzieren köstliche, gesunde und vor allem qualitativ hochwertige Lebensmittel. Natürlich muss man aber auch wissen, wie die Produkte in der heimischen Küche am besten verarbeitet werden. Auch das zeigen wir auf der Grünen Woche“, betonte der Minister im Vorfeld der Veranstaltung.

„Besonders stolz können wir in Mecklenburg-Vorpommern auf die Entwicklung des Öko-Landbaus sein, der in 2018 um weitere 13.000 Hektar zugelegt hat. Damit werden mittlerweile rund 152.600 Hektar Fläche ökologisch bewirtschaftet. Das entspricht einem Anteil von 11,4 Prozent an der gesamten landwirtschaftlichen Nutzfläche. Damit liegen wir weit über dem Bundesdurchschnitt von 8,2 Prozent“, ergänzte er.

Mit fast 950 biozertifizierten Landwirtschaftsbetrieben wirtschaften ca. 19 Prozent und damit fast jeder 5. Betrieb in MV ökologisch. Davon sind 210 im Bereich Verarbeitung zertifiziert, darunter die Verarbeitungsbetriebe Ludwigsluster Fleisch- und Wurstwarenspezialitäten, die Gläserne Molkerei in Dechow und die Molkerei Arla Foods. Bei dem Ludwigsluster Fleisch- und Wurstproduzenten liegt der Anteil der Bio-Produktion bei ca. 60 Prozent. Von den ca. 100 Erzeugern, die das Unternehmen mit Bio-Fleisch beliefern, sind etwa 80 Prozent in MV ansässig. Der Betrieb wurde auf Basis der Marktstrukturverbesserungsrichtlinie mehrfach durch das Land gefördert. Seit 2008 wurden 11 Projekte mit einem Investitionsvolumen von 11 Millionen Euro realisiert.

Dass der Bio-Markt weiter wachse, belegten auch die Umsatzzahlen der Biopark Markt GmbH in Malchin, eine Vermarktungsgesellschaft für Bio-Produkte. Demnach sei der Umsatz in 2017/2018 um etwa 7 Prozent auf insgesamt 61 Millionen Euro gestiegen, so Backhaus. Deutschlandweit wurde 2017 durch den Verkauf von Bio-Lebensmitteln erstmals über 10 Milliarden Euro erwirtschaftet.

„Trotz dieser positiven Entwicklung ist es wichtig, dass wir auf ein marktangepasstes und damit nachhaltiges Wachstum im ökologischen Landbau setzen“, führte Minister Backhaus aus. Ganz zentral seien dafür auch innovative Betriebskonzepte.

Schwerin - 18.01.2019
Quelle: Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt


Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD): Land- und Ernährungswirtschaft sind wichtige Wirtschaftsfaktoren bei uns

„Die Internationale Grüne Woche ist ein wichtiges Schaufenster für die Land- und Ernährungswirtschaft aus Mecklenburg-Vorpommern. In diesem Jahr sind wir zum 29. Mal hier vertreten, schon zum 20. Mal mit einer eigenen Länderhalle. Sie ist ein Besuchermagnet mit einem besonderen Flair und einem abwechslungsreichen Programm“, betonte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig bei der Eröffnung des Ländertages Mecklenburg-Vorpommern auf der 84. Internationalen Grünen Woche in Berlin. Aus dem Land sind 71 Ausstellerinnen und Aussteller vertreten. Besonderer Partner ist in diesem Jahr der Landkreis Rostock.

Die Land- und Ernährungswirtschaft habe in Mecklenburg-Vorpommern eine lange Tradition und sind „wichtige Wirtschaftsfaktoren in unserem Land. Sie gehören zu den modernsten und leistungsfähigsten in ganz Europa.“

Es sei gut, dass die Grüne Woche die Möglichkeit biete Spezialitäten der einzelnen Bundesländer kennenzulernen und man andererseits mitten in der Großstadt Landwirtschaft hautnah erleben könne. „Wir vergessen manchmal: Brot, Butter, Fleisch und Käse kommen nicht von allein auf den Teller. Landwirt zu sein ist kein Job wie jeder andere. Ein Bauer ernährt 145 Menschen. Landwirte sorgen für Arbeitsplätze in ländlichen Räumen und lebendige Dörfer“, sagte die Regierungschefin und erinnerte in diesem Zusammenhang an die für Landwirte schwierigen letzten Jahre.

Die Ministerpräsidentin dankte Ausstellern und Organisatoren: „Es ist wieder eine eindrucksvolle und schöne Präsentation unseres Landes gelungen.“

Schwerin - 18.01.2019
Quelle: Staatskanzlei / Ministerpräsidentin


Landkreis Rostock gestaltet Ländertag auf der Internationalen Grünen Woche


Auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin richtet der Landkreis Rostock am Samstag, den 19. Januar 2019, den traditionellen Ländertag unter dem Motto „Genuss mittendrin“ aus. Zu einem Rundgang durch die MV-Halle (ab 11.30 Uhr) wird auch Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig erwartet.

„Der Landkreis Rostock ist zum ersten Mal auf der Grünen Woche mit dabei, der diesjährige Ländertag ist damit in mehrfacher besonders. Unbestritten ist die Region das wirtschaftliche Zentrum Mecklenburg-Vorpommerns. Mehr als 70 Prozent der Kreisfläche werden landwirtschaftlich genutzt. Rohwaren aus der Region werden in der Region weiterverarbeitet. Eine anspruchsvolle Auswahl dieser Produkte wird in Berlin präsentiert. Ich freue mich, dass der Landkreis unseren Länderauftritt komplettiert und wir Mecklenburg-Vorpommern in all seinen Facetten präsentieren können“, betonte Dr. Till Backhaus, Minister für Landwirtschaft und Umwelt.

Mit der Ostseeküste, der Mecklenburgischen Schweiz, der Seenplatte, dem Warnowtal und seiner Nähe zur Hansestadt Rostock habe der Kreis auch in Sachen Natur und Tourismus viel zu bieten, unterstreicht Landrat Sebastian Constien. Hinzu kämen kurze Entfernungen nach Berlin und Hamburg sowie schnelle Fährverbindungen nach Skandinavien und ins Baltikum. „Diesen unvergleichlichen Mix aus guter Wirtschaftsentwicklung, intakter Natur und hoher Lebensqualität werden wir auch auf der Grünen Woche zeigen“, sagte er weiter. Der Schwerpunkt liege natürlich auf den kulinarischen Highlights.

Das Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt hat die Weiterentwicklung der Region maßgeblich unterstützt. So wurden im gesamten Landkreis seit 2007 fast 8.000 Projekte mit ca. 270 Millionen Euro unterstützt.

Finanzielle Unterstützung für den Messeauftritt erhalten die Unternehmen aus der Region Rostock durch die Wirtschaftsförderung des Landkreises Rostock (WLR). „Mit der Teilnahme an der Internationalen Grünen Woche wollen wir kleine und mittlere Unternehmen bei der Vermarktung ihrer Produkte unterstützen. Aus diesem Grund werden unsere Aussteller ihre Spezialitäten auch im Professional Center vorstellen, einem speziellen Areal für Fachbesucher aus dem Ernährungsbereich“, hebt WLR-Geschäftsführer Christian Fink hervor.
Die Aussteller aus dem Landkreis Rostock stellen edle Süßwaren von Pralinés und Schokoladen über Torten und Kuchen bis hin zu regionalen Spirituosen und schmackhaften Spezialitäten wie Wurst, Schafskäse oder Fischwaren her. Einen Vorgeschmack auf die Region bieten die Aussteller an, die ihre Produkte auch online verkaufen.

IGW-Aussteller aus dem Landkreis Rostock:

Milchhof Alt Sührkow (Alt Sührkow)
Schwaaner Fischwaren (Schwaan)
Genuss Manufaktur Edle Tropfen – Kräuterspezialitäten (Heiligenhagen)
Weinhandlung Schollenberger (Bad Doberan)
Genuss und Tradition (Reimershagen)
Schokoladerie de Prie (Rostock)
Erste MAENNERHOBBY (Klein Kussewitz)
Hofgut Rosengarten (Walkendorf)
Mecklenburgische Bäderbahn Molli GmbH (Kühlungsborn)
Fleischerei Ledder (Stäbelow)
Pistol Prime BBQ (Roggentin)
Schafscheune Hofkäserei (Vietschow)

Hintergrund:

Der Landkreis Rostock ist flächenmäßig der viertgrößte Landkreis Deutschlands. Er vereint fast 120 Städte und Gemeinden unter einem Dach. Mit rund 215.000 Einwohnern hat er die Nase knapp vor der Hansestadt, die auf gut 208.000 Einwohner kommt.

weitere Infos zum Auftritt von MV auf der IGW:
https://www.mecklenburg-vorpommern.de/natur-ernaehrung/aktuelles/internationale-gruene-woche/

Schwerin - 19.01.2019
Quelle: Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt


MV-Halle auf der Grünen Woche erwartet morgen den 200.000sten Gast

Auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin wird heute der 200.000ste Gast erwartet und von der Messe Berlin mit einem Präsentkorb aus der Biohalle beglückwünscht. Vom Gesamtbesucherstrom schauen rund 85 Prozent den Messeauftritt von Mecklenburg-Vorpommern an. Damit haben seit der Eröffnung am 18. Januar inzwischen ca. 170.000 Gäste die MV-Halle besucht.

Mecklenburg-Vorpommerns Umwelt- und Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus geht davon aus, dass die Länderhalle am morgigen Donnerstag die 200.000 Besucher-Marke knacken wird: „Unsere Halle rangiert wie in den Vorjahren weit oben in der Gunst der Grüne-Woche-Besucher. Bei uns gibt es hochwertiges Essen, vielfältige Tourismusangebote und gute Stimmung“, resümierte der Minister. Gestern überzeugte sich Bundesumweltministerin Svenja Schulze bei einem Imbiss am Stand der Müritzfischer von den Besonderheiten des Landes.

70 Aussteller präsentieren sich und ihre Produkte auf rund 1800 Quadratmetern in der Halle 5.2b, darunter neben Produzenten von Fleisch- und Wurstspezialitäten, von Backwerk, Eis, Bier oder Sanddornprodukten auch eine Rösterei, Restaurants, eine Möbelmanufaktur, dazu Touristikanbieter, Verbände und Landkreise. Besonders gefragt waren bisher die Klassiker: Bis gestern Abend wurden rund 5.000 Fischbrötchen verkauft und 50 Fass Bier ausgeschenkt.

Fast 500 Schülerinnen und Schüler haben zur Halbzeit am Stand 207 aus Äpfeln sortenreinen Saft hergestellt. Mit der Aktion möchte das Land unter den Jüngsten auf die Bedeutung von Lebensmitteln aufmerksam machen. Über 900 Schülerinnen und Schüler haben sich dafür angemeldet. Die Grüne Woche hält ihre Pforten noch bis zum 27. Januar geöffnet.

Schwerin - 23.01.2019
Quelle: Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt


Wildes aus Mecklenburg-Vorpommern wieder auf der Grünen Woche


Erstmals seit fünf Jahren zählen zu den kulinarischen Köstlichkeiten, die in der MV-Länderhalle auf der Internationalen Grünen Woche (IGW) angeboten werden, auch wieder Wildfleischprodukte. „Wild ist ein natürliches, gesundes Produkt und eine wahre Gaumenfreunde“, schwärmt auch Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus von dieser Bereicherung der Länderhalle. „Und zudem wird es regional produziert und vermarktet“, ergänzt er.

Das bestätigen auch die beiden Unternehmen, die in der MV-Halle ihre Wildsnacks verteilen: die Wildbret MV KG aus Süderholz (Vorpommern-Rügen) und die Wildmanufaktur GmbH & Co KG aus Dobbertin (Landkreis Ludwigslust-Parchim). Beide Betriebe verarbeiten nur direkt von Jägern der jeweiligen Region geliefertes Wild und vermarkten ihre in Handarbeit gefertigten Produkte in Hofläden als Standbein sowie darüber hinaus über Einzelhandel und Gastronomie der Region. Wurst wird mitunter auch weiter verkauft, die Wildmanufak-
tur beispielsweise liefert sogar bis Österreich und die Schweiz. Der besondere Geschmack ihrer Salamis ist Resultat der speziellen Lufttrocknungsverfahren.

„Da wir das erste Mal an der Grünen Woche teilnehmen, war ich anfangs etwas skeptisch“, resümiert der Geschäftsführer der Wildmanufaktur Dobbertin, Dirk Klüdtke. „Aber wir konnten viele Kontakte knüpfen, insbesondere mit potenziellen Kunden in Berlin. Nächstes Jahr komme ich auf jeden Fall wieder.“

In MV bedienen derzeit 58 Wildfleischanbieter die steigende Nachfrage. Davon beteiligen sich 31 Anbieter an der Aktion „Wild auf Wild“ des Deutschen Jagdverbandes. Über die Internetseite www.wild-auf-wild.de können die Kontaktdaten von Wildfleischanbietern abgerufen werden. Auch die Landesforstanstalt MV verarbeitet in den Forstämtern Schildfeld (Landkreis Ludwigslust-Parchim) und Torgelow (Landkreis Vorpommern-Greifswald) Wild aus der Eigenjagd und verkauft das Frischfleisch unter der Marke „Wild vom Förster“ in den Hofläden der Forstämter Bad Doberan, Schildfeld, Stavenhagen (in Ivenack) und Torgelow.

Im Jagdjahr 2017/2018 betrug das Wildfleischaufkommen in Mecklenburg-Vorpommern 4.980 Tonnen. Das waren 27 Prozent mehr als 2016/2017 (3.910 Tonnen). Etwa 70 Prozent des Wildfleischaufkommens des Landes ist Schwarzwild. MV lieferte im Jagdjahr 2017/2018 rund 14 Prozent des deutschlandweiten Wildfleischaufkommens.

HINTERGRUND:

Wildfleisch ist in jeder Hinsicht für eine kalorienarme, natürlich-gesunde Ernährungsweise geeignet. Der hohe ernährungsphysiologische Wert des Wildbrets resultiert aus den optimalen Lebens- und Ernährungsbedingungen der Tiere. Infolge der natürlichen Bewegungsfreiheit ist es fettarm und infolge der abwechslungsreichen Ernährung reich an Vitaminen und Spurenelementen.

Wildfleisch enthält mit 23 Prozent mehr Eiweiß als Rind-, Schweine- oder Geflügelfleisch. Das in Wildfleisch enthaltene Eiweiß hat zudem eine besonders hohe biologische Wertigkeit und ist leichter verdaulich als andere Eiweißarten.

Insbesondere das Fleisch von Reh- oder Rotwild enthält die wertvollen Spurenelemente wie Selen, Eisen und Zink in hohen Anteilen. Des Weiteren enthält Wildfleisch viele Vitamine der B-Gruppe und einen hohen Anteil von Omega 3-Fettsäuren.

Schwerin - 25.01.2019
Quelle: Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt


Besucher der MV-Halle wollen bewusst und regional einkaufen

„Bewusst und regional einkaufen – das ist das Ziel der Menschen, die unsere Länderhalle auf der Internationalen Grünen Woche besuchen“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Umwelt- und Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus anlässlich des heute stattfindenden langen Messefreitags auf der Internationalen Grünen Woche, der mit verlängerten Öffnungszeiten bis 20 Uhr lockt und traditionell den Endspurt der weltweit größten Ausstellung für Ernährung, Landwirtschaft und Gartenbau einläutet.

Noch bis Sonntag (27. Januar) präsentieren 70 Aussteller aus allen sechs Landkreisen das Land Mecklenburg-Vorpommern in Halle 5.2b. „Schon jetzt können wir ein positives Fazit ziehen. Die Grüne Woche bleibt ein absoluter Besuchermagnet. Inzwischen haben sich 300.000 Gäste ein Bild von den Trends und Traditionen im Bereich Nahrungs- und Genussmittel gemacht. An der MV-Halle schätzen die Gäste die enge Verbindung zwischen Land- und Ernährungswirtschaft sowie Gastronomie und Tourismus. Viele Besucher suchen ganz gezielt nach Produkten, die sie beispielsweise aus dem Urlaub kennen; die ihnen schmecken und mit denen sie schöne Erinnerungen verbinden“, so der Minister.

„Wir haben tolle Unternehmen, in denen Fertigkeiten und Kenntnisse über Generationen hinweg weitergegeben werden, und die einzigartige Produkte herstellen“, sagte er weiter. Dazu gehöre etwa der Ivenacker Baumkuchen – seine Herstellung gilt als die Königsdisziplin des Konditoren-Handwerks. An der Mecklenburgischen Seenplatte in der Familien-Konditorei Komander wird dieses Handwerk auch in Zukunft gepflegt. Nach Angaben des Unternehmens lief das Messegeschäft in diesem Jahr besonders gut. Man freue sich auf nächstes Jahr und plane vielleicht sogar mit einem größeren Stand teilzunehmen. Auch die Anbieter von Wildprodukten zeigten sich äußerst zufrieden. Es hätten sich viele Geschäftskontakte ergeben, sagte Dirk Klüdtke von der Wildmanufaktur GmbH & Co KG aus Dobbertin. Nun hoffe man darauf, dass Wild aus MV bald auch in anderen Teilen der Bundesrepublik vermarktet werden könne.

Schwerin - 25.01.2019
Quelle: Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt