Großes Engagement in der Corona-Krise


Landesintegrationsbeauftragte dankt Migrantenselbstorganisationen für großes Engagement in der Corona-Krise

„Die Migrantenselbstorganisationen in MV haben in den letzten drei Monaten Herausragendes geleistet: Das ehrenamtliche Engagement umfasste u.a. das Nähen und Verteilen von Mund-Nasen-Schutz-Masken, digitalen Nachhilfeunterricht für Kinder in Gemeinschaftsunterkünften, Beratungen und die Ausgabe von Lebensmitteln an Bedürftige“, sagte die Integrationsbeauftragte der Landesregierung, Reem Alabali-Radovan, heute in Rostock. Sie dankte in ihrem Grußwort auf der 14. Jahreskonferenz des Netzwerks MIGRANET MV den Migrantenselbstorganisationen für ihr großes Engagement in der Corona-Krise.

MIGRANET MV sei für das Land ein wichtiger Partner in der Integrationsarbeit, so Alabali-Radovan. In Mecklenburg-Vorpommern seien über 60 Organisationen, Gruppen und Vereine unter diesem Dach vernetzt und bilden eine hilfreiche Interessenvertretung für die Belange von Migrantinnen und Migranten.

Die Landesintegrationsbeauftragte kündigte an, die Zusammenarbeit mit dem Netzwerk im Bereich Anti-Rassismus, Antisemitismus und anderen Formen von gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit vertiefen zu wollen. „Die aktuellen Entwicklungen zeigen uns, dass wir mehr gegen rassistische Diskriminierung tun müssen. Der neueste Bericht der Antidiskriminierungsstelle des Bundes, der Rassismus als Hauptgrund der Anfragen identifizierte, bestätigt, wie wichtig es ist, verstärkt Maßnahmen für mehr gesellschaftlichen Zusammenhalt zu entwickeln und zu realisieren“, so Alabali-Radovan.

Die Integrationsbeauftragte zeigte auf, dass im Dezember 2019 von rund 1,6 Mio. Einwohnern in MV 79.640 Menschen mit ausländischer Staatsangehörigkeit lebten. Im Vorjahr 2018 waren es 77.245 Menschen. 7,9 Prozent der Bürgerinnen und Bürger in Mecklenburg-Vorpommern haben einen Migrationshintergrund.

Schwerin - 13.06.2020
Quelle: Ministerium für Soziales, Integration und Gleichstellung