Wirtschaftstreffen in Greifswald


Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU): Engagierte Unternehmer aus der Region Vorpommern tragen dazu bei, dass sich Mecklenburg-Vorpommern weiter positiv entwickelt

Die wirtschaftliche Entwicklung der Region Vorpommern stand im Mittelpunkt eines Herbstempfangs, zu dem die Wirtschaftsförderung Vorpommern mbH gemeinsam mit der WITENO GmbH (Wissenschafts- und Technologiepark NORDOST) geladen hatte. „Die Konjunktur in unserem Land ist stabil - wir haben mehr Beschäftigung und eine gute Investitionsbereitschaft der Betriebe. Jetzt gilt es, jungen Nachwuchskräften deutlich zu machen, dass es interessante Berufschancen bei uns gibt. Das stärkt unsere bestehenden Unternehmen und hilft wiederum, dass Vorpommern ein attraktiver Ort zum Arbeiten und Leben bleibt“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort.

Unternehmen investieren in der Region: über 1.660 Arbeitsplätze neu geschaffen und rund 5.440 Jobs gesichert

So wurden seit 2011 in Vorpommern 226 Investitionsvorhaben mit einem Gesamt-Investitionsvorhaben in Höhe von rund 564 Millionen Euro vom Wirtschaftsministerium in Höhe von rund 134 Millionen Euro unterstützt. Die Förderung erfolgte aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Verbindung mit dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE). Durch die Investitionen wurden über 1.660 Arbeitsplätze neu geschaffen und rund 5.440 Jobs gesichert. Unter den unternehmerischen Investitionen waren Neuansiedlungen wie die AKKU SYS Akkumulator und Batterietechnik Nord GmbH am Pommerndreieck mit 20 neu geschaffenen Arbeitsplätzen. „In Vorpommern ist vor allem der Tourismusbereich weiterhin stark, aber auch im gewerblichen Sektor konnten wir unsere Position weiter ausbauen. Um weitere Unternehmensansiedlungen und Betriebserweiterungen zu fördern, unterstützen wir im Rahmen der Standortoffensive Mecklenburg-Vorpommern aktiv die Neupositionierung und die Vermarktung der Großgewerbestandorte Pommerndreieck und Pasewalk“, sagte Glawe.

Derzeit wird ein Teilabschnitt im Pommerndreieck neu erschlossen. Nach Fertigstellung werden weitere 20 Hektar zur Verfügung stehen. Eine ca. 400 Meter lange Straße einschließlich eines zweiten Kreisverkehrs ermöglicht die weitere kurzfristige Vermarktung von Gewerbe- und Industrieflächen.

Potential für die Unternehmen bei Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten

„Um die Region wirtschaftlich noch weiter voranzubringen, sehe ich Potential für die Unternehmen in der Region bei Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten. Durch die Entwicklung innovativer Technologien entstehen wettbewerbsfähige Produkte und Dienstleistungen. Das ermöglicht vor allem die Verbundforschung, also gemeinsame Projekte von Unternehmen, Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen. Die WITENO steht hier als Ansprechpartner zur Verfügung, um den Wissenstransfer zwischen Wissenschaft und Wirtschaft zu moderieren“, sagte Glawe. Wirtschaftsminister Glawe verwies beispielhaft auf zwei Verbundforschungsprojekte, die durchgeführt wurden: die Enzymicals AG, die als Start-up aus der Universität Greifswald gegründet wurde, ist auf die Herstellung von Fein- und Spezial-Chemikalien spezialisiert. Gemeinsam mit der Ernst-Moritz-Arndt-Universität (Lehrstuhl für Pharmazeutische Biotechnologie) wurde ein neues System zur Herstellung industrieller Enzyme entwickelt. Die Physiolution GmbH, die sich mit der Durchführung von Untersuchungen zum Verhalten von festen Arzneiformen im Magen-Darm-System beschäftigt, hat gemeinsam mit der Greifswalder Universität zu einem pH-Regulationssystem für biorelevante Prüfflüssigkeiten geforscht. Beide Verbundforschungsvorhaben wurden vom Wirtschaftsministerium unterstützt.

Investitionen in Forschung, Entwicklung und Innovationen in Mecklenburg-Vorpommern

In Mecklenburg-Vorpommern stehen insgesamt 168 Millionen Euro für Forschung, Entwicklung und Innovationen aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ zur Verfügung (2014 – 2020). Im Zeitraum von 2014 bis zum August 2018 wurden im Rahmen der FuE-Förderung Zuschüsse von insgesamt 132,6 Millionen Euro für 388 Vorhaben bewilligt. Davon wurden unter anderem 88,5 Millionen Euro für 199 Verbundforschungsvorhaben und 33,3 Millionen Euro für 63 einzelbetriebliche FuE-Vorhaben investiert. Von diesen bewilligten Mitteln gingen unter anderem 40,1 Millionen Euro an kleine und mittlere Unternehmen für 201 Projekte und 27,1 Millionen Euro an die Universitäten/Hochschulen (einschließlich Universitätsmedizin) für 80 Projekte.

Schwerin - 11.10.2018
Quelle: Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit


Treffen der Wirtschaftsförderer in Greifswald

Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU): Vermarktung regionaler Industrie- und Gewerbegebiete ausbauen - Anforderungen an Standortqualität und Infrastruktur wachsen


Am Donnerstag haben sich in Greifswald rund 50 Wirtschaftsförderer aus den Regionen des Landes Mecklenburg-Vorpommern, Vertreter der Landkreise und Kommunen sowie der Industrie- und Handelskammern zum fachlichen Austausch getroffen. Ein Thema war die Weiterentwicklung, Neupositionierung und Vermarktung von Großgewerbestandorten im Land. „Mecklenburg-Vorpommern hat als Investitions- und Wirtschaftsstandort ideale Voraussetzung für Investoren. Die Vermarktung regionaler Industrie- und Gewerbegebiete wird zunehmend herausfordernder, da die Anforderungen potenzieller Investoren hinsichtlich Lage, Standortqualität und Infrastruktur steigen. Hier sind die Wirtschaftsförderer des Landes gefragt. Über die persönliche Ansprache von Investoren im In- und Ausland sowie Teilnahme an überregionalen Messen und Veranstaltungen gelingt es, Unternehmer auf die wirtschaftlichen Vorzüge in Mecklenburg-Vorpommern aufmerksam zu machen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort.

Positive Entwicklung im Industriepark Schwerin – mehr als 1.000 Arbeitsplätze neu entstanden

Als positives Beispiel für die neue Ausrichtung nannte Wirtschaftsminister Glawe die Entwicklung des Industrieparks Schwerin, der mit einer Gesamtgröße von 350 Hektar das größte zusammenhängende Industrieflächenpotential in der Region bietet. Dort produzieren unter anderem: Nestlé Deutschland AG (Produktion von Nescafé Dolce Gusto Kaffeekapseln), FlammAerotec GmbH & Co KG (Produktion von verschiedenen Komponenten/Zulieferteilen unter anderem für die Airbus-Produktion), PTS-Precision GmbH (Produktion von hochpräzisen CNC-Langdrehteilen mit einem Durchmesser bis zu 32 Millimeter für die Automobil- und Elektroindustrie), United Caps (Produktion von Kunststoffverschlüssen vor allem für Flaschen und Kartons der Lebensmittelbranche), Ypsomed AG (Medizintechnikunternehmen) FVH Folienveredelung Hamburg (Recycling von Folien aller Art zu hochwertigem Kunststoffgranulat), die ZIM Flugsitz GmbH sowie die BvS Systemtechnik GmbH. Mittlerweile sind mehr als 1.000 Arbeitsplätze im Gewerbegebiet entstanden. „Im Industriepark Schwerin ist es gelungen, dass eine gezielte Neupositionierung und Vermarktung der Fläche erfolgreich ist. Das wollen wir im nächsten Schritt auch für die Industriestandorte Pommerndreieck und Pasewalk erreichen. Dafür müssen die Alleinstellungsmerkmale beider Großstandorte herausgestellt werden, um die Flächen für zukünftige Investoren attraktiv zu gestalten“, sagte Glawe.

11 Großgewerbestandorte in Mecklenburg-Vorpommern

In Mecklenburg-Vorpommern gibt es elf Großgewerbestandorte. Dabei handelt es sich um den Industrie- und Gewerbepark Lüdersdorf, den Industriepark Schwerin, das Gewerbegebiet „Businesspark A24“ in Valluhn/Gallin, das Industriegebiet Sassnitz-Mukran-Lietzow, den Energie- und Technologiepark Lubmin, den Industrie- und Großgewerbestandort Pommerndreieck, das Gewerbe- und Industriegebiet Pasewalk, den gewerbepark Franzenshöhe, den Invest!Port (Industrie- und Gewerbebiet Rostock-Laage), das Gewerbegebiet Neubrandenburg/Trollenhagen sowie das Industriegebiet Rostock-Poppendorf. Unter www.investguide-mv.de finden interessierte Unternehmer einen Überblick zu Großstandorten, Gewerbegebieten, Büros, Hallen und Sonderimmobilien im Land. „Auf einen Blick sollen potentielle Investoren online umfangreiche Informationen zu den Standortvorteilen Mecklenburg-Vorpommerns erhalten. Um die Vermarktung weiter voranzutreiben, ist geplant, die bestehende Standortdatenbank für Gewerbeflächen und Immobilien in Mecklenburg-Vorpommern umfangreich weiter zu entwickeln“, sagte Wirtschaftsminister Glawe abschließend.

Über die Invest in Mecklenburg-Vorpommern GmbH

Die Invest in Mecklenburg-Vorpommern GmbH (Schwerin) ist die Wirtschaftsfördergesellschaft für das Bundesland Mecklenburg-Vorpommern. Als „One-Stop-Agency” ist sie Partner für alle Unternehmen, die nach Mecklenburg-Vorpommern expandieren wollen. Sie unterstützt und berät inländische wie ausländische Investoren über Investitionsmöglichkeiten in Mecklenburg-Vorpommern. Dabei bieten Experten umfassende Projektmanagement- und Support-Services von der Standortanalyse bis zur Realisierung der Investition an.
Das zweimal jährlich stattfindende Treffen der Wirtschaftsförderer dient dem gegenseitigen Austausch zwischen der Landeswirtschaftsfördergesellschaft Invest in Mecklenburg-Vorpommern GmbH (IiMV) und den regionalen beziehungsweise kommunalen Partnern aus den Regionen.

Schwerin - 18.10.2018
Quelle: Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit