Weniger Verkehrslärm in Greifswald?


Ergebnisse des Lärmaktionsplans werden überprüft

Tempo-30-Zonen auf zahlreichen Straßen in der Nacht, grüne Welle in der Wolgaster Straße oder die Asphaltierung der Robert-Blum-Straße für die Radfahrer entlang der Fahrradstraße – Greifswald hat in den vergangenen Jahren mehrere Maßnahmen umgesetzt, um den Verkehrslärm zu reduzieren. Doch haben sie tatsächlich das erhoffte Ergebnis gebracht? Wie hoch ist der Lärmpegel in den Hauptverkehrsstraße aktuell und gibt es neue Bereiche, die betrachtet werden müssen?

2014 hatte die Bürgerschaft einen Lärmaktionsplan für Greifswald beschlossen. Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger hatten daran mitgearbeitet. Fünf Jahre später soll nun eine erste Bilanz gezogen und das Handlungskonzept fortgeschrieben werden. Hierzu ist die Stadt gesetzlich verpflichtet. Auch die Bürgerinnen und Bürger sind wieder gefragt: sie können auf Probleme hinweisen oder auch konkrete Maßnahmen zur Lärmminderung vorschlagen. Hierzu können sie einen Fragebogen auf der städtischen Internetseite ausfüllen: https://www.greifswald.de/de/.galleries/Amt-60-Stadtbauamt/60-Umweltamt/2018-06-11_Fragebogen-HGW.PDF Dieser liegt auch im Rathaus und im Stadthaus aus. Im Oktober ist zudem eine öffentliche Infoveranstaltung geplant.

Für einzelne Straßenabschnitte wird nun noch einmal die aktuelle Lärmsituation berechnet. Parallel dazu erfolgt eine Analyse des Verkehrsgeschehens.

Bei der Erarbeitung des Lärmaktionsplanes hatte sich gezeigt, dass es in Greifswald viele Straßenabschnitte gab, in denen die gesundheitsrelevanten Lärmpegel von 70 Dezibel tags und 60 Dezibel nachts überschritten werden. Um diese kritischen Werte zu senken, wurde ab Mai 2016 die zulässige Höchstgeschwindigkeit in den besonders belasteten Abschnitten von 22 bis 6 Uhr auf 30 km/h reduziert. Dazu gehörten die Anklamer Straße zwischen Brinkstraße und Johann-Stelling-Straße, die Wolgaster Straße ab Platz der Freiheit (Europakreuzung) bis Rudolf-Breitscheid-Straße, die Stralsunder Straße von der Salinenstraße bis zum Autohaus sowie die Bahnhofstraße im Abschnitt von der Unterführung bis zur Gützkower Straße. Die Geschwindigkeitsreduzierungen sind sowohl das wirksamste als auch kostengünstigste Mittel, um Lärm zu mindern. Der Lärmpegel für die Anwohner sollte sich dadurch merklich verringern.

Weitere Information zum Lärmaktionsplan und den damals beschlossenen Maßnahmen:
https://www.greifswald.de/de/wirtschaft-bauen-verkehr/umwelt-und-klimaschutz/immissionsschutz/

Greifswald - 06.07.2018
Quelle: Pressestelle Universitäts- und Hansestadt Greifswald