Vorfall vor Islamischen Kulturzentrum


Stellungnahme des Oberbürgermeisters Dr. Stefan Fassbinder zum Vorfall im islamischen Kulturzentrum Greifswald

Von der Provokation gegen die muslimische Gemeinde in Greifswald bin ich schockiert, und ich verurteile diese auf das Schärfste. Unsere Stadt ist bunt und weltoffen, unterschiedliche Kulturen sind hier willkommen und können unser Leben nur bereichern. Die Freiheit in einer demokratischen Gesellschaft schließt das Recht auf Glaubens- und Religionsfreiheit ein, und sie stellt die Herkunft, Hautfarbe, Sprache, Weltanschauung oder sexuelle Orientierung anderer Menschen nicht in Frage. In der Universitäts- und Hansestadt ist kein Platz für Intoleranz und abscheuliche Aktionen wie diese.

Greifswald - 15.07.2020
Quelle: Pressestelle Universitäts- und Hansestadt Greifswald


Gemeinsame Stellungnahme zum islamfeindlichen Vorfall am Islamischen Kulturzentrum Greifswald e.V.

Wir haben mit Abscheu und tiefer Bestürzung von dem Übergriff auf den Verein Islamisches Kulturzentrum Greifswald e.V. am vergangenen Sonntag erfahren. Wir möchten allen Mitgliedern der muslimischen Gemeinde unser Mitgefühl und unsere uneingeschränkte Solidarität versichern. Sie sind nicht allein!

Wir, das ist ein breites Netzwerk an Organisationen, Einrichtungen und zivilgesellschaftlichen Akteuren, die sich für ein demokratisches Zusammenleben und für die Vielfalt in Greifswald einsetzen. Dazu gehören das Netzwerk Migration Greifswald, vertreten durch die Integrationsbeauftragte der Universitäts- und Hansestadt Greifswald, in dem auch das Islamische Kulturzentrum Greifswald e.V. ein langjähriges und wichtiges Mitglied ist, das benachbarte Quartiersbüro der Caritas, der Stadtjugendring Greifswald, die Partnerschaft für Demokratie Greifswald, die Offene Jugendarbeit der Evangelischen Altstadtgemeinden, die Flüchtlingsbeauftragte der Evangelischen Kirche und der Integrationsbeauftragte des Landkreises Vorpommern-Greifswald.

Wir wenden uns gegen jede Form von Islamfeindlichkeit, Rassismus und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit. Provokationen wie diese vergiften das Zusammenleben in unserer Stadt. Sie sind nicht hinzunehmen und nicht zu verharmlosen. Diese Tat ist inakzeptabel und repräsentiert nicht die Einstellung der Mehrheit der Gesellschaft. Die Glaubens- und Religionsfreiheit ist durch das Grundgesetz geschützt. Greifswald ist und bleibt weltoffen und bunt!

Greifswald - 16.07.2020
Quelle: Integrationsbeauftragte der Universitäts- und Hansestadt Greifswald