Vorfall vor Islamischen Kulturzentrum


Landesintegrationsbeauftragte verurteilt Vorfall vor Islamischen Kulturzentrum Greifswald

Alabali-Radovan: Klare Signale gegen Hetze – auch im Internet

Die Integrationsbeauftragte der Landesregierung, Reem Alabali-Radovan, verurteilt den Vorfall vor dem Islamischen Kulturzentrum in Greifswald und appelliert an eine starke gemeinsame Solidarität. Am Wochenende wurde ein abgetrennter Schweinekopf vor dem Gebäude abgelegt. „Der Vorfall in Greifswald erschüttert mich. Es ist ein Angriff auf unsere grundlegenden Werte“, sagte die Landesintegrationsbeauftragte am Freitag in Schwerin. Mecklenburg-Vorpommern stehe für Vielfalt und Weltoffenheit. Diese Werte würden durch eine erstarkende Hetze und rassistische Hassreden insbesondere im Internet in Gefahr geraten.

Alabali-Radovan: „Nicht nur die Tat, sondern auch die Reaktionen in den sozialen Netzwerken besorgen mich. Sie machen deutlich, dass wir unser Engagement gegen Rassismus, Islamfeindlichkeit, Antisemitismus und Diskriminierung erhöhen müssen.“ Diskriminierung habe laut Alabali-Radovan viele Gesichter: Die ethnische Herkunft, die Religion oder eine andere Weltanschauung seien zunehmend im Fokus diskriminierender Beiträge in den Sozialen Medien – auch Ausgrenzungen aufgrund des Geschlechts oder der sexuellen Orientierung würden dazu gehören.

„Der Schutz vor Diskriminierung ist die Grundlage unserer vielfältigen Gesellschaft. Wir brauchen weitere klare und nachhaltige gesellschaftliche Signale, dass Staat und Zivilgesellschaft alles dafür tun werden, Rassismus, Islam- und Muslimfeindlichkeit und Antisemitismus den Nährboden zu entziehen – und das auch im Internet“, erklärte Alabali-Radovan. Sie begrüßte zudem die Organisation der Solidaritätsveranstaltung am heutigen Freitag (17. Juli) in Greifswald. „Es ist wichtig, dass die Menschen gemeinsam ein Zeichen für Solidarität und für mehr Diversität in Mecklenburg-Vorpommern setzen.“

Schwerin - 17.07.2020
Quelle: Ministerium für Soziales, Integration und Gleichstellung