Neujahrsempfang der Stadt Usedom


Staatssekretär Dr. Stefan Rudolph: Investitionen in die wirtschaftsnahe Infrastruktur tragen dazu bei, die Attraktivität der Region als Lebens- und Urlaubsort zu erhöhen


Die Stadt Usedom (Landkreis Vorpommern-Greifswald) hat am Freitag ihren traditionellen Neujahrsempfang gefeiert. „Die Stadt Usedom und die gesamte Region können auf ein ereignisreiches Jahr zurückblicken. Hier hat sich viel getan - vor allem in die für Anwohner und Gäste so bedeutende wirtschaftsnahe Infrastruktur ist massiv investiert worden. Neben der Beseitigung der Schäden durch das Sturmtief Axel sind unter anderem Radwege ausgebessert, die Arbeiten zum Usedomer See-Zentrum vorangetrieben und ein Konzept zur Ausstellung der Stadtgeschichte erarbeitet worden. Die Maßnahmen tragen erheblich dazu bei, dass die Region als Lebensort für die Anwohner sowie als Ausflugs- und Urlaubsziel für Gäste noch attraktiver wird“, sagte der Staatssekretär für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Dr. Stefan Rudolph vor Ort.

Ausstellung geplant: Stadtgeschichte für Urlauber und Einwohner erlebbar machen

Derzeit plant die Stadt Usedom die Errichtung einer Ausstellung zur Stadtgeschichte mit regelmäßig wechselnden Themenschwerpunkten. Vorgesehen sind unter anderem sogenannte „intelligente Citypoints“ im gesamten Stadtgebiet. Dabei handelt es sich um ein Stadtinformationssystem, das verschiedene Werbeformen wie Flyer und digitale Medien verbindet. Ziel ist es, die touristischen Highlights - insbesondere das Seezentrum und auch die Wegeverbindung über den See nach Paske - miteinander zu vernetzen. Derzeit läuft die Ausschreibung zur Umsetzung des Konzeptes. „So wird die Stadtgeschichte für Urlauber und Einwohner erlebbar gemacht und detailliert auf interessante Punkte hingewiesen. Das soll langfristig dazu beitragen, die Verweildauer der Gäste nachhaltig zu verlängern“, sagte Rudolph.

Gemeinde Zempin plant barrierefreien Strandzugang

Wirtschaftsstaatssekretär Dr. Rudolph übergab vor Ort einen Zuwendungsbescheid an die Gemeinde Zempin (Teil des Amtsgebietets Usedom-Süd): Dort wird der Ausbau eines barrierefreien Strandzuganges geplant, der sich im unmittelbaren Nahbereich des Küstengewässers „Ostsee“ sowie der Küstenschutzdüne befindet. Derzeit ist dieser Strandzugang für Menschen mit körperlichen Einschränkungen nicht nutzbar. Aus diesem Grund soll ein barrierefreier Strandabgang als langgezogener, ebener Zugang durch die Düne ausgeführt werden. „Mit dem Ausbau wird Menschen mit Handicap und auch Familien mit Kleinkindern die Möglichkeit gegeben, barrierefrei den Strand erreichen zu können. Das steigert Qualität und Sicherheit am Badestrand“, sagte Rudolph.

Die Gesamtinvestitionen betragen knapp 107.000 Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt die Maßnahme in Höhe von rund 64.000 Euro aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Verbindung mit Mitteln aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE).

Zahlen zur regionalen Entwicklung

Förderung der wirtschaftsnahen Infrastruktur

Insgesamt wurden seit 1990 auf der Insel Usedom 192 Infrastrukturvorhaben vom Wirtschaftsministerium in Höhe von 139,9 Millionen Euro bei Gesamtinvestitionen von 184,5 Millionen Euro unterstützt. Die Mittel kommen unter anderem aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) einschließlich Mittel aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) und dem „Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums“ (ELER). Die Gemeinden des Amtsbereiches Usedom-Süd sind mit 85 der 192 Vorhaben berücksichtigt worden (Gesamtinvestitionen: 59 Millionen Euro; Zuschuss: 42,6 Millionen Euro). Im gesamten Landkreis Vorpommern-Greifswald waren es im gleichen Zeitraum Gesamtinvestitionen in Höhe von 728 Millionen Euro, die vom Wirtschaftsministerium mit 525 Millionen Euro gefördert wurden.

Tourismusstatistik für die Region und Mecklenburg-Vorpommern insgesamt

Im Zeitraum Januar bis Oktober 2017 wurden in der Stadt Usedom rund 2.400 Ankünfte und rund 6.700 Übernachtungen verzeichnet; im Landkreis Vorpommern-Greifswald waren es insgesamt rund 1,2 Millionen Ankünfte und rund 5,6 Millionen Übernachtungen. In ganz Mecklenburg-Vorpommern waren es rund 6,8 Millionen Ankünfte und rund 27,3 Millionen Übernachtungen.

Förderung der gewerblichen Wirtschaft – 2017 sind 40 neue Arbeitsplätze im Landkreis entstanden

Im Landkreis Vorpommern-Greifswald wurden im Jahr 2017 insgesamt zehn Investitionsvorhaben mit einem Gesamtinvestitionsvolumen in Höhe von knapp 21,5 Millionen Euro realisiert. Die Vorhaben wurden vom Wirtschaftsministerium aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Höhe von 5,7 Millionen Euro unterstützt. Dadurch sind 40 neue Arbeitsplätze entstanden und 179 Jobs gesichert worden.

Schwerin - 19.01.2018
Quelle: Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit