Kompromiss im Namensstreit


Eine dumme Entscheidung


Der Senat der Universität Greifswald hat heute beschlossen, den Namen „Ernst Moritz Arndt“ aus dem Namen der Universität zu streichen. Er soll aber weiterhin „optional“ sein – etwa auf Abschlussurkunden. Dazu erklärt der fachpolitische Sprecher für Forschung und Wissenschaft der AfD-Fraktion, Prof. Dr. Ralph Weber:

AfD - Prof. Dr. Ralph Weber

(Foto: Privat)

„Das ist die dümmste Entscheidung, die getroffen werden konnte. Die Entscheidung des Senats ist juristisch höchst fragwürdig. Entweder der Name ist gestrichen und hat folglich auf offiziellen Dokumenten der Universität nichts zu suchen – oder er ist eben nicht gestrichen und muss folglich auch auf Dokumenten und Beschilderungen seinen Platz haben. Ein optionaler Ernst Moritz Arndt ist wie gar keiner.

Es ist auch möglich, dass der Universität zukünftig Förderer – und das damit verbundene Geld – abhandenkommen. Der Name ‚Ernst-Moritz-Arndt‘ ist eng mit der Region Vorpommern verbunden. Die moderne Bilderstürmerei gegen das kulturelle Erbe unseres Volkes dürfte die Förderer der Universität jedenfalls alles andere als glücklich machen.

Zudem sendet die Umbenennung das falsche politische Signal. Ernst Moritz Arndt steht für das Zusammenwachsen unseres Vaterlandes zu einem Nationalstaat. In Zeiten wie heute, wo großer und berechtigter Unmut in der ostdeutschen Bevölkerung über noch immer nicht vollzogene Gleichstellungen, wie etwa die Rentenangleichung herrscht, ist die Entscheidung des Senats ein Schlag ins Gesicht der Menschen in unserem Land.“

Schwerin - 17.01.2018
Text: Alternative für Deutschland Fraktion im Landtag Mecklenburg-Vorpommern